Gute Zeiten, schlechte Zeiten – astrologisch.

Die Astrologie kennt weder gut noch schlecht. Daher gibt es auch keine guten oder schlechten Horoskope, wohl aber Konstellationen, die für das eine Vorhaben gut und für das andere schlecht sind. Wer im Einklang mit der jeweiligen Zeitqualität handelt, kann sich also manches erleichtern.

Neumond am 26.12.19 um 6.13 Uhr, Berlin

Astrologischer Überblick für den Monat Januar

Der Neujahrstag 2020 fällt in eine fulminante Neumondphase, die am 26.12. mit einer Ringförmigen Sonnenfinsternis begann. Wer sich in dieser Zeit etwa in Indien, Sri Lanka oder an der Ostküste Sumatras aufhielt, konnte den funkelnden Feuerring um die verfinsterte Sonne live erleben. Für die Daheimgebliebenen funkelten zu Neumond mit SoFi immerhin die Weihnachtssterne… Das Neumondhoroskop ist mit einem Schütze- Aszendenten und dessen Herrscher Jupiter in Konjunktion zum Neumond tatsächlich ein gebührender Auftakt für Jupiters „Pilger“-Reise durch den Steinbock. Bevor es für ihn bald nur noch Wasser und Brot gibt, darf noch einmal so richtig geschwelgt und geschlemmt werden. Da der jupiterbetonte Neumond sowie Schütze- Merkur im „prominenten“ 1. Haus stehen, ist auch für reichlich himmlische Publicity gesorgt.

Diese dürfte allerdings erst in zweiter Linie Jupiter gelten. Im Januar stehlen ihm nämlich zwei andere astrologische Schwergewichte die Show: Saturn und Pluto! Für das Highlight 2020 schlechthin könnten die Rahmenbedingungen aber kaum besser sein. Mit Pauken und Trompeten, himmlischen Chören und hoffnungsfroh geschmettertem Halleluja (Schütze/Jupiter) wird eine Zeitenwende eingeläutet, die am 12. Januar 2020 ihren kalendarischen Anfang nimmt. Ihre Schatten warf sie allerdings schon länger voraus (siehe Januar-Text 2019). Jetzt steht die Saturn-Pluto-Konjunktion 2020 quasi vor der Tür.

Saturn und Pluto treffen alle 34-38 Jahre aufeinander. Im Rückblick auf die Geschichte kann die Zeit zwischen ihren Konjunktionen durchaus als Ära bezeichnet werden, die sich von der vorherigen eklatant unterscheidet. 1914-1947 war die Ära zweier Weltkriege, 1947-1982 folgte die Ära Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, aber auch Kalter Krieg und Wettrüsten mit drohender Gefahr eines Atomkrieges. In die Saturn/Pluto-Phase von 1982 bis 2020 fällt u.a. die Ära der digitalen Revolution, die Erderwärmung/Klimawandel, die EUGründung mit inzwischen 18 weiteren Mitgliedsstaaten sowie das weltweite Erstarken nationalistischer Bewegungen. Am 12. Januar 2020 beginnt nun eine neue Ära, die wiederum am 2. Februar 2054 endet.

Gleich zu Beginn dieser Zeitphase wird Großbritannien am 31.1. wohl doch aus der EU austreten. Dass dies – nach dreijährigem Bestreben – erst in der neuen Saturn/Pluto-Phase gelingt, kann durchaus als „Blaupause“ dafür gesehen werden, dass Nationalismus ein prägendes Phänomen dieser Ära sein wird. Inklusive weiterer Austritte aus der EU! Auch die im Dezember beim EUGipfel vereinbarte „Klimaneutralität bis 2050“ zählt zur neuen Ära und wird zweifelsohne in die Geschichte eingehen. Weitere Themen/Ereignisse/ Entwicklungen werden hinzukommen, die derzeit noch gar nicht absehbar sind. In die durchaus seltenen Neumondphasen mit Sonne und Mond im 1. Haus fallen überdurchschnittlich häufig geschichtsträchtige Ereignisse.

