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Die meisten Menschen leben Mittelmaß – möglichst schmerzfrei und angenehm durchkommen, ein großer Urlaub im Jahr, der ­Gipfel ist das neue Eigenheim. Doch das wahre Glück werden sie dabei nicht finden. Denn das liegt in der Erfüllung unserer tiefsten inneren Bestimmung, das zu werden, wozu wir hier in diesem Leben angetreten sind.

 

Du bist in diesem Leben, um deine Bestimmung zu leben – und nicht dein Schicksal. Doch wie kannst du die beiden unterscheiden? Yogi Bhajan, Meister des Kundalini Yoga und des Weißen Tantra, trifft diese Unterscheidung wie folgt:

„Bestimmung bedeutet, gemäß dem zu leben, wofür deine Seele hier auf der Erde inkarniert ist.“ Es ist diese tiefe Weisheit in uns selbst, die beständig den vor uns liegenden Weg mit ihrem Licht beleuchtet, damit wir ihn auch gehen können. „You are here on earth to walk the distance to your destiny” – du bist hier auf der Erde, um die Distanz, also den Weg zu deiner Bestimmung zu gehen. Die Bestimmung kann Entscheidungen beinhalten, die keinen Sinn machen oder zu machen scheinen, Risiken, die wir vielleicht lieber nicht eingehen sollten, Herausforderungen, angesichts derer wir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und uns verstecken würden, und Gelegenheiten, die uns dazu bringen, über unsere Grenzen hinauszugehen. Bestimmung mag sich nicht immer sicher und geborgen anfühlen. Wenn wir jedoch gemäß unserer Bestimmung leben, wird das stets ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit in uns hinterlassen.

Schicksal wiederum ist das, was wir leben, wenn wir der Zeit und dem Raum um uns herum erlauben, unsere Realität zu bestimmen. Wenn der vielfältige Druck der Gesellschaft die Stimme der Seele, des Höheren Selbst, erstickt. Wenn die Erwartungen anderer unsere eigenen Erwartungen an uns selbst einfach übertönen. Oder, ganz einfach, wenn wir den Tod vergessen, wenn wir vergessen, wie kurz und vorübergehend unser Aufenthalt hier auf der Erde überhaupt ist. Wenn wir die wichtigen Dinge auf morgen verschieben, in dem Glauben, immer ein Morgen zu haben. Falls wir so leben, nutzen wir unser kostbares Prana nicht, um unsere Bestimmung zu erfüllen.  

 

Was ist meine Bestimmung?

Niemand kann jemals das Schicksal oder die Bestimmung eines Anderen kennen. Das können wir nur für uns selbst wissen, durch Selbst-Reflexion, durch innere Arbeit, durch die Schulung unseres Bewusstseins. Im Moment des Todes wird Resümee darüber gezogen, wie die Seele ihre Zeit hier auf der Erde genutzt hat. Wir haben jeden Tag die Chance, uns durch die Praxis von Yoga, Meditation, Selbstreflexion, Gebet und Achtsamkeit selbst einzuschätzen.

Am Ende jeden Tages kannst du dich fragen: 

  • Wie viel habe ich heute mein Schicksal gelebt?
  • Wie viel habe ich meiner Bestimmung entsprechend gelebt? 
  • Wie viel habe ich meinem Ego gedient und wie viel meiner Seele?

Du kannst dir auch die folgenden zwei Fragen stellen, um über dich und dein Leben in Bezug auf deine Bestimmung zu reflektieren: 

  • Wenn ich morgen in der Lotterie gewinnen würde, würde ich dann mit dem weitermachen, was ich gerade tue?“ Falls du mit Ja antwortest, bist du auf dem richtigen Weg. Wenn es ein Nein ist, dann weißt du, dass sich etwas verändern muss.
  • Die zweite Frage lautet: „Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich dann glücklich und erfüllt sterben?” Falls die Antwort Ja ist, mach weiter so, wenn sie Nein lautet, finde heraus, was du ändern solltest.

 

Wofür bin ich hier?

