Anzeige

Räume der Kraft schaffen

Schon in der Vorzeit war die Wahl des Ortes entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der frühen Siedler. Die verschiedenen klimatischen und saisonalen Wechsel von Wind, Regen, Nebel, Blitz und Donner und Sonne wurden alle den Energien des Himmels zugerechnet. Diese Betrachtungsweise führte zu der Theorie, dass Qi der Ursprung allen Lebens auf der Erde sei.

Verschiedene Landschaftsformen können den Fluss des Qi steuern und es kann sich an Orten sammeln, besonders an Plätzen mit Wasser. Qi wird durch den Wind fortgetragen und verteilt. Daher stammen auch die Worte Feng (Wind) und Shui (Wasser). Bei der Wahl eines guten Grundstückes sind Berge oder Nachbarhäuser sowie Zufahrtsstraßen und Wasserwege ein wichtiges Kriterium für die Betrachtungen des Feng Shui.
Optimal kann das Feng Shui gestaltet werden, wenn es vor Baubeginn des Projektes mit eingeplant wird. Feng Shui bietet viele allgemein nützliche Tipps, um bei der Wahl der Umgebung für sein Haus das größte eigene Potenzial zu fördern. Die Vorgeschichte spielt beim Gründstückskauf sowie beim Bezug von alten Häusern eine entscheidende Rolle. So sollten Plätze, an denen Friedhöfe, Schlachthöfe, Müllanlagen, Krankenhäuser angelegt sind oder Orte, an denen viel Leid passiert ist, gemieden werden. Auch Kirchen und religiöse Plätze sollten so weit wie möglich vom Grundstück entfernt stehen. Diese werden dem Feuerelement zugeordnet und haben somit ein sehr einnehmendes Wesen. Bauwerke mit religiösem Hintergrund finden wir i. d. R. auf ausgewählten Energieplätzen, welche in ihrer Funktion das lebensnotwendige Yang-Qi der Umgebung abziehen und ins „Innere“ leiten.

Feng Shui am Haus Günstige landschaftliche Voraussetzungen sind saftiges grünes Gras und eine vielschichtige Vegetation. Das weist auf viel Yang-Qi hin, welches auf den Menschen sehr aktivierend wirkt.
Die Grundstücksform und auch der Grundriss des Hauses sollten so quadratisch wie möglich sein, lang gestreckte und diffuse Formen lassen das Qi der Umgebung zerstreuen.
Ein Grundstück, das sich zwischen zwei stark befahrenen Straßen oder gar Flussläufen befindet, sollte von vornherein ausgeschlossen werden, auch zu große Nähe zu einer Bahnstrecke bringt Unruhe ins Haus.

Der Eingang – die Visitenkarte des Hauses

Der wichtigste Aspekt beim Bau oder Bezug eines Hauses ist die Einfahrt oder der Eingang. Eingänge zum Haus oder dem Büro sind das Tor ins Leben der Bewohner und auch ihre Visitenkarte.
Der Weg zur Haustür sollte für den Besucher einfach und klar erkennbar sein. Er darf nicht auf Ecken oder scharfe Strukturen gerichtet sein. Die optimale Eingangstür passt  in ihren Proportionen zur Größe des Hauses, also eine große Tür für ein großes Haus.
Die Tür selbst und die unmittelbare Umgebung (Lampen, Fußmatte etc.) sollten gepflegt und intakt sein, kaputte Glühbirnen, zerschlissene oder abgenutzte Teile repariert oder ersetzt werden.

Ungünstig ist auch, die Eingangstür sowie den Garteneingang direkt über einen Kanalisationsdeckel zu bauen. Mauern befinden sich idealerweise in großzügigem Abstand zum Eingang. Außerdem sollten geradlinige Wege oder Zufahrtsstraßen, die direkt auf die Haustüre zulaufen, gemieden werden.
Ein gepflegter Vorgarten und gesunde Pflanzen und Bäume sorgen für gutes Feng Shui. Abgestorbene Äste und verdorrte Blumen oder Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Im Feng Shui gibt es mehrere Wasserformeln, die sich nach dem Kompass richten. Bei dem Standort für Wasser kann es sich um einen Teich, einen Wasserverlauf oder einen Wasserfall handeln. Im Feng Shui bedeutet Wasser Wohlstand und ist die beste Methode, Glück in finanziellen Angelegenheiten aufzubauen. So richten sich Teichanlagen oder Wassergestaltungen immer nach den Himmelsrichtungen und sind für jedes Haus individuell zu betrachten. Aber auch hier gibt es eine Grundregel, Wasser hinter dem Haus sollte vermieden werden. Ebenso ist eine beidseitige Platzierung von Wasser rechts und links neben dem Eingang eher ungünstig, im Feng Shui wird diese Konstellation als „weinendes Wasser“ bezeichnet.

Das Haus selbst sollte auf einer stabilen Grundlage erbaut werden. Häuser, die auf Pfählen oder in einen Berg hinein gebaut sind, bieten keine solide Struktur.
Je einheitlicher Fenster und Türen miteinander komponiert werden, desto mehr rundet sich das Haus zu einem guten Feng Shui ab.

Über den Autor

Avatar of Petra Coll-Exposito

Gründerin des Feng Shui Institute of Excellence, lebt in Berlin und ist als professionelle Feng Shui Beraterin im Geschäfts- und Privatbereich europaweit erfolgreich tätig. Nach Jahren des Studiums besitzt sie heute das ,Higher Diploma of Feng Shui Mastery,‘ der Yap Cheng Hai Academy, das in Deutschland nur zwei Mal vergeben wurde. Aufgrund ihrer Lehrbefähigung von Großmeister Yap Cheng Hai unterrichtet sie die Module 1 und 2 der Berater-Ausbildung in Europa.

2 Responses

  1. Karla

    Sehr guter Artikel…..
    ich habe jetzt eine Wohnung für mich gefunden….dabei handelt es sich um eine umgebaute Fabrik, die einen Mühlgang „vor dem Haus“ hatte.
    Seit dem Umbau ist das Wasser Balkonseitig….was ja schlecht wäre, den das bedeutet in diesem Fall „hinter dem Haus“….

    was zählt jetzt? und was „wenn das Wasser“ hinter dem Haus ist…kann ich tun, um negative Energien zu vermindern oder ganz zu vermeiden?
    Ich bin froh um jede hilfreiche Antwort…..danke

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*