Filmtipp: „The Fairy Trail“ – Naturgeistern auf der Spur

Schlafende Elfen, flirrende Flügelwesen, knorrige Wurzelgestalten oder Zwerge mit roten Zipfelmützen – die Fantasiegestalten aus Märchen und Mythen werden in dem Dokumentarfilm „The Fairy Trail – Naturgeistern auf der Spur“ lebendig.

In 95 Minuten begibt sich der Zuschauer auf eine faszinierende Reise zu magischen Orten und deren Bewohnern. Dort erwarten ihn Begegnungen mit Menschen, die mit den flüchtigen Elementarwesen in Kontakt stehen und seltene Fähigkeiten ausgebildet haben: Sie lachen mit den Elfen, bringen Steine zum Tanzen und erhalten Ratschläge von den flirrenden Gestalten.

Der Film zeigt eine Hommage an die Natur, an die Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft, ohne die ein Leben nicht möglich wäre. Es werden Fragen aufgeworfen wie: Welchen Wert hat die Natur in unserer zivilisierten Gesellschaft? Was bekommen und was geben wir? Wie können wir heute mit der Natur leben und in Kontakt mit ihr treten? In poetischen Bildern evozieren die Hamburger Filmemacher die Sehnsucht danach, das verlorene Paradies zurückzuerobern. 

Über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren reisten Till Gerhard und Britta Schmidtke mit Kamera und Wohnmobil durch Slowenien, Deutschland, England und Irland.

 

Was steckt hinter dem Mythos?

Dort führten sie Interviews mit ihren Protagonisten. „Der Zufall spielte uns die Leute zu“, sagen sie. Die Logopädin aus Hamburg, der Kräuterbauer im Allgäu, die Gärtnerin im schottischen Findhorn, die Einsiedlerin in Wales, der Geschichtenerzähler aus Irland.
Dicht verweben die Filmemacher ihre Interviews zu einem Erzählstrang. Unmittelbar und eindrucksvoll münden die fragmentarischen Aussagen in einen großen sich ergänzenden Fluss. Kombiniert mit beeindruckenden Naturbildern, Trickfilmsequenzen und Musik.
„Natur war für uns schon immer wichtig“, erzählen die Filmemacher, „und unser Umgang mit der Natur und der gesamten Erde drängt sich seit einigen Jahren wieder stark ins Bewusstsein. In unserer Umgebung berichteten Freunde eines Tages von lebendigen Zwergen und Elfenwesen. Das weckte unser Interesse, mehr zu erfahren. Wir kannten diese sympathischen Gestalten aus Märchen und als Fabelwesen. Aber woher kommt die Faszination und was steckt hinter dem Mythos? Auf diese Fragen suchen wir Antworten. Menschen haben sich heute von der Natur entfremdet, wir möchten einen Kontakt herstellen. Sozusagen ein gegenseitiges Interesse generieren. Dazu führte uns unsere erste Reise nach Slowenien zu Marko Pogacnik. Er ist Künstler und Autor des Klassikers zu diesem Thema „Elementarwesen: Begegnungen mit der Erdseele“. Er gab uns sozusagen die Grundlage für ein Verständnis des Themas und ein Gefühl für Orte, an denen er mit Naturgeistern in Kontakt treten kann. Dann nahm alles seinen Lauf, wir haben immer mehr spannende Menschen getroffen mit ähnlichen Erfahrungen und hatten bald das Gefühl, dass alles kein Zufall war. Einmal nahmen wir eine Anhalterin von Hamburg nach Berlin mit, und diese führte uns zu einigen unserer wichtigsten Hauptfiguren. So weitete sich der Radius unserer Recherchen aus, bis nach Schottland.“

 

Austausch mit Naturgeistern

Warum Till Gerhard und Britta Schmidtke keine Elfen vor die Kamera bekommen haben? „Die Elfen wollten partout nicht gefilmt werden – auch wenn unsere Interviewpartner immer wieder bezeugten, sie würden kichernd am Rande sitzen, was deutlich zu spüren war. Sie wollen sich wohl nicht mehr in die uns alt bekannten Formen pressen lassen, in denen wir sie seit Jahrhunderten kennen, eigentlich sind sie recht formlos. Sie nehmen diese bekannten Formen nur an, um unseren Verstand zu vermitteln: „Hallo, wir sind es, nehmt uns wahr!“ Was die Erfahrungen bei den Filmarbeiten mit den Filmemachern gemacht haben? „Wir haben ein neues Bewusstsein für die Natur entwickelt und erfahren, dass wir Menschen mithilfe der Naturgeister viel Positives bewirken könnten. Sogar Katastrophen wie der Klimawandel könnten gelenkt werden, das war für uns zum Beispiel völlig neu.“ Doch wie können Elfen den Klimawandel beeinflussen? „Das ist natürlich etwas plakativ gesagt. Doch gibt es heile Orte, die ein Gefühl dafür vermitteln, wie es sich anfühlt, wenn Mensch und Natur in Harmonie miteinander leben. Diese Plätze haben etwas Magisches. Wir haben sie als Drehorte besucht und miterleben können, wie dort Pflanzen prächtig gedeihen, obwohl der Boden eigentlich sehr karg und sandig ist. Wer die Kommunikation mit den elementaren Wesen beherrscht und achtsam mit der Natur umgeht, erhält viel zurück aus der Natur. Der Austausch funktioniert also in beide Richtungen und hat immer positive Auswirkungen. Und wie viele unserer Protagonisten uns versichern, sind sogar so etwas wie Wunder möglich, das heißt, die Veränderung unsrer physischen Realität mit Hilfe der Naturgeister. Das ist in den 60er Jahren in Findhorn geschehen und verblüffte schon damals viele Wissenschaftler, die es mit eigenen Augen begutachteten. Und heute bestätigt die Wissenschaft ja immer häufiger das, was in alten Weisheitstradtionen schon lange bekannt war.“

 

Der Film erscheint im Juli auf DVD und ist zu beziehen über www.thefairytrail.com

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