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Der lange Weg ans Licht

Der lange Weg ans LichtWie gestalten wir die Ankunft unserer Nachkommen auf Erden? Vertrauen wir darauf, dass wer da zu uns kommt, schon der oder die ‚Richtige‘ ist? Oder überprüfen wir den Fremdling lieber, bevor wir ihn nicht mehr loswerden können? Wussten Sie, dass eine Ultraschall-Untersuchung für ein Baby so laut ist, als ob eine U-Bahn in einen Tunnel fährt? Wär’s nicht besser, wir ersparten unseren Kindern solch traumatische Erfahrungen und ließen uns überraschen?

Solche Fragen stellt „Der lange Weg ans Licht“, der neue Kino-Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger, gedreht in wunderbar weiträumigem und tiefenscharfem Cinemascope von Igor Luther („Die Blechtrommel“).
Berichtet wird aus Meerane, einem kleinen, idyllischen Städtchen in Sachsen. Es geht um Geburten, ums Gebären und ums ‚richtige‘ Entbinden, letztlich darum, wer die Kinder zur Welt bringen sollte: die Ärzte im Krankenhaus oder die Hebammen im alternativen Geburtshaus.

Die schwangeren Frauen von Meerane sind wie ein Wassertropfen, in dem sich die Welt von uns allen spiegelt. Angst oder Vertrauen – andere Optionen haben auch wir nicht. Entweder lassen wir uns Angst machen und ‚Sicherheit‘ verkaufen, die uns einengt und gängelt, uns von einander und von unseren Körpern entfremdet – oder wir finden zurück zu einem Vertrauen in uns selbst, in die Intelligenz unseres Körpers und in die Zuverlässigkeit unserer Empfindungen, unserer Intuition, unserer Seele.

Die Hebamme Edeltraut Hertel, Hauptfigur des Films, hat dieses Vertrauen, weil sie ebenso selbstverständlich wie selbstbewusst Christin ist. Für sie ist jedes Kind ein Geschenk und eine Gnade. An ihr kann man sehen und hören, wie viel Stabilität, wie viel gelassene Kraft und wie viel Freude an jedem neuen Geschöpf spirituelle Verankerung geben kann.

[Kinostart: 28.2.2008 im Eiszeit und Kant-Kino]

 

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