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Viele Menschen fühlen sich in ihren Lebenszusammenhängen gefangen – und wissen nicht, wie sie sich daraus befreien können. Im Grunde ist es ganz einfach: Der Weg in die Freiheit beginnt damit, genau hinzuschauen, wo wir uns selbst an unser inneres Gefängnis verkauft haben.

Von Ambarishah

Klären wir zunächst den Begriff Freiheit. Wikipedia schreibt dazu: „Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschied – lichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts.“

Diese Erklärung ist zugleich richtig und falsch, denn es kommt darauf an, aus welcher Perspektive du diesen Begriff betrachtest. Schaust du zum Beispiel als ein braver Bürger, der glaubt, einer Arbeit nachgehen zu müssen (die ihm eigentlich gar keinen Spaß macht), um für seinen Lebensunterhalt das notwendige Geld zu verdienen, auf den Begriff, wirst du dich womöglich nicht in dieser Arbeitssituation gefangen sehen. Es ist einfach selbstverständlich für dich, täglich zur Arbeit zu gehen, und du hinterfragst es nicht. Sobald du allerdings beginnst, den Betrachtungswinkel zu ändern (zum Beispiel dahin, dass dein oberstes Ziel Selbstverwirklichung ist, auch bei der Arbeit), wirst du an deiner Pflichtübung der täglichen Arbeit zweifeln – und schließlich vielleicht das Gefangensein in einer geregelten Arbeitnehmertätigkeit abstreifen können.

Du wirst zunehmend sagen können: „Ihr könnt mich mal …, ich mach mein eigenes Ding.“ Deine Freiheit wirst du allerdings nur vollständig erkennen, wenn du die Aspekte verstehst, mit denen du dich selbst gefangen hältst. Dich kann niemand davon abhalten, in die Freiheit zu gehen. Du bist es immer selbst, der dich gefangen hält. Jedoch hat der Schritt, sich für die Freiheit zu entscheiden, immer seine Konsequenzen, vor denen sich die meisten Menschen fürchten. Das Verrückte: Die Menschen fürchten sich in der Regel vor allem davor, allein über ihr Leben bestimmen zu müssen. Hier tritt das, was ich das satanische Prinzip nenne, ins Dasein.

Das göttliche Prinzip

Um das satanische Prinzip verstehen zu können, dürfen wir uns zunächst das göttliche Prinzip anschauen. Es berührt alles, was ist. Es ist das reine Bewusstsein, die Erleuchtung, die Christus energie, das Hinter-den-Theatervorhang-schauen- Können und die bedingungslose Liebe zugleich. Es ist die Energie des Erschaffens und Werdens. Ein Mensch, der mit diesem Prinzip verbunden ist, befindet sich vollumfänglich bei sich selbst. Er ist sozusagen vollständig zu Hause. Es fehlt ihm nichts und es wird ihm nie etwas fehlen. Weil er aus sich selbst heraus über das Wirken des göttlichen Prinzips vollumfänglich mit allem versorgt ist, was er für ein Leben in Fülle braucht, fühlt er sich beschützt.

Lebst du im Einklang mit dem göttlichen Prinzip, musst du niemanden um Rat fragen. Deine Orientierung erfolgt aus deiner Intuition heraus, da auch der Informationsfluss zu den göttlichen Ebenen in dir frei ist. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Will jemand dir schaden, wird diese Energie wie von selbst an den Absender zurückgesandt und konfrontiert ihn mit seiner eigenen Schöpfung. So ist das göttliche Prinzip aus sich selbst heraus die reine Freude des Seins. Da du vollumfänglich mit Lebensenergie versorgt bist, musst du auch keine Tiere und Pflanzen töten, um dich davon zu ernähren. Im Gegenteil, alles Leben, das an Lebensenergie verliert, kann durch deine Gegenwart und Berührung in die göttliche Norm des vollkommenen Lebens zurückkehren.

