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Die kleine Finanz-Revolution

Die Misswirtschaft im Finanzsektor ist derzeit Dauerthema in den ­Medien. Die Krise der Banken ist letztendlich eine Konsequenz ungebremster menschlicher Gier. Doch sind es wirklich „die da oben“, die alles in der Hand ­haben? Oder können wir selbst auch etwas ausrichten, vielleicht sogar ändern? ­Heidrun Schwartz beantwortet letztere Frage mit einem deutlichen Ja. Ihr kürzlich ­erschienenes Buch „Positives Geld“ hat das Potenzial, eine kleine Geld-Revolution einzuleiten – wenn wir mitmachen.

 

 

Nicht Geld ist die Wurzel allen Übels, sondern die Geldgier. Heutzutage hat sich diese Gier derart ausgeweitet, dass auf der Suche nach immer neuen Quellen dem Geld mehr Wert beigemessen wird, als seine ursprüngliche Funktion als Äquivalent für Waren und Dienstleistungen eigentlich erlaubt. Dies stellt eine völlige Verkehrung des ursprünglichen Zwecks von Geld dar und ist ein deutliches Symptom für das Entgleiten finanzieller Vorgänge. Die Krise der Banken ist für uns kaum direkt spürbar, da sie hauptsächlich die virtuellen Spekulationsgeschäfte betrifft, die gewissermaßen abgekoppelt von der realen Marktwirtschaft betrieben werden. Diese haben aber aufgrund ihrer enormen Summen einen Effekt auf die Börse und damit auf die Wirtschaft im Allgemeinen.

Heidrun Schwartz´ Buch ist ein wahrer Lichtblick in dieser kriselnden Zeit. Und es ist ein „Selbstmachbuch“, wie sie gleich vorausschickt. Wer nicht aktiv werde, der könne auch nichts ändern. Natürlich hat sie damit Recht, und ihre Ideen zu einem neuen Umgang mit Geld sind so einleuchtend und einfach, dass es Spaß macht, sie auszuprobieren und umzusetzen. Die frühere Rechtsanwältin, die heute als Coach arbeitet, ist generell eine tatkräftige enthusiastische Frau. Sie möchte animieren, etwas bewirken, die Welt ein Stück weit verändern. „Die Zeiten, zu erklären, was alles nicht geht, sind vorbei!“, schreibt sie nachdrücklich.

 

Die Theorie

Ihre Grundüberlegung ist folgende: Geld ist Energie. Im Grunde sind es bei Bargeld nur Papier und Metall (und bei unserem Bankkonto angegebene Ziffern), die von unserem Bewusstsein mit einem Wert gefüllt werden. Als neutrales Medium speichert Geld lediglich Informationen. Daher lässt es sich auch mit neuen Energien ausstatten. Statt täglichen Routinen, die von Mangel geprägt sind, nachzugehen, schlägt die Autorin vor, Freude, Liebe und Dankbarkeit zu nutzen – also Energien, die jeder von uns ohne lange Vorbereitung in kleinerem oder größerem Umfang in Fluss bringen kann – und sein Geld damit aufzuladen.

„Die Wirkung positiver Energie werden wir in den nächsten Jahren in dieser krisengeschüttelten Zeit ganz neu ­erleben dürfen.“

Bestandsaufnahme

Wirtschaft beginnt im Kleinen, bei jedem von uns. Das persönliche Wirtschaften stellt bereits den ersten Keim für die Art von Energie dar, die wir in unsere Aktionen mit Geld geben. Oft wird eine Zahlung von Unmut begleitet. Darüber hinaus können Wut, Existenzängste oder Gier aufkommen, wenn zum Beispiel etwas zwangsweise eingetrieben wird, Mangel herrscht oder wir unbewusst und rücksichtslos sind. Auch Neid und Missgunst sind Energien, die beim Geldhandel mitspielen. Und noch fatalere Energien, die bis zu Raub und Mord reichen, schleichen sich in den energetischen Kreislauf der Geldgeschäfte.

Dennoch sind wir in diesem Spiel nicht ganz ohne Verantwortung. Welche Bedeutung wir dem Geld beimessen und mit welchen Energien wir es versehen, wenn wir damit zu tun haben, das liegt ganz allein an uns und wirkt sich auf alles aus, was wir mit unserem Geld kaufen. Auf diese Weise fügt jeder Mensch etwas zu der energetischen Grundmatrix bei, die der Wirtschaft einer Gesellschaft zugrunde liegt. Misswirtschaft und Korruption bestehen also letztendlich – wenn man die Sache konsequent zu Ende denkt –, weil wir alle mitmachen.

