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Vorsätze in die Tat umsetzen und die Geduld mit sich selbst nicht verlieren

 

Sie haben den Wunsch, im Neuen Jahr etwas zu verändern?
So wie im vergangenen Jahr soll es nicht weiter gehen?
Dieses Jahr wollen Sie die Veränderung anpacken,
eine Entscheidung treffen, eine andere Einstellung gewinnen?
Diesen Wunsch nach Veränderung teilen Sie mit unzähligen Menschen.

Wir nehmen uns gerne zu Beginn eines Neuen Jahres etwas vor. Oft versprechen wir anderen oder uns selbst noch in der Silvesternacht, dass etwas anders werden oder bald realisiert werden soll. Noch bevor viele ihr Anliegen konkreter benennen können, kommt allerdings bereits die Befürchtung auf, ihr Vorhaben könnte nach einer Weile im Sande verlaufen. Schließlich haben wir das nicht erst einmal erlebt.
Wollen Sie aufhören zu rauchen oder möchten Sie gerne im Jahr 2006 einen neuen Job finden? Unabhängig von Art und Größe ihres Wunsches – wenn Sie vermeiden wollen, dass er Ihnen bald wie von magischer Hand auf die lange Bank geschoben scheint oder Sie ihn gar ganz verdrängt haben, sollten Sie rechtzeitig ein paar kleine Schritte für Ihr Anliegen gehen.

Den Prozess ins Rollen bringen

Ein Veränderungsprozess beginnt genau genommen mit einem Wunsch. Dann folgt ein Punkt, an dem Sie Ihren Willen erklären:
„So geht’s nicht weiter.“ Vielleicht teilen Sie dies sogar anderen mit. Wenn es Ihnen hilft, sich damit etwas mehr kompromittiert zu haben, nutzen Sie dieses Moment für sich.

Angenommen, Sie wissen bereits, worum es Ihnen genau geht und wie Sie Ihr individuelles Veränderungsthema nennen können. Konkretisieren Sie nun, wohin Sie Ihre Reise führen soll, und Sie befinden sich bereits mitten in Ihrem Veränderungsprozess. Eine Vision verhilft Ihnen dazu, anstatt rückwärts zu schauen, eine bildhafte Vorstellung davon zu entwickeln, wie die Zukunft – bezogen auf Ihren Wunsch – aussehen soll. „Das möchte ich erreichen“ (und nichts anderes). Dieses Bild entwickelt Zugkraft, denn es ist mit positiven Emotionen angereichert! Wir streben lieber auf etwas positiv Besetztes hin, statt mühsam von etwas wegzukommen. Sie sehen es vor ihrem geistigen Auge und können es beschreiben, also in Worte fassen. Eine gute Ausgangssituation, um es ausreichend zu konkretisieren. Die Stimmung, die in der Vision liegt, wird über Helligkeit, Farben und Konturen bestimmt. Vielleicht entsteht auch ein bewegtes Bild, das Sie zeigt, wie Sie ihrem Wunsch entsprechend handeln oder in dem Zustand, den Sie anstreben. Kopfkino eben, wir kennen es alle und haben die Möglichkeit, es gezielt zu nutzen.

Ziele treffen

 

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Haben Sie aus dem Problem eine Vision gemacht, dann formulieren Sie jetzt Ziele. Formulieren Sie diese so, dass sie attraktiv klingen. Vermeiden Sie die Negation oder entsprechend bewertende Attribute: „Ich will endlich mit dem Rauchen aufhören“ oder „Ich versuche mal, doch noch einen Job zu bekommen“ – solche Formulierungen beinhalten mehr Zweifel als inneren Antrieb. Gehen Sie auch nicht davon aus, dass Sie etwas tun oder lassen müssen.

Sie handeln selbstverantwortlich, wollen etwas für sich erreichen und Sie wissen warum. Noch ein kleiner Trick: Formulieren Sie Ihr Ziel so, als sei es schon erreicht, also in der Gegenwart.

„Ich bin innerlich ruhig und gesund“, könnte zu einer Zielformulierung für Menschen werden, die das Rauchen bleiben lassen wollen. Etwas unerwartet vielleicht? Worum geht es Ihnen denn, wenn sie den Wunsch entwickeln, auf den Glimmstängel zu verzichten? Sollte es Ihnen auf die Gesundheit ankommen, verknüpfen Sie damit einen erspürbaren, körperlichen Zustand. „Ich habe pro Monat 120 Euro mehr für Konzertbesuche / gutes Essen / eine kleine Reise zur Verfügung.“ So könnte Ihr Ziel lauten, wenn es Ihnen beim Rauchverzicht um Einsparungen geht. „Ich habe eine Arbeit, in der ich meine Interessen und Fähigkeiten zum Einsatz bringen kann und gutes Geld verdiene“, wäre eine mögliche Formulierung für die Jobsucher.

Zerlegen Sie bei Bedarf ihre Ziele in Teilziele! Kleine Brocken schlucken sich leichter, Sie können sich zwischendurch mal selbst loben oder auf die Schulter klopfen lassen. Sie wissen, dass es sich schon entlastend anfühlt, wenn Sie ihr Rauchpensum reduzieren. Dann formulieren Sie ein Teilziel wie: „Ich rauche nicht mehr als zehn Zigaretten am Tag!“ Was den Job angeht, können Sie die Suche in Angriff nehmen und sich z. B. für die Strategie-Entwicklung, Kontakte und Vorstellungsgespräche Etappenziele zu setzen.