Jeder Mensch hat vollumfänglich alle Anlagen in sich, dem göttlichen Prinzip zu entsprechen. Allein die Verlockungen des satanischen Prinzips lassen die Menschen sich davon abwenden. Dadurch werden die göttlichen Ebenen verschleiert. Du drehst dem göttlichen Prinzip, also dem Licht und der Lebensenergie in dir, den Rücken zu, um der Verführung zu folgen.

Das satanische Prinzip

Das satanische Prinzip ist einfach die Verführung, sich vom göttlichen Prinzip abzuwenden. Es stellt eine wichtige Grundlage dieser Gesellschaft dar. Diese Gesellschaft ist eine Pyramiden-Gesellschaft. Wenige Menschen stehen jeweils an der Spitze von pyramidalen Strukturen, andere ordnen sich in diese Strukturen ein. Das Abwenden vom Göttlichen besteht letztlich darin, aus Bequemlichkeit, Angst oder Unwissen die individuelle Entscheidungskompetenz ans Außen und an die nächsthöhere Instanz abzugeben. Dabei übersehen die Menschen, dass sie ihre Orientierungsfähigkeit abgeben, alles aus sich selbst heraus regeln zu können. Sie sind, wenn sie sich im Außen orientieren, sozusagen nicht zu Hause.

Wer es nicht schafft, sich selbst in die Heilung zu bringen, muss beispielsweise jemanden fragen, von dem er annimmt, dass dieser sich damit auskennt. Das kann im Falle einer Krankheit ein Arzt, Heilpraktiker, Schamane, Geistheiler, Hexer, Okkultist oder anderes sein. Und da die meisten von ihnen wollen, dass ihre Kunden wiederkommen, kann man auch nicht unbedingt erwarten, dass sie einem sagen, wie man sich selbst helfen kann (zumal sie es meist selbst nicht wissen). Stück für Stück entsteht ein Geflecht von Unfreiheit.

Das abstrakte, übergeordnete Prinzip

Das Aufgeben der Freiheit ist das Aufgeben des individuellen, aus sich selbst heraus wirkenden göttlichen Prinzips zugunsten eines abstrakten, übergeordneten Prinzips. Wie das übergeordnete Prinzip ausschaut, ist dabei völlig gleichgültig. Es kann eine Gottheit sein, ein Gesetz, eine Religion, ein Staat, eine Ideologie oder irgendeine andere Hierarchie. Dieses abstrakte Prinzip kann sogar bis auf die Ebene der eigenen funktionalen Person heruntergebrochen werden. Jeder Mensch in dieser Gesellschaft ist nicht nur ein Mensch, sondern existiert auch in einer Funktion (Arbeit, Staatsangehörigkeit usw.), die für sich genommen bereits eine höhere Instanz darstellt. Wenn ich es als Mensch dieser Funktion gestatte, über mein Leben zu bestimmen, bin ich bereits an diesem Punkt gefangen, weil ich einem abstrakten, übergeordneten Prinzip diene, nämlich der Verwaltungshierarchie.

Einfach schon dadurch, dass ich einen Namen habe, hänge ich in dieser Hierarchie fest, denn Menschen ohne Namen können nicht verwaltet werden. Man muss Menschen einen Namen geben und eine Nummer und schon ist die abstrakte, also die künstliche Struktur gegeben. Diese Form des Einem-übergeordneten- Prinzip-Dienens zeigt sich bei jedem Arbeitnehmer, Beamten, Soldaten bis hin zum Geistlichen, Manager, Journalisten und Politiker. Arbeitsverhältnisse können nur dadurch existieren, dass die Menschen in ihrem Denken einem übergeordneten Prinzip dienen. Sie tun es jedoch zumeist unbewusst, weil es immer schon so war und weil sie glauben, es so tun zu müssen – „so ist halt die Welt“.

