Ayurveda („Wissen vom Leben“) ist ein Jahrtausende altes, ganzheitliches Medizinsystem aus Indien, das sich über unzählige Generationen bewährt und verfeinert hat. Inzwischen interessieren sich immer mehr Menschen im Westen hierfür, und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ayurveda als medizinische Wissenschaft anerkannt. Der Grundansatz der ayurvedischen Medizin nimmt den Patienten als Individuum wahr und bindet ihn eigenverantwortlich in den Gesundungsprozess mit ein. Prävention und die Betrachtung von Körper sowie Psyche bilden tragende Säulen.

von EIFAM

Die ayurvedische Lehre basiert auf drei Funktionsprinzipien, die geistige sowie körperliche Funktionen steuern und koordinieren, den sogenannten Doshas: Vata, Pitta, Kapha. Diese steuern unsere körperliche, geistige und emotionale Konstitution. Sie sind jeweils für verschiedene Funktionen im Körper-Geist-System zuständig und sollten sich im individuellen Gleichgewicht befinden. Kommt es zu einem Ungleichgewicht dieser Faktoren, sind also einzelne Doshas zu stark oder schwach ausgeprägt, ist diese individuelle Balance gestört. Anhaltendes Ungleichgewicht kann nach Ayurveda zu Krankheit führen.

Erkrankungen aus ayurvedischer Sicht

Die Doshas können durch alle Gegebenheiten im täglichen Leben beeinflusst oder nachhaltig aus der Balance gebracht werden, wie beispielsweise unregelmäßige, übermäßige oder falsche Ernährung, Stress, innere Unruhe, Unzufriedenheit, Angst, Traurigkeit, Schlafstörungen, Umweltverschmutzung, Unfälle, instabile soziale Verhältnisse, chronische Arbeitsüberlastung und so weiter… sowie letztendlich auch eine genetisch vorgegebene Anfälligkeit für Krankheiten. Nach Ayurveda können Doshas im Ungleichgewicht den Stoffwechsel beeinträchtigen. Ein schwacher Stoffwechsel führt zur Entstehung von unvollständig abgebauten Metaboliten (Zwischenprodukten), die in das System gebracht werden und es verkleben und damit das Immunsystem in seiner Arbeit schwächen. Geraten die Doshas längerfristig in eine Disharmonie, wird die Verdauung gestört.

Die Folge: Nahrung wird nicht ausreichend aufgespalten, Stoffwechselrückstände schädigen die Zellen, Gewebe werden nicht richtig ernährt und verlieren an Widerstandskraft. Die Funktion wird auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene gestört und Krankheit kann entstehen. Neben dem Zusammenspiel der drei Doshas spielt bei der Krankheitsentstehung auch die Belastung mit Toxinen oder Schlacken eine Rolle, die von außen durch Umweltbelastungen sowie durch stressbedingte schwache Verdauungsleistung hervorgerufen werden kann. Diese Toxine lagern sich in Geweben und Zellen ein und behindern die Versorgung, Reinigung und ausreichende Ernährung unserer Körperzellen.

Behandlung und Diagnostik

Im Ayurveda kennt man sechs Stadien einer Krankheitsentwicklung, die durch einen Ayurveda-Arzt mit Hilfe der Pulsdiagnose frühzeitig diagnostiziert werden können, bevor sich eine Krankheit bereits voll manifestiert hat. Der größte Vorteil ayurvedischer Diagnostik liegt damit auf der Hand: Je früher eine Krankheit entdeckt werden kann, desto leichter ist es, sie zu behandeln oder Vorsorge zu treffen. Eine solche Behandlung muss immer ganzheitlich sein. Sie steckt die Rahmenbedingungen ab, die dem Organismus helfen, sich natürlich zu entgiften, seine Regulationsreserven neu aufzubauen, die Störungen zu beheben und sein gesundes Gleichgewicht wiederzufinden. Alle Maßnahmen wie Pancha-Karma, ayurvedische Heilkräuterpräparate und eine gesunde Ernährung dienen dazu, die eigene Körperintelligenz beziehungsweise die Selbstheilungskräfte zu beleben. Diese Körperintelligenz ist die Intelligenz der Natur: Sie steuert das innere Gleichgewicht und reguliert die Dynamik der Doshas.

Gesundheitswoche im EIFAM vom 23.-30.11.2018

Das EIFAM (Europäisches Institut für Ayurveda Medizin) existiert seit fast 20 Jahren in Berlin. Hier arbeitet ein Team aus Heilpraktiker/innen und Ayurveda-Ärzt/innen sehr engagiert daran, die Gesundheitslehre des Ayurveda auch westlich geprägten Menschen zugänglich zu machen, die bisher noch keine Berührung mit Ayurveda hatten. Um dieses Kennenlernen einer anderen Medizintradition möglich zu machen, bietet das EIFAM, in Zusammenarbeit mit der indischen Gujarat Ayurved University, im Rahmen einer Gesundheitswoche vom 23.11 bis zum 30.11.2018 kostenfreie Konsultationen von indischen Ayurveda-Ärzten an. Für Menschen, die an Beratungen zur Gesundheitsvorsorge oder zur begleitenden Behandlung bestehender Krankheiten wie beispielsweise Hashimoto oder Krebsleiden interessiert sind, gibt es folgendes Angebot:
• Konstitutionsbestimmung,
• systematische ayurvedische Ernährungs- und Lebensstilberatungen
• Empfehlung von Ayurveda Rasayana (Nahrungsergänzungsmittel)
• Empfehlung spezieller ayurvedischer Körpertherapie- und Manualtherapieverfahren und Panchakarma

Das EIFAM freut sich auf viele Interessierte.

Gesundheitswoche im EIFAM vom 23.-30.11.2018
Kostenlose Konsultationen mit Voranmeldung
Europäisches Institut für Ayurveda-Medizin
(EIFAM)
Togostr. 1, 13353 Berlin
Tel. 030 – 351 32 650
kontakt@eifam.eu
www.eifam.eu

Author: Oliver Bartsch

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