Die Frage „Wofür ist deine Seele inkarniert?“ wird uns auf unserem Lebensweg nur sehr selten von Freunden, Lehrern, Wegbegleitern gestellt. Dabei ist es doch die wichtigste Frage überhaupt. Wenn wir uns bewusst machen, wie wenig Zeit wir hier auf der Erde haben, kommt das Gefühl der Erfüllung und des Erfolgs aus dem Wissen, dass ich den Weg hin zu meiner Bestimmung so gut, wie es nur geht, zurückgelegt habe.

Und wenn ich dabei in die falsche Richtung gehe? Oder auf einem Irrweg bin? 

Im Kundalini Yoga gibt es mit der „10-Körper-Numerologie“ ein sehr nützliches Instrument, um dir etwas mehr Klarheit über diesen Weg und deine Bestimmung zu geben. Sie beruht auf deinem Geburtsdatum, aus dem sich die folgenden fünf Zahlen ergeben: 

deine Seelenzahl – wird berechnet durch den Tag der Geburt. Sie steht für deine Beziehung zu dir selbst, für das, was du tun musst, um mit dir selbst in Frieden zu sein. 

Dein Karma – zeigt sich im Geburtsmonat. Er steht für deine Lernaufgabe in diesem Leben, das Thema, an dem du am meisten wachsen kannst, sowie für dein Verhältnis zur Außenwelt. 

Dein Geschenk – bilden die letzten zwei Ziffern des Geburtsjahres ab. Sie stehen für deine Talente, Gaben, Stärken, für das, was dir immer zur Verfügung steht – du musst nur darauf vertrauen und es vor allem auch nutzen.

Deine Bestimmung – drücken alle vier Ziffern des Geburtsjahres und die daraus gebildete Quersumme aus. Sie stehen für ein Thema, mit dem du in früheren Leben bereits viele Erfahrungen gesammelt hast, etwas, das dir jetzt wiederum als Instrument zur Verfügung steht, um deinen Weg zu gehen.  

Dein Weg – die Quersumme des gesamten Geburtsdatums steht für das, wofür du hier ins Leben gekommen bist, deine Lebensaufgabe, deine Erfüllung, deine Bestimmung. 

Seele, Karma und Weg sind Positionen, die innerhalb der Zehn-Körper-Numerologie als Herausforderung angesehen werden, Geschenk und Bestimmung bilden deine Stärken ab.

 

Die Bestimmung ­numerologisch ergründen 

Du errechnest die jeweiligen Zahlen, indem du sie von 1 bis 11 so stehen lässt und ab 12 ­jeweils die Quersumme bildest. Als Beispiel hier die Zahlen von Yogi Bhajan: 26.8.1929  = 8/8/11/3/10

Wenn du dir deine Zahlen anschaust und die Bedeutung der jeweiligen Zahl an der entsprechenden Position kennst, erlaubt dir das wichtige Rückschlüsse auf dein Leben, deine Verhaltensmuster, mögliche Hindernisse und Blockaden, Eigenschaften, Charakterstärken, Vorlieben, usw. Jede Zahl steht für einen der zehn Körper in der Kundalini-Yoga-Lehre. Nähere Informationen hierfür findest du u.a. bei Nirvair Singh Khalsa: „The Ten Light Bodies of Consciousness“. Außerdem kannst du dir unter www.3ho.org/tantric-numerology-reading die eigene numerologische Analyse auf Englisch ausdrucken lassen.

Ein weiterer wichtiger Hinweis für das Finden deiner Bestimmung ist deine Leidenschaft. Finde das, wofür du brennst, wofür du Leidenschaft empfindest, wofür du unermüdlich im Einsatz sein kannst, ohne dich jemals erschöpft zu fühlen. Finde das, was dir Freude und Lust bereitet und dir zusätzliche Energie, Vitalität, Lebensfreude schenkt! Dafür kannst du zum Beispiel auch schauen, was dich schon als Kind begeistert hat, wofür du ein besonderes Talent hast, wozu du uneingeschränkt JA sagst, was dir Erfüllung schenkt. Deine Bestimmung ist nicht nur etwas, was dir selbst gefällt und gut tut, sondern was auch ein Geschenk für andere darstellt, ihnen Freude bereitet, sie unterstützt und erhebt. Es ist etwas, das auch im großen göttlichen (Master)Plan seinen Platz hat und seine einzigartige Rolle erfüllt.