Viele Coachingmethoden integrieren eine Art Verträglichkeitsprüfung für auf diese Weise gesetzte Ziele. Nach dem „Neurolinguistische Programmieren“ überprüfen Sie z. B. mit dem Öko-Check, ob Ihre neue Einstellung oder Ihr verändertes Handeln mit seinen Auswirkungen auf Ihr soziales Umfeld immer noch für Sie stimmig ist. Wer ist von Ihrem veränderten Verhalten betroffen? Oder: Wie könnten sich andere dazu stellen? Bei Bedarf klären Sie, unter welchen Bedingungen diese Verträglichkeit erreichbar ist. Oder Sie fragen: Sind diese Folgen für mich akzeptabel? Sind auch diese Aspekte abgeklärt, können Sie ihr Ziel erfolgreich ansteuern.

Hindernisse aus dem Weg räumen

Bisher klang alles ganz einfach? Sie mussten lediglich ein bisschen nachdenken, reflektieren und sich selbst befragen? Nun sind die Zeiten des sich Zurücklehnens vorbei. Auf zur aktiven Veränderung! Packen Sie’s an!
Was Ihnen dabei passieren kann, ist z. B., dass Sie erste Erfolge erzielen, dann aber doch an den entscheidenden Punkten hängen bleiben. Was tun? Überprüfen Sie Ihre Zielstellung erneut. Ist sie noch attraktiv? Wenn nicht, formulieren Sie es entsprechend um. Was Sie dann besonders benötigen, sind Ressourcen. Andere sprechen gerne von Energie, die für die Veränderung frei sein muss. Es geht bei Ressourcen um einen weit gefassten Begriff, der häufig im Alltagsverständnis auf finanzielle Mittel eingeschränkt wird. Gemeint sind alle positiven Kräfte und Fähigkeiten, eigene und solche, die durch andere hinzukommen können, die ihnen beim Verfolgen Ihrer Ziele zur Verfügung stehen. Die ersten haben Sie bereits in der Vision angereichert, weitere finden Sie in Erfolgserlebnissen früherer Jahre oder in der Ansammlung von Fähigkeiten, die Sie sich in unterschiedlichen Lebenssituationen angeeignet haben. Sammeln Sie Ihre Ressourcen ein und nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit.

 Ein Schlüssel zum Erfolg, das wird gerade bei der Ressourcen-Mobilisierung deutlich, liegt in Ihrem Selbstwert und dem in Ihrem Bewusstsein abgespeicherten Selbst-Bild. Hinter dem Selbstwert verbirgt sich das Vertrauen in Ihre Fähigkeit, zu denken, zu verstehen, zu lernen, zu wählen und Entscheidungen zu treffen. Es erfasst zudem die Selbstachtung, die bedeutet, dass Sie sich Ihres Wertes sicher sind; dass Sie eine bejahende Haltung zu Ihrem Recht haben, glücklich zu sein.

Selbstachtung bedeutet auch, dass Sie sich wohl fühlen, wenn Sie in angemessener Weise Ihre Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse geltend machen können. Die Wurzeln für den Selbstwert liegen in der uns so nachhaltig prägenden Phase der Kindheit. Wem im Elternhaus wenig Zuneigung und Wertschätzung entgegengebracht wurde, der stößt häufig auch als Erwachsener in Prozessen der Veränderung wieder auf diesen früher empfundenen Mangel oder auf Verletzungen. Aber warum sollten diese heute noch eine Rolle für uns spielen, fragen Sie? Weil wir damals gelernt haben, auf die fehlende Zuneigung mit einem ganz bestimmten Verhalten zu reagieren. Heute ist dies zwar nicht mehr notwendig, es ist allerdings eingespielt und kommt möglicherweise immer wieder zum Vorschein, obwohl wir es gar nicht gebrauchen können.

Alte Handlungsmuster willkommen heißen

vors3.jpgDie Erfahrung ist bei vielen Veränderungswilligen, dass sie sich nach den ersten Schritten in Situationen wiederfinden, in denen sich alte Handlungsmuster durchsetzen. Das ist zwar oft mit einem erstaunlichen, allerdings nur kurzfristig anhaltenden Gefühl von Erleichterung verbunden: Wie wenn ein Fahrzeug in die alten Spurrillen gerät und dann ohne Lenkungsanstrengung geradeaus rollt, so gleiten Sie voran. Aber eigentlich wollten Sie doch etwas verändern, um der hohen Aquaplaninggefahr in den Spurrillen zu entgehen.

Kämpfen Sie nicht gegen alte Gewohnheiten an oder beschimpfen sich für Ihr „unmögliches Verhalten“. Haben Sie Geduld mit sich und begrüßen Sie innerlich die Muster mit einem gelassenen Schmunzeln. „Na, wir kennen uns doch. Es ist o.k., dass wir uns noch hin und wieder begegnen. Ich habe allerdings inzwischen eine neue Bekanntschaft gemacht, die tut mir so gut, dass ich dich nun nicht mehr brauche…“ Dass Ihre alten Muster Sie manchmal überlisten, kann Sie nicht mehr wirklich aus der Bahn werfen. So können Sie als jemand, der schrittweise verschiedene Handlungsoptionen entwickelt hat, auf neue Veränderungsziele zugehen.

Der gute Vorsatz fürs Neue Jahr? Wenn Sie an ihn denken, fühlen Sie sich jedes Mal besser.

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