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Heartfulness ist eine einfache, kostenfreie Methode der Meditation – und ein Weg, mehr Herz ins Leben zu bringen. Regina Klautschek berichtet über ihre persönliche Reise auf diesem Pfad zu innerem Frieden und heiterer Gelassenheit.

Wenn wir kleine Kinder beobachten, sehen wir, wie sie tief in ihr Spiel versunken sind. Sie leben noch ganz aus dem Moment und sind verbunden mit ihrem Ursprung – jener Dimension, aus der sie kommen. Heute werden zunehmend in Kindergärten und Schulen Übungen des Innehaltens und der Stille angeboten. Es ist ein Bewusstsein dafür erwacht, wie wichtig es ist, die Spontaneität und Offenheit des Herzens zu erhalten und die natürliche Spiritualität des Kindes zu fördern.

Auch ich erlebte meine erste geführte Meditation während meiner Schulzeit, im Rahmen eines „Einkehrtages“ in einer christlichen Einrichtung. Wir saßen im Kreis, eine Kerze wurde angezündet und in Stille vertieften wir uns. Etwas in mir wurde berührt – eine Form des Erinnerns wachgerufen. Rückblickend würde ich sagen, es war der Beginn meiner spirituellen Suche. Aber es war mir nicht bewusst, dass und wonach ich suchte. Heute erlebe ich, dass es vielen Menschen so geht, sie spüren eine vage Sehnsucht, die sie nicht in Worte fassen können …

Im Laufe meines Lebens kam ich immer wieder mit Menschen in Kontakt, durch die ich weitere spirituelle Erfahrungen machen konnte. Ich lernte verschiedene Meditationstechniken kennen, praktizierte Licht- und Ton-Yoga und wurde mit der östlichen Philosophie des Yoga vertraut. Meditation und Bewegung faszinierte mich, Eine Zeit lang praktizierte ich Tai Chi. Hier erlebte ich, wie wichtig es ist, im Moment zu sein und Geist und Körper gleichermaßen zu schulen.

Während einer Beziehungskrise, enttäuscht und traurig, meditierte ich in der Natur und kam plötzlich in die Erfahrung: „Wir sind alle eins, es gibt kein Getrenntsein, es gibt eine Liebe, die größer ist als das, was wir Menschen uns gegenseitig geben können.“ Diese Liebe wollte ich finden und in sie eintauchen. Für meine weitere spirituelle Suche legte ich folgende Kriterien fest: Die Praxis sollte einfach sein, ohne zeitraubende Rituale, kostenfrei und vor allem – mich dieser universellen Liebe näher bringen.

Sahaj Marg – Der einfache, natürliche Weg der Meditation

Bei einer Freundin sah ich eines Tages das Bild eines schönen alten Mannes; seine Augen blickten durch mich hindurch und schienen zugleich tief in meine Seele hineinzuschauen. Etwas in mir wusste: „Wenn ich jetzt frage, wer das ist, wird sich mein Leben verändern.“

Ich fragte nicht. Erst beim nächsten Besuch fasste ich mir ein Herz und erfuhr, dass dieses Foto Ram Chandra, den spirituellen Meister meiner Freundin, zeigte. Damit begann mein Abenteuer des Herzens.

Der Name meines Weges ist „Sahaj Marg“, das heißt „der einfache natürliche Weg“. Es handelt sich hierbei um eine vereinfachte Form des Raja Yoga (die höchste Form des meditativen Yoga). Im Zentrum dieser Praxis steht eine Meditation auf das Licht im Herzen:

„Schließe sanft die Augen und entspanne dich. Richte die Aufmerksamkeit auf die Quelle des Lichts, die im Herzen gegenwärtig ist. Finde zurück zu innerem Frieden und heiterer Gelassenheit.“

Regelmäßige Meditation wurde ein Teil meines Lebens. Ich beobachtete, wie mein Tag eine sanftere Qualität bekam, wenn ich ihn mit einer Meditation begann. Ich fühlte mich ruhiger und gelassener und zutiefst verbunden. In einem leisen, sich ganz allmählich vollziehenden Prozess veränderte sich mein Leben …

Ein besonderes Kennzeichen dieser Herzensmeditation ist die Übertragung; in Sanskrit wird sie als Pranahuti bezeichnet (Prana = Leben/Atem). So, wie wir die Sonne wohlig auf unserer Haut spüren, berührt die Übertragung unser Herz und wärmt es. Diese feine Schwingung und subtilste aller Lebensenergien hat auch etwas Nährendes – nach einer solchen Meditation fühlt man sich frisch und neu aufgeladen.

Wenn wir die Aufmerksamkeit auf unser Herz richten, spüren wir Freude und Leichtigkeit in uns. Das Herz ist mehr als ein Organ; in fast allen Kulturen wird es auch als Sitz der Seele betrachtet. Wir beschreiben das Wesen eines Menschen nach seinem Herzen, er ist zum Beispiel „warmherzig“ oder „herzlos“ oder „hat sein Herz am richtigen Fleck“. Wir haben Herzensangelegenheiten und können manchmal herzhaft über uns und das Leben lachen.

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