Obwohl eine Neumondphase eher mundane, überpersönliche Themen umreißt, kann das Wissen darum auch von jedem Einzelnen genutzt werden. Im Einklang mit der Zeitqualität ist man dann, wenn man sich für das nächste halbe Jahr (bis zur nächsten SoFi) realistische Ziele steckt (Steinbock-Neumond), Selbstvertrauen und Durchsetzungskraft optimiert (Jupiter/ Sonne/Mond in 1) sowie Wissen erweitert und/oder weitergibt (Schütze-Merkur in 1). In finanziellen Dingen sollte man Risiken meiden und eher bewahrend agieren (Saturn/Pluto in 2). Partnerschaften dürften kleine oder größere Veränderungen guttun und Singles mit Partnerwunsch ein Strategiewechsel bei der Suche (Venus Quadrat Uranus).

„An der Schwelle des neuen Jahres lacht die Hoffnung und flüstert, es werde uns Glück bringen.“ Alfred Tennyson, britischer Dichter

 

Wichtige Konstellationen im Januar

Vollmond Krebs/Steinbock – exakt am 10.1. um 20.21 Uhr

Merkur Konj. Jupiter – exakt am 2.1.
Gute Zeit für: Pläne schmieden, sinnstiftende Gespräche führen, den Blick auf die positiven Dinge des Lebens richten, Hoffnung schöpfen. Schlechte Zeit für: oberflächliches Blabla und sinnlose Tätigkeiten.

Merkur Konj. Saturn/Pluto – exakt am 12.1.
Gute Zeit für: Blockaden erkennen, Hindernisse meistern, Unangenehmem nicht mehr aus dem Weg gehen, sich in eine Sache vertiefen, Kündigungen aussprechen. Schlechte Zeit für: unbeschwertes Miteinander.

Sonne Konj. Saturn/Pluto – exakt am 13.1.
Gute Zeit für: Krisenmanagement, den Dingen auf den Grund gehen, schmerzhafte Wahrheiten konfrontieren, Schicksalhaftes annehmen. Schlechte Zeit für: Machtkonflikte mit Autoritäten, das Festhalten an wackligen Stühlen.

Sonne Quadrat Uranus – exakt am 23.1.
Gute Zeit für: ausgefallene Unternehmungen, verrückte Ideen in die Tat umsetzen, Veränderungen der plötzlichen Art. Schlechte Zeit für: Routinearbeiten, Entspannung.

Neumond am 24.1. um 22.42 Uhr
Gute Zeit vor Neumond für: Meditation, Insich- Gehen, Abschluss mit Altem. Gute Zeit nach Neumond für: Neubeginn aller Art.

Venus Quadrat Mars – exakt am 27.1.
Gute Zeit für: knisternde Begegnungen, Einsatz zeigen für das, was man liebt, Versöhnung nach einem Streit mit dem/der Liebsten. Schlechte Zeit für: plumpe Anmache, für Süßholzraspler und Zauderer.

Für wichtige Vorhaben im Januar Eher gute Zeiten: 1., 5., 15., 25.
Eher schwierige Zeiten: 4., 12./13., 17., 31

Autorin

astro-portrait210_3Mona Riegger

seit 1980 als Astrologin beratend und unterrichtend tätig. Buchautorin, Dozentin sowie Chefredakteurin beim astrologischen Online-Magazin „Sternwelten“, www.sternwelten.net

Tel.: 030-89502238
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 Gute Zeiten – schlechte Zeiten astrologisch

Der Dharma-Buchladen schloss Ende Januar 2019 seine Tore. Für immer! Daher gibt es dort keine  Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Vorträge mehr von Mona Riegger. Doch jedes Ende gebiert auch einen neuen Anfang. Wo und wie sich dieser gestalten wird, steht – wie immer – in den Sternen.