Dabei übersehen diese Menschen, aufgrund einer nicht entwickelten Bewusstheit, dass dieses Prinzip künstlich über das Menschliche gestellt wurde. Der Arbeitnehmer, Beamte, Soldat, Geistliche, Manager, Journalist und Politiker weiß aber durchaus, dass er seine eigene Menschlichkeit zuhause lassen muss. Bei der Arbeit ist er nicht als Mensch gefragt, sondern es wird von ihm verlangt, dass er dem Arbeitsauftrag entsprechend funktioniert. Sobald er beginnt, darüber nachzudenken, was er da eigentlich macht, dass er etwa gegen seine moralische Instanz (moralisches Selbst, Über-Ich) in sich verstößt, wird er auch darüber nachdenken müssen, wie er aus dieser Gefangenschaft herauskommen kann.

Eine der häufigsten Ausreden, nicht die moralischen Aspekte im eigenen Handeln betrachten zu wollen, ist die, dass man nur seine Pflicht tun müsse und man seine Anweisungen habe. Im Job sei es halt so, dass man seine Menschlichkeit zuhause lassen müsse. Man sei dadurch, dass man nur seine Pflicht tut, selbst nicht schuld am Unglück der anderen. Fakt ist: Personen, die eine Funktion erfüllen, können zwar juristisch aus ihrer Verantwortung herausgenommen werden. Doch das gilt nicht für den Menschen an sich, den letztlich kein Gesetz vor seinem Gewissen schützt. Viele Menschen haben Angst, an diesem Punkt genau hinzuschauen und die eigene Verantwortung zu sehen – und bleiben darum lieber im Gefängnis ihrer äußeren Strukturen.

Die Selbsterhaltung des Systems

Ein Mensch ist ein Mensch, Punkt. Aber nicht für ein System, das in sich selbst eine künstlich erschaffene und über die Menschen gestellte Struktur, ein abstraktes, übergeordnetes Prinzip ist. Es muss aus Gründen der Selbsterhaltung dafür sorgen, dass sich die Menschen nicht als Mensch erkennen. (Was es bedeutet, sich als Mensch zu erkennen, ist ein längerer Exkurs und würde hier zu weit führen. Unter https://selbstheilung. me/meine-heilung/erklarung/ habe ich versucht zu erklären, weshalb ich mich nicht mehr als Person, sondern als Mensch betrachte.) Aufgrund der Selbsterhaltung pyramidaler Strukturen entstehen wiederum Systeme – wie Religionen, Ideologien und Gesellschaftsmodelle –, die das Prinzip stützen.

Alle Strukturen, die das Prinzip infrage stellen, müssen demnach bekämpft werden. Und alle Strukturen, die das Prinzip stützen, werden aus sich selbst heraus gefördert. Im Umkehrschluss heißt das, dass alles, was durch das System bekämpft, verunglimpft und zerstört werden soll, nicht dem satanischen Prinzip dient. Es strebt nach einem Ausstieg aus diesem Prinzip. Den gibt es jedoch nicht im System, sondern nur außerhalb der Matrix. Denn jedes Konzept, jede Idee, die einen Kopf und eine Führungsebene hat, sowie viele weitere Menschen, die dem Konzept und der Idee folgen, bilden aus sich selbst heraus wieder eine pyramidale Struktur. Deshalb müssen wir uns nicht darüber wundern, in welcher Gesellschaftsstruktur wir leben, weil wir es selbst sind, die diese Strukturen stützen.

In der Matrix, in der wir leben, sind unsere Denk-Strukturen unbewusst programmgesteuert. Von oben betrachtet lässt uns das wie Marionetten ausschauen. Doch der Mensch kann auch ohne ein einziges Gesetz, ohne einen Glauben und ohne einen Chef existieren. Die Selbsterkenntnis, der Schöpfer seiner selbst zu sein, der als Mensch in diese Welt hineinwirkt, führt wie von selbst aus dem pyramidalen System heraus. Auf dem Weg heraus aus der Fiktion begegnen wir uns unweigerlich selbst. Viele Erkrankungen, Süchte, Blockaden und Konflikte begründen sich darauf, dass eine Dissonanz zwischen dem göttlichen Prinzip in uns und der durch uns selbst erschaffenen Fiktion entstanden ist.

