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Auf DVD: Buddha’s Lost Children

Fesselnde Dokumentation

Die aufwändige Dokumentation, die in den letzten Jahren von Auszeichnungen geradezu überhäuft wurde, handelt von dem Lebensprojekt des thailändischen Mönchs Phra Khru Bah. Dieser führt in der gefährlichen Grenzregion Thailands zu Myanmar zusammen mit der resoluten Nonne Khun Lead eine Gemeinschaft, die verlorene Kinder bei sich aufnimmt. Vor seiner Bekehrung zum Buddhismus war der Mönch professioneller Thai-Boxer. Da ihm diese Kampfkunst einst beim Kampf gegen Drogenhändler das Leben rettete, werden auch alle Novizen darin geschult. Seit fast 20 Jahren hat es sich  Phra Khru Bah zur Aufgabe gesetzt, in seinem „Tempel des Goldenen Pferdes“ nicht nur einer großen Anzahl von Pferden Obdach zu gewähren, sondern sich vor allem Kindern zu widmen, die Waisen sind, deren Eltern sie nicht ernähren können oder die unerwünscht sind. Kinder, die nie die Wärme eines Familienlebens erfahren haben, finden hier Geborgenheit, einen Lebenssinn und Unterstützung um ihr eigenes Potential zu entfalten. Im Mittelpunkt stehen hier die Schicksale des stummen Waisenjungen Suk und des verstörten Pan Saen. Der Regisseur Mark Verkerk berichtet fesselnd, sanft und berührend über die Kinderschicksale, ohne reißerisch zu wirken. Über ein Jahr lang teilte er hierfür das Leben der ungewöhnlichen Tempelgemeinschaft.

Dieses DVD-Set hat es in sich: Nicht nur die Dokumentation ist enthalten, sondern auch sehr viel Bonusmaterial. Auf der ersten DVD ist der Film „Buddha’s Lost Children“ in seiner Kinoversion und der fast eine Stunde lange Film „Rückkehr zum goldenen Pferd“ enthalten. Letzterer dokumentiert die Rückkehr des Regisseurs Mark Verkerk in die kleine Klostergemeinschaft, ein Jahr nach der Uraufführung des Films. Auf der zweiten DVD sind weitere 4,5 Stunden zusätzliches Material über die Hauptpersonen.  Zusätzlich findet sich hier noch der dreißigminütige Film „Auf der Suche nach Buddha“ von Clara Verkerk, der Tochter des Regisseurs. Die musikalische Untermalung tut es der Art des Regisseurs gleich: Die Filmmusik aus der Feder von Somtow Sucharitkul und Bernhard Joosten drängt sich nicht in den Vordergrund, wie ein sanfter Windhauch streicht sie an der zu erzählenden Geschichte und den berauschenden Landschaftaufnahmen entlang, untermalt sie, hebt hier ein Stückchen hervor, rückt da zart etwas zurecht oder verstärkt es trommelnd.

 

 

Mark Verkerk
Buddha’s Lost Children
Ascot Life, 2008
ASIN: B001IX8CD0
DVD, 97 Minuten, 20,99 Euro
www.buddhaslostchildren.de

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