 

Die Schutzschicht aufweichen

Bei unserem dreitägigen Go-Shining-Prozess arbeiten wir daran, die Schutzschicht, die sich im Laufe des Lebens um deinen innersten Kern legt, zu erkennen und aufzuweichen. Diese Schicht hält dich davon ab, deine Bestimmung klar zu sehen und danach zu leben. Wenn Eltern etwas (wie Glück, Erfolg, Liebe, Lebensfreude, Weiblichkeit, Männlichkeit, Sexualität, Kreativität, Urvertrauen…) nicht leben, stark ablehnen oder tabuisieren und genau dieses deine Bestimmung ist, dann löst du als Kind diesen Grundkonflikt oft mit dem Umhüllen deines Kerns durch diese Schutzschicht. Damit ist er für unsere Umwelt nicht mehr sichtbar, für uns selbst jedoch weiter existent. Diese Überlebensstrategie hindert uns am Erkennen und Leben unserer Bestimmung, vor allem, wenn die Schutzschicht immer mehr beginnt, ein Eigenleben zu führen und wir letztendlich sogar glauben, diese Maske zu sein und nicht der Kern. Der Kern mag verdeckt sein, seine Schwingung jedoch ist weiterhin in dir lebendig und wird dich stets daran erinnern, wofür du gekommen bist. Wird die Schicht mit der Zeit zu dicht, die Maske zu starr und der Konflikt zwischen innerer Schwingung und äußerem Leben zu groß, kann dies zu Krankheiten führen. Oft sind es gerade solche Schicksalsschläge, die uns dabei unterstützen, die Schicht zu lösen, um dann für unsere Bestimmung zu gehen. 

 

Energetische Reinigung mit dem Gong

Mit dem Go-Shining-Prozess setzen wir vorher an. Hier entsteht dank Kundalini Yoga, SatsangYoga und Gongsessions ein offener Raum, den du betreten kannst, um nach und nach hinter die Maske zu schauen und sie abzulegen. Wir arbeiten an allen zehn Körpern gleichzeitig. Diese Art des ganzheitlichen und vollständigen Auftankens setzt bei jedem Teilnehmer einen individuellen Prozess in Gang, bei dem die verschiedenartigsten Manifestationen auftauchen können:

  • Körperliche Symptome oder emotionale Widerstände können Hinweise auf deine Schutzschicht sein. Schaffst du es, über Schmerzen und emotionale Anhaftungen hinauszuwachsen und die Sicht auf das „große Ganze“, also auch auf deine Bestimmung freizulegen? 
  • Mit Ängsten testet uns das Leben oft, ob wir wirklich bereit sind, unsere Bestimmung zu leben. Erlauben wir uns, so groß zu sein, so glücklich, so erfolgreich? Haben wir den Mut, unser Licht wirklich scheinen zu lassen?
  • Zweifel oder Verunsicherungen über die Frage, was deine Bestimmung ist bzw. ob du dem, was du erfahren hast, glauben kannst, zeigen oft, dass du noch nicht in der Lage bist, zwischen „Schicksal“ und „Bestimmung“ zu unterscheiden. Wenn du dann trotzdem mit Offenheit und Mut sowie dem Blick nach innen bei dir bleibst, kannst du oft neue Türen aufzustoßen, um weiter voran zu gehen auf deinem Weg.
  • Ein Gefühl von Leere kann zeigen, dass du deine Schutzschicht in diesem Prozess abgelegt hast. Schaffst du es, entspannt und leer zu bleiben, bis das Neue sich zeigt?
  • Glücksgefühle oder tiefe Zufriedenheit zeigen, dass du dich auf dem Weg zu deiner Bestimmung befindest. 