 

Neue Perspektiven

Diese aufrüttelnde Erkenntnis von Heidrun Schwartz dürfte reichen, um einen Initialfunken in uns zu entfachen und näher zu betrachten, was wir zu diesem Szenario beitragen. Die Autorin bietet uns ganz praktische Alternativen zum üblichen Umgang mit dem eher negativ bewerteten Medium an – und bei der Bewertung kann man gleich beginnen, sich umzustellen. Die Trägerenergie von Geld ist nämlich zunächst einmal neutral. Geld selbst wertet nicht. „Es stellt vielmehr die Energie der Hingabe und des Dienens dar“, erläutert Heidrun. Es nimmt Energien vorurteilslos auf und steuert nicht selbst. Aus diesem Grund ist Geldenergie bestens geeignet, die Entwicklung unserer Welt positiv zu beeinflussen.

Bis jetzt wurde die absichtsvolle Aufladung von Geld denen überlassen, die am macht- und geldgierigsten sind. Und dies haben sie perfektioniert. Der Autorin zufolge sind es besonders die Superreichen, die sich in mentalen Methoden zur Geldvermehrung gut auskennen. Selbstständige Mittelständler hingegen würden solche Methoden eher ablehnen und häufig über Geldknappheit klagen.
Heidrun Schwartz lädt jeden dazu ein, aktiv an der „Heilung“ des Geldes mitzuwirken. Da wir jeden Tag mit Geld zu tun haben, ist es ideal, um täglich etwas für neue positive Energieströme zu tun, die in alle Richtungen gehen. Heilen können wir damit sowohl die Auswirkungen der eigenen negativen Gedanken als auch die Energie des Geldes für weitreichendere Bezugsräume.

„Liebe, Freude und Dankbarkeit ­werden eine unglaublich hohe Rendite, einen nie gesehenen Zins eintragen“.

Wir können dazu Geld mit Liebe, Freude, Segen und Dankbarkeit aufladen, damit es ein Mittel wird, mit dem Wertschätzung ausgedrückt, Kreativität entlohnt und ermöglicht wird. Es liegt buchstäblich täglich in unserer Hand, hier etwas zu bewegen.

 

Übergreifender Effekt

Durch Rupert Sheldrakes Forschungen weiß man inzwischen, dass nur ein kleiner Prozentsatz einer Anzahl von Individuen benötigt wird, damit ein neues Verhalten irgendwann schlagartig auf die gesamte Population übergreift. Das Wissen wird quasi originär abrufbar, ohne dass es erlernt wurde. Wenn es dazu noch ein Verhalten ist, das Wohlbefinden auslöst, genügt etwa ein Hundertstel einer Population, um die restlichen 99 Prozent mitzureißen. Die Aktion Geldheilung ist also durchaus ein vielversprechendes Projekt.

 

Liebe – für alle?

Wer jetzt den Einwand hegt, dass die Aufladung von Geld mit solchen Energien ja auch die Welt der Spekulanten und Kriminellen unterstützt, dem entgegnet die Autorin: „Ja, das ist wahr. Und da sollen Dankbarkeit, Freude und Liebe auch hin! Und zwar so intensiv wie möglich. „Stellen Sie sich vor, die Clanchefs der Mafia, die Konferenzen der Mächtigsten, die Drogenkartelle usw. befänden sich dauerhaft in einem Bad der Liebe!“ Damit haben auch wir direkt an der Wurzel des Übels Einfluss. Mit unserer Energie senden wir ja kein Lob aus, sondern eine Energie, die vielleicht das eine oder andere Herz berührt. Je stärker das Feld wird, umso besser.

 

Praxis-Ideen für „Positives Geld“

Das Wichtigste: konstant dranbleiben und bewusst sein!

  • Bedanken Sie sich bei Ihrem Geld, bei Scheinen und Münzen: „Danke, dass du da bist!“
  • Bedanken Sie sich für Eingänge auf Ihrem Bankkonto. 
  • Suchen Sie bei aktuellen Auszügen stets das Guthaben und bedanken Sie sich dafür. Dadurch entwickelt sich ein Gefühl, dass immer etwas da ist. 
  • Fördern Sie immer eine dankbare Haltung, wenn Sie Geld empfangen. 
  • Beobachten Sie bewusst Ihre Gedanken, wenn Sie Geld ausgeben. 
  • Erinnern Sie sich der Gefühle von Dankbarkeit, Freude und Liebe, wenn Sie etwas bezahlen, und schicken sie diese mit auf den Weg. 
  • Verlieren Sie jede Woche ein paar Münzen und stellen Sie sich die Freude des Finders vor. 
  • Malen Sie einen Smiley oder ein Herz auf Ihre Geldscheine. 
  • Fügen Sie bei einer Überweisung hinzu: „Danke für die schöne Ware“ o. ä.

Alle Aktionen sollten weniger aus Disziplin, sondern aus Freude heraus geschehen. Das regelmäßige Notieren der Erfahrungen etc. in einem Heft vertieft die Umstellung der eigenen Einstellung zum Geld.

