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Deutschlands älteste Bäume

„Wo stehen die ältesten Bäume Deutschlands?“

Im Auftrag des Bayrischen Rundfunks, wo man einfache Fragen und solides Film-Handwerk noch zu schätzen weiß, haben sich Jan Haft und sein Team quer durch Deutschland auf die Spur gemacht und eine Art Hit-Liste der zehn schönsten alten Bäume aufgestellt.

Sie haben ihre Funde nicht einfach nur abgelichtet. Jan Haft hat den Blick eines Liebenden. An manchen Bäumen kann er sich nicht satt sehen – die Kamera schwingt und taumelt vor Verzückung. Hier findet innige Begegnung statt, werden Bäume als Charaktere, als Persönlichkeiten erfahren und gewürdigt.

Außerdem wird immer auch die mythologische, die kollektive Geschichte dieser Bäume miterzählt. Man erfährt, welche der germanischen Gottheiten welcher Baumart zugeordnet war. Man kann ahnen, dass diese Götter Manifestationen tatsächlich vorhandener, kreatürlicher Energien waren.
Bäume sind keine Solitäre, sie sind Lebensraum für viele Lebewesen. Jan Haft & Co. haben mit Inbrunst eingesammelt, was da so kreucht und fleucht, Vögel, Käfer, Mäuse: immer mit Respekt gefilmt, auf Augenhöhe, mit Freude an allem Lebendigen.

Am stärksten nachgegangen sind mir die Bilder von Tanzenden in Trachten auf einem zweistöckigen Tanzboden in einer riesigen Linde. Tanzböden in großen Bäumen in der Mitte des Dorfes: im Mittelalter soll das bei uns üblich gewesen sein.

Tanzen in Bäumen: Ist es damit vorbei, ein für allemal? Haben wir denn nicht auf Bäumen gelebt, bevor die ersten von uns auf den Boden der afrikanischen Savanne herabkletterten und sich aufzurichten begannen?

www.kino-am-ufer.de

 

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