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Vom 7. bis 16. August werden AktivistInnen aus der ganzen Welt zehn Tage in Tamera, Portugal, zusammenkommen und darüber nachdenken, wie die Arbeit für den Systemwechsel Erfolg haben kann.

„In dieser entscheidenden Zeit stehen wir auf, um das Leben zu schützen. Gemeinsam mit Millionen von Menschen auf der Welt verteidigen wir das Heilige, wo immer wir sind. Aus der Tiefe unseres Seins sagen wir NEIN zum Wahnsinn der Normalität. Nein zu jeder Gewalt. Nein zur Zerstörung der Natur und der Ausbeutung von Menschen und Tieren. Nein zu einem System, das auf Ungerechtigkeit, Rassismus und Krieg beruht. Nein zur Doppelmoral und Lüge unserer Zeit. Gleichzeitig sagen wir JA zu planetarischen Lösungen und Alternativen.“

So beginnt die Einladung zu einem Sommercamp von und für Menschen, die wirksame Protestformen suchen, die Alternativen und Lösungen bereits einbeziehen. Sacred Activism – zu deutsch „Heiliger Aktivismus“ – bezieht sich auf den Widerstand der Indianer in Standing Rock, die in den USA gegen die Dakota Access Pipeline kämpften. Am Ende bildeten 20.000 Menschen aus über 200 indianischen Nationen das Widerstandscamp auf dem geplanten Baugelände. Tag und Nacht brannte ein Gebetsfeuer. Auch nachdem der amerikanische Präsident Trump das Camp auflösen ließ, war der Geist des Widerstands nicht gebrochen. Weltweit kam es zu ähnlichen Aktionen zum Schutz von Erd- und Menschenrechten – der Funke von Standing Rock hat sich global entfacht.

Im August werden AktivistInnen aus der ganzen Welt zehn Tage in Tamera, Portugal, zusammenkommen und darüber nachdenken, wie die Arbeit für den Systemwechsel Erfolg haben kann. Am 12. August werden die Teilnehmer an der nahegelegenen Küste eine künstlerische Widerstandsaktion gemeinsam mit lokalen Aktivisten durchführen – zum Zeichen gegen die immer noch drohenden Ölbohrungen und das Offshore-Fracking.

Tamera ist eine Schule und Forschungsstation für konkrete Utopie in Portugal. Heute leben und arbeiten hier auf einem Gelände von 150 Hektar zirka 170 Menschen. Der erste Gründungsgedanke war die Entwicklung eines gewaltfreien Lebensmodells für Mensch, Tier und Natur. Bald wurde klar, dass im Mittelpunkt dieser Arbeit die Heilung der Liebe, der Sexualität und Partnerschaft, die Heilung der menschlichen Gemeinschaft stehen muss. Es kann auf der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.

Zu den ökologischen und technologischen Forschungsthemen Tameras gehört der Aufbau einer Retentionslandschaft für die Heilung des Wassers und der Natur sowie eines Modells für regionale Energie- und Lebensmittelautarkie. Mit dem „Globalen Campus“ arbeiten die Bewohner in einem globalen Netzwerk an den sozialen, ökologischen und ethischen Grundlagen für eine neue Erde, Terra Nova.

Mehr Infos auf www.tamera.org

 

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