„Es ist erstaunlich, wie viel Geld man hat, wenn man es erst einmal begrüßt und freudig empfängt.“

Ein besonderer Aspekt mit großer Wirkung sollte zudem beachtet werden: der Faktor Loslassen. Nur wenn wir wirklich bewusst loslassen, kann auch ein Rückfluss einsetzen. Wenn uns Geldausgeben leid tut und wir energetisch unsere Ausgaben nicht wirklich losgelassen haben, dann glaubt das Unbewusste, dass all dieses Geld immer noch da ist.

 

Bewusstsein der Fülle

Stellen wir unsere Bewusstseinsfilter auf Fülle statt Mangel, dann tauchen auf einmal viel mehr Chancen im Leben auf. „Wenn wir in Zukunft in unserer Welt die Wunder und das, was wir alles haben, also die heute schon bestehende Fülle, so wahrnehmen würden wie bisher den Mangel, wären alle Probleme gelöst“, schreibt Heidrun Schwartz. Wir würden teilen und im Überfluss leben. Die Chance, an so einer Welt mitzugestalten, hat jetzt jeder.

Und noch ein weiterer Punkt, unser Bewusstsein betreffend, darf beherzigt werden: Verzichten Sie nicht! Genießen Sie! Durch das bewusste Genießen von Dingen lässt sich ebenfalls die Fülle in den Vordergrund der eigenen Perspektive stellen. Dann werden wir vielleicht auch bewusster, was unser Konsumverhalten angeht, und gehen weniger verschwenderisch mit unserem Geld um. In jedem Fall macht es Freude.

Heidrun Schwartz: Positives Geld. ­Dankbarkeit und Freude erleben mit der Energie des ­Geldes,
Verlag Neue Erde 2012

Dieser Artikel erschien erstmalig in News Age 01/2012. Wir danken für die Abdruckrechte

18 Responses

  1. Heidrun Schwartz

    Liebe Kommentatoren,

    ich habe mir noch einige Gedanken gemacht, um auf den einen oder anderen Kommentar einzugehen. Aber ich denke, die Gedanken aus dem Buch zu wiederholen, bringt ja nichts. Sie sind zum Teil verändert worden, in der Aufregung stark missverstanden…

    Ich schlage jedem vor – denn jeder geht ja noch mit Geld um – diese Prinzipien einmal 3 Wochen anzuwenden. Sich bewußt zu machen, was er für Geld erhält, wer da alles für ihn oder sie etwas tut, für die Waren, das Geld in diesem Sinne dankbar anzunehmen und weiterzugeben.
    Und dann zu beobachten: verändert sich nicht etwas?
    In der Haltung, im Konsum?

    Ich habe nicht gesagt, dsas es überflüssig ist, über Systemveränderungen nachzudenken oder überhaupt etwsa zu ändern. Ich behaupte nur, aus dieser kraftvollen Ruhe erwächst Veränderung organisch, weil ein anderes Denken und Handeln eintritt. Und da gibt es dann schon so viel gute Konzepte – die sind alle prima – die muß ich nicht verbessern wollen. Das kann ich auch nicht. Aber ich kann beobachten, wie kraftlos die Konzepte sind und wie zerstritten die Anhänger. Und in der Praktik von Positivem Geld entsteht Konzentration auf die eigene Wirkkraft, das Ruhe in der eigenen Kraft, das Anerkennen des Miteinander – und so eine Basis, in Ruhe die eigenen Standpunkte einzunehmen, andere Standpunkte kennen zu lernen und sich auszutauschen, sich zu ergänzen und zu bereichern.
    Dazu dient im Buch das Spüren der Dankbarkeit, der Liebe etc. Das gibt Kraft. Ohne den Körper einzubeziehen, entsteht keine nachhaltige Kraft. Ohne Geist auch nicht. Ohne Herz auch nicht. Das Buch verbindet dies.

    Ich lade eben ein, auszuprobieren. Keinen Diskurs zu führen. Über Meditation kann man auch nicht diskutieren. Man kann es nur tun oder lassen nach ein paar ersten Infos.
    Steigt nicht die Kraft zur Veränderung aus diesem JA zum Leben an.
    Verändert sich damit nicht auch die benötigte Geldmenge (sie reduziert sich in der Regel von fast jedem Ausgangspunkt ganz erstaunlich weiter) und gibt man nicht das Geld, was man verwendet, für nachhaltigeres.
    Beginnt da nicht sofort Veränderung?
    Für die Welt ein Mosaiksteinchen, für das eigene Leben schon ein kleiner Mosaikfels?

    Positives Geld kann nur in der Stille wirken. Aus dem Herzen.

