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Das jährlich in Berlin stattfindende Green-Me-Filmfestival ist das sozio-ökologische Filmfestival in Deutschland und verbindet die Liebe zum Film mit der Liebe zur Umwelt. Zahlreiche „grüne” Filme und hochkarätige Publikums-Diskussionen mit Filmemachern und Experten zogen in den sieben Jahren seines Bestehens insgesamt 10000 Besucher an. Allein für 2015 zum Thema „Soil – Soul – Food“ stehen 10000 Sitzplätze für ökologisch interessierte Filmfans zur Verfügung.

Essen ist eine soziale Angelegenheit. Essen miteinander zu teilen bedeutet einander gewogen zu sein, das Leben zu teilen, die Seele zu streicheln. Das Thema Soil – Soul – Food eignet sich als Brückenschlag von „Mutter Erde“ (Soil) zu unseren Lebensmitteln (Food) und reduziert sich dabei nicht auf Agrarwirtschaft und Ökologie, sondern beleuchtet auch den emotionalen Aspekt (Soul).

Green Me wurde vor acht Jahren als romantische Idee mit einem Budget von 350 Euro ins Leben gerufen. Das Festival ist eine offene Plattform, ein Begegnungspunkt für Menschen, die sich dem Nachhaltigkeitsthema öffnen wollen und ein bewusstes Leben feiern möchten. Ein marktplatzähnliches Forum regt zum Austausch an. Es gibt Kinderfilme, Dokumentarfilme, Spielfilme sowie Filme zum Sonderthema des jeweiligen Jahres. Die Veranstalter wollen durch den Zauber der Filme Menschen berühren und für ihre Umgebung und deren Zerbrechlichkeit sensibilisieren: „Die Natur stellt uns ein wunderbares Setting, in dem wir uns täglich entfalten können. Wir möchten in Dankbarkeit gegenüber dieser Schöpfung Augen und Herzen öffnen, damit im Einklang mit der Natur ein nachhaltiger Frieden untereinander Platz finden kann.“

Maja Tittelbach vom Magazin Nachhaltig Wirtschaften (www.forum-csr.net) sprach mit Festivaldirektor Nic Niemann:

Was war eure Vision, als ihr das Festival ins Leben gerufen habt?

Die Vision war, unsere Netzwerke aus nationalen und internationalen Filmkontakten mit NGOs und Naturschutz zu verbinden. Wir dachten: Warum wird hier so viel existenzielles Wissen links liegen gelassen, so dass es kaum bekannt wird? Auch nach acht Jahren entdecken wir selbst immer noch Neues.

Wie zeigt sich euer Erfolg?

Wir sind von einer kleinen Lounge zu einem ausgewachsenen Festival mit Gala geworden, auf der 2015 die Umweltministerin spricht. Letztes Jahr gewannen wir den earthday award in den USA und das Festival war zum dritten Mal nach 2008 und 2013 auch in L.A. In Zukunft soll an sechs Standorten in Deutschland im Abstand von etwa zwei Monaten eine kleine Version des Green-Me-Filmfestivals stattfinden, bei dem eine Auswahl von Filmen gezeigt und die Idee dahinter präsentiert wird.

Ihr wollt mit eurem Festival unter anderem auch Filmemacher motivieren, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in spannende Filme zu verpacken. Warum?

„Bewusstseinsfilme“ sind wie Musik, sie müssen immer wieder anders orchestriert werden, damit sie unterschiedliche Ohren und Herzen erreichen können. Wir freuen uns, wenn wir merken, dass sich neue Blickwinkel öffnen, Glaubenssätze in Zweifel gezogen werden und viele einen offenen Blick in den Spiegel wagen. Ich denke, viele Menschen sind sich ihrer Möglichkeiten gar nicht bewusst.

Worauf liegt dieses Jahr der Fokus?

Das Motto Soil – Soul – Food zeigt in seinen Schlagworten bereits, worum es geht. Wir bewegen uns von unserem Boden aus über die dort gewachsenen Lebensmittel hin zur täglichen Befindlichkeit – der Seele und den Gefühlen. Wir erfahren Näheres über tolle Institute wie das von Klaus Töpfer gegründete IASS und sehen herausragende Filme mit Hollywoodstars.

Der angegliederte Kongress nimmt jährlich mehr Platz ein. Kann man zum Beispiel ökologisch parken? Immer gesund essen?

Was wir in den Boden schütten, essen wir ja schlussendlich. Das ist eigentlich klar, aber man ignoriert es trotzdem. Wir essen gerne gut und doch anscheinend auch gerne schlecht – warum? Wir freuen uns auf kontroverse Diskussionen, erheiternde und kritische Beiträge.

 

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