 

An den Intensivtagen konnten wir immer wieder erleben, dass der Gong in der Lage ist, Schutzschichten aus dem energetischen System der Teilnehmer herauszuschwingen, wenn sie loslassen und sich ihm hingeben können. Es kann eine heilsame Erfahrung sein, zu erkennen, dass nicht alle Arbeit von dir alleine gemacht werden muss. 

 

Vertrauen durch Kontakt zum Kern

Yogi Bhajan nennt das Wassermannzeitalter, in dem wir leben, eine Zeit, in der es keine Sicherheiten mehr gibt. Ob unsere alten Werte, Vorstellungen oder Handlungsmuster – vieles greift und funktioniert nicht mehr. Flexibilität ist unsere einzige Sicherheit, Intuition unser einziger Verteidigungsmechanismus. Was wir in dieser Zeit brauchen, ist nicht noch mehr Wissen und Theorie, sondern konkrete Erfahrung, die direkt ins Herz geht. Über diese Erfahrung verbindest du dich immer mehr mit deinem wahren Kern, deiner Essenz, die sich so wieder frei schwingen kann. Du vertraust darauf, dass alles, was du brauchst, zu dir kommt, dass du alles, was du wissen musst, bereits in dir trägst. Du weißt, dass du dich über deine Intuition in jedem Moment in das kosmische Wissen einklinken kannst. Gestärkt durch dieses Vertrauen übernimmst du wieder Selbstverantwortung für dein Leben, für deine Bestimmung, dafür, in diesem Leben die noch bestehende Distanz zu deiner Bestimmung zurückzulegen. Und dadurch erfährst du, dass du Mitschöpfer bist, „God and me, me and God are one.“ Gott und ich, ich und Gott sind eins. Das wird zu deiner direkten Erfahrung. Dann gibt es nur noch Freude, Erfüllung und Hingabe, kein Kämpfen mehr, kein Sich-ständig-Drehen im Hamsterrad. Es besteht eine Ausgewogenheit zwischen Shakti und Bhakti, der eigenen persönlichen Kraft und der Hingabe in Demut an den größeren Plan. Dann lebst und wirkst du nicht mehr allein durch deinen fünften, den physischen Körper, sondern auch durch deinen zehnten, den Strahlungskörper. Du läufst den Dingen nicht mehr hinterher, sondern ruhst in dir und lässt die Dinge zu dir kommen. Dies kommt im Go-Shining!-Logo zum Ausdruck: Du bist tief verbunden mit dem Licht deiner Essenz im Herzen, und von dort aus strahlt dieses Licht nach außen – durch alle Schichten, Muster und Facetten des Geistes hindurch, um all das in deinem Leben zu manifestieren, was deiner Bestimmung entspricht.


Abb 1: © malwa – Fotolia.com

2 Responses

  1. MartinE

    hm, ich habe da so meine Zweifel, ob man seine Bestimmung numerisch berechnen kann. Ich finde es fast ein bisschen gefährlich, daraus eine Art Wissenschaft zu machen.
    Es kann auch nützlich sein, verschiedene Dinge auszuprobieren, die nicht der eigenen Bestimmung entsprechen, um eben dies heraus zu finden und seine Lehren zu ziehen – diesen Prozess zuzulassen.

    Wenn mich jemand fragen würde, wie sie/er seiner Bestimmung folgen kann, würde ich eher dazu raten, die Bestimmung im jeweiligen Augenblick zu erspüren – sich führen zu lassen – und sich kein großes Ziel in der Zukunft auszumalen (kein Idealbild, dem wir (noch) nicht gerecht werden und uns deshalb unvollkommen fühlen und den Drang spüren wo anders hin zu müssen). Wenn wir uns zu sehr damit beschäftigen, wohin die Reise gehen könnte, kann es nämlich leicht passieren, dass wir genau das blockieren, was uns dabei helfen will und wir verkrampfen innerlich.

    Gott braucht unsere Strategien nicht, um uns zu dem zu machen, was wir sein sollen. Ich glaube sogar, es wäre ihm am liebsten, wenn ihn einfach machen lassen würden 🙂

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