    Man kann nicht wirklich darüber diskutieren. Man kann es erfahren. Oder probieren und sagen, diese Erfahrung ist nichts für mich.
    Aber drüber reden – das geht schlicht nicht.
    Positives Geld ist etwas Meditatives. Es lädt zum Ausprobieren und Kraftzuwachs ein.

    Herzliche Grüße
    Heidrun Schwartz

    Antworten
  2. Heidrun Schwartz

    liebe jenny,
    du fragtest nach einem link mit dem 100sten affen.
    hier ist eine nette kurz gefasste zusammenstellung.
    wenn du tiefer einsteigen willst, einfach mal googlen.
    oder die bücher von sheldrake (sehr lesenswert) lesen
    (leihen, wenn man sie nicht alle kaufen kann, wenn örtliche bibliotheken etwas nicht haben, kann man es meist für nen euro oder zwei als fernleihe beziehen – einfach fragen! mit meinem buch genauso 😉 – ich gönne es auch den lesern, die es nicht kaufen können! )
    http://www.initiative.cc/Artikel/2006_10_31%20der%20hundertste%20Affe.htm
    herzliche grüße
    heidrun

    Antworten
  3. Kristina

    Nach wie vor empfinde ich das Geld-positivierungs-Dogma von Heidrun Schwartz als unseriös und nicht lesenswert.
    Meines Erachtens wird es dem Geld- und Krisenmanagement letztendlich nicht gelingen, die konstruierte Schuld zu legitimieren und über die menschliche Energie bzw. über die Liebe zu generieren.
    Es muss jedem klar sein, dass die angebliche Geldkrise kein menschliches Phänomen ist, sondern ein unmenschliches Versklavungs-Programm, um eine neue Ordnung unter Mißachtung des Individuums zu installieren.
    Es ist schockierend und paradox, dass die Autorin dazu aufruft, alle kriminellen Mafiosi mit unser Liebe zu beschenken (um angeblich globales Geld zu heilen), jedoch die Skeptiker ihrer Geld-Ideologie verbal bekämpft. Sie versucht (im Nachtrag) die Skeptiker zu ermahnen, ihnen pauschal angebliche „Unkultiviertheit“ zu unterstellen und zu einer heuchlerischen „tiefen Reflektiertheit“ im Sinne ihres Buches zu bewegen.
    Offensichtlich mangelt es der Autorin an Selbstreflexion, zumal ihre Buchwerbung überwiegend schlechte Noten bekam und somit ihr erhoffter Initialfunken („übergreifender Effekt“) für ihre Geld-Ideolgie und ihren Buchverkauf ausblieb.
    Es ist bedauerlich, dass die Autorin die berechtigte Kritik nicht sachlich sondern persönlich und emotional betrachtet und abschließend nur noch Selbstlob betreibt.

    Antworten
  4. WellenbeobachterHH

    Liebe Heidrun,

    es hat hier, soweit ich das mitbekommen habe, auch niemand gegen die Fülle argumentiert, denn die liegt in der Ebene des stofflichen Reichtums.

    Geld hingegen ist IMMER Ausdruck von etwas Abstraktem, egal ob „Regionalgeld“, „Engelgeld“, „Freigeld“, „Schrumpfgeld“, „Weltgeld“… Es dient stets der kaufmännischen Gewinnabrechnung.

    Genau dieser wertmäßige Reichtum (repräsentiert durch Geld, Bilanzen, Gewinn, Lohn, Preise…) ist es, der die Probleme verursacht. Deshalb gibt es daran nichts zu beschönigen oder zu Positivieren.

    Leider ist ein Bernd Senf diesbezüglich völlig betriebsblind. Ich habe wiederholt Vorträge von ihm erlebt. Er blockt bei bestimmten Einwänden und Argumenten komplett ab, obwohl er verbal stets betont, für alles offen zu sein. Wäre dem so, dann würde sein ideologisches Rechtfertigungskartenhaus pro anderem Geld und pro Ware nämlich ganz schnell kollabieren. Er bildet die Wirklichkeit nicht vollständig richtig ab und ist (leider) somit keine wirkliche gute Referenz.

    ich sage bewusst leider, weil er sehr sympathisch wirkt. Er meint es bestimmt gut….

    Antworten
  5. WellenbeobachterHH

    Liebe Heidrun,

    es hat hier, soweit ich das mitbekommen habe, auch niemand gegen die Fülle argumentiert, denn die liegt in der Ebene des stofflichen Reichtums.

    Geld hingegen ist IMMER Ausdruck von etwas Abstraktem, egal ob „Regionalgeld“, „Engelgeld“, „Freigeld“, „Schrumpfgeld“, „Weltgeld“… Es dient stets der kaufmännischen Gewinnabrechnung.