Du hast dich mit deinem freien Willen dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen, als dem göttlichen Prinzip in dir zu entsprechen. Erkrankungen sind wie Hinweise von den göttlichen Ebenen in dir zu verstehen. Sie wollen dir sagen: „Schau doch mal hin, du bist vom rechten Pfad abgekommen.“ Sobald die Korrektur vorgenommen wurde, gehen die Erkrankungen zumeist sofort und kommen nie wieder.

Dir die Freiheit selbst geben

Was wir Menschen brauchen, ist ein erweiterter Horizont, ein höheres Bewusstsein und die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann. Natürlich kann man niemandem sagen, dass er aufwachen soll.

Das kann nur jeder Mensch für sich selbst erledigen. Und jeder bestimmt auch selbst, wie weit und wie viel er aufwachen möchte. Die Menschheit steht augenblicklich vor einer der größten Herausforderungen. Dabei ist es so einfach. Ja, die Lösung ist wirklich ganz einfach. Du darfst lernen „Nein“ zu sagen. „Mit mir könnt ihr das nicht mehr machen.“ Aber ohne damit Unfrieden auszulösen. Du kannst von niemandem verlangen, dir die Freiheit zu geben oder dich in die Freiheit zu entlassen. Du kannst aber an jeder deiner Handlungen betrachten, welchem Prinzip du folgst. Der Rest stellt sich ganz von alleine ein. Sobald es dir gelingt, dich selbst zu beobachten, gelingt es dir auch, dir deine Freiheit bewusst zu nehmen.

Alles ist nur ein Spiel

Da wir uns dann dennoch weiterhin in dieser Matrix arrangieren müssen – es gibt ja noch eine Familie, Freunde, dies und das – dürfen wir alles, was Menschen untereinander tun oder nicht tun, als ein Spiel zwischen ihnen verstehen. Es sind Theaterstücke, die sich die Menschen gegenseitig vorspielen. Bei der Arbeit spiele ich vielleicht die Rolle eines Polizisten, und wenn ich nach Hause komme, spiele ich den verständnisvollen Vater und danach im Bett einen starken Mann.

Jeder spielt seine individuellen Spiele mit anderen Menschen. Wie und warum sie so miteinander spielen, ist deren Sache. Sie dürfen das und wir können – aber müssen nicht – in deren Spiele einsteigen. So kann jeder Behördengang, jede Zahlung der Miete, jede Arbeitsanweisung als ein Spiel betrachtet werden. Kannst du die Dinge so sehen, wird alles viel entspannter. Die Menschen, die noch auf die Straße gehen müssen, um etwas zu fordern oder um gegen etwas zu protestieren, wissen noch nicht, dass sie nur ein Spiel spielen und andere dazu auffordern, in ihr Spiel einzusteigen. Menschen, die mit dir ihr Spiel spielen wollen, konfrontieren und provozieren dich.

Sie fordern dich auf, in die Austragung ihrer Spiele einzusteigen. Wenn du weißt, dass es sich nur um Spiele handelt, die oft dazu dienen, von dir Energie abzuziehen, also dir Stress und Ärger zu bereiten, kannst du immer frei entscheiden, ob du in ihre Spiele einsteigst oder nicht. So kannst du jede Konfrontation an dir vorbeiziehen lassen, wenn du es willst. Wirkliche Freiheit ist keine Träumerei. Sie ist das Arrangement mit dir selbst, den Weg in deine Selbstbefreiung zu gehen. Probiere es aus. Es ist wirklich ganz einfach.

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