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Der Mensch ist mehr als seine rein materielle Erscheinung – das kommt nun immer mehr im Kollektiv an. Aber was bedeutet das für uns Menschen? Wie können wir dieses Wissen nutzen, um ein erfülltes Leben zu führen? Hartmut Müller hat einige zentrale Punkte zusammengefasst, ohne deren Verständnis auch wirkungsvolle Heilarbeit nur begrenzt möglich ist.

 

 

Wir wissen heute, dass es zu kurz greift, wenn viele Ärzte nur Symptome und Laborwerte behandeln. Aber auch viele “ganzheitliche” Heiler sehen hauptsächlich die Krankheitserscheinungen, die der Klient beklagt, und bearbeiten entsprechend ihrem Auftrag die Symptome. Auf das Symptom fokussiert bleibt auch beim Heilen mit geistigen Kräften die tiefere Ursache erhalten. Die Störung kommt zurück. Symptome entstehen wieder, andere Schicksalsschwierigkeiten stellen sich ein oder die Störung reflektiert in die Umgebung. Die Kinder, Partner oder der Heiler selbst müssen das Verletzende ausbaden.
Seitdem ich mit den Hinweisen aus den Büchern des russischen Heilers Sergei N. Lazarev arbeite (www.lazarew.com), halte ich folgende Thesen für die Grundlage des geistigen Heilens:

1.) Alle sichtbaren und die unsichtbaren Wesen und Dinge sind gleichzeitig Teil eines allgemeinen, alles umfassenden lebendigen Organismus, eines gemeinsamen Energiefeldes, einer Überseele. Nach bestimmten, erkennbaren Gesetzen harmonisiert sich diese Überseele ständig selbst und lässt so auf Dauer nicht zu, dass ein einzelnes Wesen sich verselbständigt und dieses Energiefeld aus der Balance bringt – so wie jeder Organismus sich aussteuert, um gesund zu bleiben.

2.) Der Fokus auf die Liebe und die Verbundenheit dieses allumfassenden Wesens zu jedem Einzelwesen sowie – vor allen anderen Dingen – die Liebe und die Verbindung des Einzelnen zu seiner Quelle hält alle in verbindlicher Beziehung mit diesem allgemeinen Feld, in Einklang mit “Gott”.

3.) Die Vernachlässigung dieser Liebe und das Sich-abhängig-Machen von irdischen Dingen vor der Liebe zu dieser Überseele führen zur Störung dieses Energiefeldes und nach einiger Zeit zu Krankheiten und Schicksalsschwierigkeiten bei der betreffenden Person und in ihrem Umfeld.

4.) Nicht-Akzeptieren dieser so entstandenen Lebensschwierigkeiten führt zu weiterem ungeeignetem Verhalten. Sich oder andere Tot-Wünschen, Verurteilen, Verachten, Wut, Missgunst, Hass, Groll, Neid, Liebe-Verweigern, Nachtragen, Bedauern, Resignation. All das verletzt die Liebe der Wesen untereinander und die Verbindung zu dieser organischen Überseele. Um sich in Balance zu halten, wird sie solches Handeln immer wieder einschränken.

5.) Alle Krankheiten und Schicksalsschwierigkeiten sind zu verstehen und zu akzeptieren als Regelmechanismen dieses Energiefeldes und können uns dazu auffordern, unsere Verhaltensweisen zu überprüfen. In den religiösen Offenbarungen und Lehren aller Völker und Zeiten sind Vorschriften über Tun und Lassen sowie über Reinigung und Heiligung enthalten, die geeignet sind, den Einzelnen in Kontakt mit diesem universalen Energiefeld zu halten oder wieder in Einklang zu bringen.

6.) Für unser persönliches Unbewusstes ist die religiöse Sprache der eigenen Kultur in der Regel am geeignetsten, die zur Heilung notwendigen Schritte aufzuzeigen. Es mag durchaus hilfreich sein, das universale, an sich unpersönliche Energiefeld wie einen persönlichen Gott anzusprechen und sich gleichzeitig “kein Bild noch irgend ein Gleichnis“ zu machen (2. Mose 20, 4 u. 5). Festgelegte, einschränkende Glaubenslehren oder Ideologien aller Art sind nicht hilfreich. Negative Gefühle gegenüber Religionsträgern, Ritualen oder Institutionen müssen ebenfalls aus dem Weg geräumt werden.

7.) Therapien, die Symptome behandeln, ohne für diese Rückverbindung (re-ligio) und geeigneteres Verhalten zu sorgen, führen zu Symptomverschiebungen im Körper, in der Zeit, ins Schicksal (Unfälle) oder in die Nachkommen und ins Umfeld.
So ständig liebevoll auf sein persönliches Energiefeld zu achten, auf Entspanntheit und Wohlgefühl des Körpers und auf ein nährendes Zusammensein mit anderen (dabei jedes einzelne Wesen wertzuschätzen und sich jedes störende Handeln und Nichthandeln bis ins unwillkürliche Denken hinein abzutrainieren) – was für eine Aufgabe. Und der Segen ist sofort spürbar.
In meinem täglichen psychotherapeutischen Vorgehen geht es also neben neuem Verstehen von Zusammenhängen, Ändern von Gefühlseinstellungen, Aufsuchen und Aufarbeiten von seelischen Verletzungen vorrangig darum, meinem Klienten zu helfen, sich selbst, seinen Körper und die Tatsache, dass er im Hier und Jetzt am Leben ist, in aller Tiefe anzunehmen. Dann ist das störende Verhalten (These 4) zu untersuchen und geeignetes Verhalten einzuüben.

Um möglichst wenige Störungen durch “gottlose Ideologien” und religiöse Verletzungen zu konfrontieren, bevor die Liebe zu sich selbst und zum Universalen Energiefeld wiederhergestellt ist, habe ich das HUNA-Konzept aus der Hawaiischen Lebensphilosophie gewählt. Der verantwortliche Wille des Ichs hilft, die emotionalen Verletzungen des Unteren Selbst aufzuarbeiten, weitere Verletzungen zu vermeiden, und verbindet sich über das Hohe Selbst mit der universalen Schöpferkraft. Ohne sich mit fremden Traditionen  auseinandersetzen zu müssen, stehen heilsame Rituale wie Ho’oponopono für Reue und Vergebung zur Verfügung. Und das Universale Energiefeld heilt und nährt, sobald sich mein Klient in eigener Verantwortung daran wieder angeschlossen hat.

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