    Genau dieser wertmäßige Reichtum (repräsentiert durch Geld, Bilanzen, Gewinn, Lohn, Preise…) ist es, der die Probleme verursacht. Deshalb gibt es daran nichts zu beschönigen oder zu Positivieren.

    Leider ist ein Bernd Senf diesbezüglich völlig betriebsblind. Ich habe wiederholt Vorträge von ihm erlebt. Er blockt bei bestimmten Einwänden und Argumenten komplett ab, obwohl er verbal stets betont, für alles offen zu sein. Wäre dem so, dann würde sein ideologisches Rechtfertigungskartenhaus pro anderem Geld und pro Ware nämlich ganz schnell kollabieren. Er bildet die Wirklichkeit nicht vollständig richtig ab und ist (leider) somit keine wirkliche gute Referenz.

    ich sage bewusst leider, weil er sehr sympathisch wirkt. Er meint es bestimmt gut….

    Antworten
  6. Heidrun

    danke für eure kommentare.
    und danke besonders für diejenigen, die zwischen dem emotionen tiefe reflektiertheit bewahren und wieder herzustellen versuchen. die kultivierung von debatten wird uns auch noch gelingen!

    ich möchte kurz auf 2 punkte eingehen:
    positives geld ist nicht positives denken
    positives geld ist gerade nicht anbetung des mammon

    1. das buch proklamiert nicht nur positives denken – wichtig ist die verbundene körperarbeit. wenngleich sie leicht daher kommt, ist sie relativ entscheidend.
    wie sie wirkt und warum, darüber mag es ein weiteres buch geben.
    voraussichtlich werde ich auch in meinen vorträgen darauf eingehen, weil ich sehe, dass es doch viele missverständnisse gibt.
    allerdings kann man so einem artikel nicht alles entnehmen – bitte lest auch das buch.

    2. das buch proklamiert nicht die anbetung des geldes. ich hab übrigens gar nichts gegen eine geldfreie gesellschaft. ich fange nur einstweilen mal da an, wo wir SIND. das ist eine gesellschaft voller schuldgeld. das darf so nicht bleiben und das gilt es zu ändern.
    das ist ein zwischenschritt zu veränderten geldsystemen.
    denen dienst die praktik des positiven geldes dann auch. denn keines dieser systeme war bisher erfolgreich. auch das engelgeld z.b. – es gibt noch eine einzige 50% akzeptanzstelle außerhalb des eigenen kreises. und warum? weil sie zu theoretisch sind.
    holen wir die leute ab, wo sie sind: noch sind sie da, dass sie auch selbst anleger sein wollen, zinsen verdienen.
    das kann man verurteilen – ok und was ändern urteile? sie eskalieren nur.
    klären wir auf – das tut prof. bernd senf in seinen vorträgen auf youtube bis in die letzten details – das muß ich nicht tun. das kann er viel besser.
    und verwenden wir unser jetziges geld und empfangen wir die güter in einer weise, die uns bewußt macht, in welcher fülle wir bereits leben und die diese fülle in eine nachhaltige und zwischenmenschlich tragende umgangsform hin bewegt.
    die lösung der probleme liegt im JETZT.
    und sie liegt in der auflösung der angst.
    MOMENTAN unterwerfen sich alle dem mammon. weil er teilt und herrscht.
    beginnen wir ihn uns wieder dienstbar zu machen, mit dankbarkeit und segen – und dann herrscht menschlichkeit und netzwerke der menschen. und das geld hat in ihnen eine dienende rolle.
    das ist die idee.
    im buch ausführlicher.
    aber als „macher“-buch. für die, für die es jetzt passt.

    und die anderen müssen weitere publikationen abwarten.

    ich schlage nur eins vor: lassen wir nicht zu, dass am geld weiter das prinzip „divide et impera“ (teile und herrsche) funktioniert, indem gutwillige menschen so aggressiv gegeneinander argumentieren, dass sich ihr guter wille, der allen gemeinsam ist, nicht mehr verbinden kann. denn genau diesen effekt macht sich die derzeitige geldenergie zunutze. und so kann’s nicht bleiben.

    abschluss:
    wer über meine person hier meint, bemerkungen machen zu müssen: ich möchte anmerken, niemand kennt mich von diesen leuten. und ich weiß, was ich kann und lasse mich hierauf nicht ein. am ende geht es mir um verbreitung dieser – funktionierenden und ihr mosaikteil zur veränderung der welt beitragenden – ideen. meine person spielt dabei keine rolle 😉
    die persönlichen angriffe zeigen nur, dass wir an unserer streitkultur arbeiten müssen, um konstruktive veränderungen bewirken zu können.

    ich wünsche einen schönen sonntag
    herzliche grüße
    heidrun schwartz

    Antworten
  7. WellenbeobachterHH

    Aktueller Nachtrag: ich möchte auf den Beitrag:

    JustIn Monday: Money makes the mind go round

    beim EXIT-Seminar-Treffen hinweisen:

    http://www.exit-online.org/link.php?tabelle=aktuelles&posnr=563

    …da wird genau dieses Thema behandelt. Esoterische Geldanbetung ist der kritischen Gesellschaftstheorie als eine Form der subjektiven Krisenbewältigung also bestens bekannt.

