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Die meisten Menschen leben getrennt von ihrer Essenz, ihrem göttlichen Kern, ihrer Seele. Sie haben sich irgendwann davon getrennt und irren jetzt mehr oder weniger herum auf der Suche nach dem, was sie eigentlich wirklich sind. Die Kunst des Seins, The Art of Being, nennt Lowen dieses wirkliche Leben mit Seele und er hat in vielen Jahren einen Weg entwickelt, es wieder zu entdecken.


Um in unserer Kultur zu leben, braucht man keinen Kontakt zu seiner Seele – nicht einmal zu der eines anderen. So seltsam das auch sein mag: Ein Leben ohne Seelenverbindung ist völlig normal! Millionen leben so, einschließlich gut angepasster Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und auf allen Stufen der wirtschaftlichen und sozialen Leiter. Zu ihnen gehören auch höchst erfolg- und einflussreiche Führungspersönlichkeiten, Organisationen und Nationen. Manche von ihnen haben wahrscheinlich niemals erlebt, wie es ist, Kontakt zur eigenen Seele zu haben. Auch das ist leider normal.
In Philip Pullmans außergewöhnlicher Trilogie „His Dark Materials“ (der erste Band „Der Goldene Kompass“ wurde bereits verfilmt) sind die Seelen der Menschen Tiere, die ihre Besitzer ihr Leben lang begleiten, und das Schlimmste, was ihnen geschehen kann, ist, dass sie voneinander getrennt werden. Selbst eine zu große Distanz zwischen Mensch und Tier ist für beide verheerend. Die Tiere sind weit mehr als nur Kuscheltiere. Sie kommunizieren, leiten an, warnen vor drohenden Gefahren, und ihre Beziehung zu ihren Besitzern besteht aus gegenseitiger Liebe. Ja, genau wie die Seele! In der Trilogie geht es um eine Verschwörung, bei der Kinder von ihren Seelen-Tieren getrennt werden sollen, denn solange sie jung sind, geht das, ohne die Kinder zu töten. Sie wachsen dann heran und passen sich komplett den bestehenden Verhältnissen an. Keine Bedrohung. Bequem. Tote Seelen.

Die Seele flieht

Etwas ganz Ähnliches passiert auch mit Menschen, die schwere Gewalt erfahren haben. Ihre Seelen fliehen, und sie lernen, ohne sie zu leben. Aber der Verlust der Seelenverbindung kann auch auf profanere Weise geschehen: Schon reine Missachtung genügt. Ich glaube nicht, dass jemand wirklich seelentot sein kann, aber keinen Kontakt zu haben, ist weit verbreitet. Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht sichtbar wahrnehmen können, wenn wir mehrmals täglich und manchmal wochen- und sogar jahrelang ohne Rücksicht auf das funktionieren, was unsere Seelen ahnen, sehen, fühlen und von uns wollen. Wahrscheinlich kommt uns das Leben dann bedeutungslos, langweilig oder routinemäßig vor, aber wir haben unsere Überlebensstrategien. Wir beschäftigen uns mit Erfolg, Macht, Geld und Ruhm. Wir surfen im Web, um die Lücke zu füllen. Wir berauschen uns an allem, was uns anturnt. Wir sind deprimiert von allem, was uns abturnt. Wir geben allen möglichen Dingen Gewicht, während das, worauf es wirklich ankommt, das ungelebte Leben in uns ist.

Unberührt vom Wunder leben

Wenn wir ohne die innige Verbindung zu unserer eigenen Seele leben, funktionieren wir einfach nur, unberührt vom wirklichen Wunder des Lebens. Vielleicht sehen wir uns Filme an oder lesen Geschichten von „überlebensgroßen“ Menschen, die das leben, was uns fehlt. Ich erinnere mich, dass Joseph Chilton Pearce in einem seiner Bücher bemerkte, ins Kino zu gehen käme für die meisten Menschen einer religiösen Erfahrung am nächsten. Bei manchen sind es die einzigen Momente, in denen sie weinen! An sich ist es schön, dass sie zu Tränen gerührt sind. Was aus einem Film eine religiöse Erfahrung macht, ist seine Kraft, mit der er uns in die Gegenwart holt. Fernsehen ist etwas anderes. Es gibt zu viel Ablenkung, und der Bildschirm ist klein genug, um die Verbindung zwischen Auge und Gehirn erstarren zu lassen. Im Kino ist die Leinwand groß, alles andere liegt in der Dunkelheit, und der einzige Sound kommt vom Film. Wir sind völlig präsent. Ein Film ist nicht real, aber für uns, hier und jetzt, ist er es. Wir sehen, wir fühlen, wir lassen alles herein – und manchmal, im Dunkeln, da weinen wir.
Ich habe ein Gefühl für das, was im Leben der Menschen fehlt, so wie es einmal in meinem eigenen gefehlt hat. Deshalb verbringe ich mein Leben damit, Wege zu schaffen, auf denen Menschen ins Licht des SEINS gelangen. So können sie ihre eigenen überlebensgroßen Geschichten in Wirklichkeit leben. Präsent und offen für alles in uns und unzertrennlich von unserer Seele sind wir kreativ, intim, leidenschaftlich, vertrauend, brillant, bewusst und liebevoll. Das haben wir verdient. Genau so sollen wir sein.

Foto oben:©TheFinalMiracle-fotolia.com

Über den Autor

Avatar of Alan Lowen

ist ein international anerkannter Lehrer und Wegbereiter, der seit 25 Jahren seine Seminare weltweit anbietet.
Er hat vor über zehn Jahren das „Art of Being“ gegründet als einen umfassenden Ansatz zu einem glücklichen, gesunden und erfüllten Leben.
Der Schwerpunkt seiner Seminare liegt auf den elementaren Themen des Lebens: Geburt, Tod, Sex, Liebe, Partnerschaft und Sein.

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