    Antworten
  8. Kristina

    Dieser Artikel ist eine merkwürdige Geldanbetung, welche eindeutig dem Mammon und nicht dem Menschenwohl dient.
    Vielleicht aber hat sich die gescheiterte Anwältin einen Scherz erlaubt oder betreibt jetzt eine Umfrage zum Thema „Wie naiv sind die Sein-Leser?“
    Ich stimme den Kommentatoren WellenbeobachterHH und Bernd zu, die in diesem Artikel fragwürdige ideologische und pseudospirituelle Spielereien kritisieren.

    Antworten
  9. Kritiker

    Ich finde den Artikel ziemlich naiv. Was wir brauchen, ist ein grundlegender Systemwechsel und kein positiv „aufgeladenes“ Geld (auch wenn die Idee nett, aber wie gesagt naiv ist). Damit bewegt man sich doch auch weiterhin nur innerhalb des Käfigs anstatt aus ihm auszubrechen. Man arrangiert sich sozusagen mit dem bestehenden System, anstatt wirklich etwas zu verändern.

    Geld segnen wird keine Veränderung bringen! Und es wird uns auch ganz bestimmt nicht reich machen. Derartige Bücher habe ich bereits vor über 10 Jahren gelesen und bin damals schon zur Erkenntnis gekommen: Die einzigen, die tatsächlich reich werden (oder auch nicht) sind die Autoren. Denn es ist leider eine Tatsache, dass gerade die „spirituelle Klientel“ SEHR naiv und leichtgläubig ist…

    Aber bitte, jeder sollte es selbst ausprobieren – und auf die Schnauze fallen.

    Antworten
  10. WellenbeobachterHH

    @Ramos
    Inwiefern „verbitterte Kommentare“???

    Spiritualität besteht meines Erachtens gerade darin, zu erkennen und unterscheiden zu können, was Handeln in Liebe ist und was systemisch bedingt aus Machtverhältnissen, also Herrschaft des Menschen über den Menschen herrührt. Leider unterscheidet die Autorin das nicht, sondern reduziert alles auf die zwischensubjektive Ebene, so dass das systemsiche völlig verschwindet. Daher handelt es sich um eine Ideologie und nicht um eine emanzipatorische Weltsicht.

    Das wiederum ist eine rein sachliche Feststellung. Nur weil ich diese Ideologie für schwachsinnig, also eine Fehlleistung menschlicher Intelligenz halte, bin ich keineswegs verbittert.

    Diese Ideologie halte ich deshalb für schwachsinnig, weil sie meiner Wahrnehmung nach nicht aus geistigem Unvermögen resultiert, da ich die Autorin für eine intelligente Person halte, sondern aus dem Mangel an Willen, vom eigenen Verstand in angemessener Art und Weise Gebrauch zu machen – konkret – sich in dieser Frage so zu informieren, dass sie diese Ideologie und deren Unlogik als solche erkennen kann.

    Leider ist es ein weit verbreitetes Merkmal, sogenannter „spiritueller“ Sichtweisen, die in Wirklich „esoterische Verblendungen“ sind, sich mit bürgerlichen Ideologien Pro-Geld und Pro-Kapital zu überlagern.
    ——————–
    Davon ist inhaltlich natürlich klar zu unterscheiden, dass man auch innerhalb der Geld-Logik durch Teilen und Schenken von Geld auch in Liebe handeln kann (allerdings nachdem man es verdient hat).

    Das ist aber nicht das Argument der Autorin gewesen. Sie argumentierte bezüglich gesellschaftlicher Reproduktion allgemein, also dem üblichen „Handel und Wandel“ der Märkte und der Lebensverhältnisse und dem Geldverdienen insgesamt. Das ist eine andere Ebene die sie im Hintergrund da betritt – nämlich eine systemische Frage. Und für die ist es völlig irrelevant, welche Einstellung das jeweils handelnde Subjekt hat, weil hier ökonomische Gesetze das kaufmännische Verhalten steuern und nicht der subjektive Wille. Leider. Es wäre schön, wenn es anders wäre. Das wäre genau der Zustand, den wir als Gesellschaft anstreben sollten.

    Antworten
  11. WellenbeobachterHH

    @Ramos
    Inwiefern „verbitterte Kommentare“???

    Spiritualität besteht meines Erachtens gerade darin, zu erkennen und unterscheiden zu können, was Handeln in Liebe ist und was systemisch bedingt aus Machtverhältnissen, also Herrschaft des Menschen über den Menschen herrührt. Leider unterscheidet die Autorin das nicht, sondern reduziert alles auf die zwischensubjektive Ebene, so dass das systemsiche völlig verschwindet. Daher handelt es sich um eine Ideologie und nicht um eine emanzipatorische Weltsicht.

    Das wiederum ist eine rein sachliche Feststellung. Nur weil ich diese Ideologie für schwachsinnig, also eine Fehlleistung menschlicher Intelligenz halte, bin ich keineswegs verbittert.

    Diese Ideologie halte ich deshalb für schwachsinnig, weil sie meiner Wahrnehmung nach nicht aus geistigem Unvermögen resultiert, da ich die Autorin für eine intelligente Person halte, sondern aus dem Mangel an Willen, vom eigenen Verstand in angemessener Art und Weise Gebrauch zu machen – konkret – sich in dieser Frage so zu informieren, dass sie diese Ideologie und deren Unlogik als solche erkennen kann.

    Leider ist es ein weit verbreitetes Merkmal, sogenannter „spiritueller“ Sichtweisen, die in Wirklich „esoterische Verblendungen“ sind, sich mit bürgerlichen Ideologien Pro-Geld und Pro-Kapital zu überlagern.
    ——————–
    Davon ist inhaltlich natürlich klar zu unterscheiden, dass man auch innerhalb der Geld-Logik durch Teilen und Schenken von Geld auch in Liebe handeln kann (allerdings nachdem man es verdient hat).

    Das ist aber nicht das Argument der Autorin gewesen. Sie argumentierte bezüglich gesellschaftlicher Reproduktion allgemein, also dem üblichen „Handel und Wandel“ der Märkte und der Lebensverhältnisse und dem Geldverdienen insgesamt. Das ist eine andere Ebene die sie im Hintergrund da betritt – nämlich eine systemische Frage. Und für die ist es völlig irrelevant, welche Einstellung das jeweils handelnde Subjekt hat, weil hier ökonomische Gesetze das kaufmännische Verhalten steuern und nicht der subjektive Wille. Leider. Es wäre schön, wenn es anders wäre. Das wäre genau der Zustand, den wir als Gesellschaft anstreben sollten.

    Antworten
  12. Jenny

    Hallo Ihr Lieben!

    Würde mir bitte einer die Quelle angeben, in der ich Sheldrakes Ausführungen noch einmal genau nachlesen kann? Ich möchte genau die
    Passagen finden auf die sich folgendes Zitat bezieht:

    „Durch Rupert Sheldrakes Forschungen weiß man inzwischen, dass nur ein kleiner Prozentsatz einer Anzahl von Individuen benötigt wird, damit ein neues Verhalten irgendwann schlagartig auf die gesamte Population übergreift.“

    Ich Danke Euch!

    Antworten
  13. Ramos

    Zwei verbitterte und verbiesterte Kommentare (von Bernd und WellenbeobachterHH), die m.E. genau zeigen, wie wertvoll dieses Büchlein ist. Es geht darin genau darum, dass wir eine liebevolle Haltung und Sichtweise auch auf das Thema „Geld“ entwickeln. Gerade dann können wir unseren eigenen Schmerz, der auch an diesem Thema hängt, auflösen und neue Wege gehen – weit ab vom Geld und weit hinausgehend über den bestehenden Kapitalismus.
    Ja, es kann sein, dass es schmerzt, mit diesen Themen konfrontiert zu werden – und damit sanft umzugehen. Aber es lohnt sich jeder kleine Schritt auf diesem Weg!

    Antworten
  14. Anonymous

    Sorry, jedoch ist es erstens nichts Neues, diese Gedanken, Methoden und Vorschläge – denn solche sind es erst mal „nur“ für mich – gibt es längst von anderen Autoren. Und dort dann auch besser, tiefergehend erklärt und definiert. Darüber hinaus habe ich 2 Jahre lang danach gelebt und naja, es hat sich etwas getan, aber nicht, was die Autorin in Aussicht stellt. Fern ab der Realität. Und wirklich anwenderfreundlich ist es auch nicht, denn einfach nur sagen, wie man die Haltung ändern soll, bringt es nicht. Es ist immer ein Prozess, und ein absolut psychologischer. So simpel ist es nicht. Und ich gebe dem Vorkommentator recht: dann könnten wir ohne Geld leben, ohne ein offizielles Tauschmitel und nur von Liebe und dem, was Jede/r zu geben hat!

    Antworten
  15. barbara

    Hallo Bernd,

    warum nur gleich so aggressiv?
    Das passt so gar nicht zu Rudolf Steiner 😉
    Eine hilfreiche Kritik klingt anders!
    …und genau das Denken hat uns an manchen Abgrund geführt, weil ihm der Weggefährte des Gefühls fehlte!
    Warum nimmst Du Dir nicht einfach das heraus, was für Dich stimmig ist?
    oder sag Dir einfach, ich bin noch nicht so weit, ich bin nicht bereit, ich will es nicht und basta-was einen angenehmen Nebeneffekt für Dich haben könnte:das Gehirn blendet „Verneinungen“ aus *lächel*

    Manches im Leben ist sooo einfach, dass wir es unbedingt verkomplizieren müssen-ICH jedenfalls kann mich immer noch (oder endlich wieder) von Herzen über die Blumen am Wegesrand oder zwischen Pflastersteinen freuen und an dem herrlichen (von Vielen als kitschig definierten) Sonnenuntergang und ich umarme voller Liebe die Kinder und Kindgebliebenen und spüre, wie das Leben Liebe versprüht 🙂

    Zu schmalzig? Egal, dann „oute“ ich mich eben!

    Antworten
  16. Hadera

    In deinem Kommentar schwingt für mich eine gewisse Bitterkeit und Ironie mit, ich weiß nicht ob das so gewollt ist oder falsch rüberkommt ?!?.

    Ich persönlich finde jedenfalls, dass jeder selbst reflektieren sollte, was die Begriffe wie Liebe, Dankbarkeit, Vertrauen etc. bedeuten. Und wenn man diese versteht besser gesagt fühlt, haben sie für alle die gleiche Bedeutung. (so jedenfalls sind meine Erfahrungen)

    Dass diese positiv-feeling Geschichten nicht unbedingt zum eigenen Ich führen, da würde ich dir zustimmen. Aber ich glaube, dass sollen sie auch garnicht. Es sind eher praktische, alltagsbezogene „Anweisungen“, die uns helfen sollen fröhlicher und glücklicher zu sein, wenn wir ihnen folgen möchten.

    so viel bis dahin
    Liebe

    Antworten
  17. WellenbeobachterHH

    Bei allem Respekt – diese Vorstellungen von Geld sind ausgemachter Schwachsinn, kindlich naiver Schwachsinn, um es genauer zu sagen bzw. – da die Autorin ja eine Erwachsene ist, eine typisch von kleinbürgerlicher Ideologie – in diesem verpackt in ein esoterisches Gewandt.

    Müssen also die 1 – 2 Milliarden Menschen, die weltweit von weniger als 2 Dollar pro Tag leben müssen, also nur mehr Ihre Geldscheine anbeten und dankbar auf den Knien rutschen und so ihr „spirituelles Werk“ tun – und schwupps wird ihre Arbeit, die oft von großen westlichen Konzernen ausgebeutet wird, auch besser bezahlt? Ein Blick in die menschliche Geschichte verrät uns etwas anderes, nämlich Bürgerkriege und harte Klassenkämpfe um die Machtverhältnisse bestimmten die Teilhabe. Nichts anderes.

    Die These „Geld ist Energie“ geht so übrigens nicht auf. Das wurde 2009 anschaulich dargestellt, warum. Siehe auch:

    http://www.hh-violette.de/wp-content/uploads/2011/04/Mehr_Licht_auf_Geld_2009.pdf

    Wenn „Liebe, Freude und Dankbarkeit“ die eigentliche „Rendite“ darstellen sollen, was ja zu begrüßen ist, wozu bedarf es dann überhaupt noch Geld – egal ob physisch oder als Zahlen im Computer? Allein dieser Widerspruch demaskiert diese Ideologie doch schon sehr anschaulich.

    In Wahrheit steckt dahinter nämlich weiterhin die kaufmännische Abrechnung für alle Waren und Dienstleistungen mit ihrer abstrakten, betriebswirtschaftlichen Rentabilität. Die will von der Autorin, schön moralisch subjektiv verklärt, gerettet werden. Das ist wirklich einfältig und naiv. Eine typische form von systemimmanenter Widerspruchsbearbeitung.

    Aber gut, wer offensichtlich so viel Geld hat, dass er es jede Woche auf der Strasse absichtlich verlieren kann, dem geht es scheinbar in diesem System von Ausbeutung und Korruption noch ziemlich gut.

    Antworten
  18. Bernd

    Vielen Dank für den Tipp: jetzt scheint mir nicht die Sonne aus dem Hintern, sondern Geld.

    Das immer so unreflektiert mit Begriffen wie Liebe, Dankbarkeit und dergleichen herumgeworfen wird, als würde jeder das Gleiche darunter verstehen, ist schlimm.

    Diese ganzen couching-Liebe-positiv feeling Geschichten führen einen nicht zum eigenen Ich, dass kann nur (eine bestimmte Weise des) Denken(s). (Lest die „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner und messt euch an euch selbst).

    Antworten

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