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SEIN: Herr Fitzek, Sie bezeichnen sich als Visionär. Würden Sie uns Ihre Vision in einigen Sätzen zusammenfassen?

Peter Fitzek: Meine Vision ist, dass Deutschland sich erneuert, indem die Menschen lernen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zu organisieren und Gesellschaftsstrukturen zu erschaffen, die sie auch selbst wollen. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Menschen alternative Modelle kennen und auch gewillt sind diese Modelle für sich selbst umzusetzen.

SEIN: Soll das in Kooperation mit dem Staat geschehen?

Peter Fitzek: Mit den Menschen des Staates. Der Staat in seiner jetzigen Ausrichtung nimmt seine Aufgabe, seinen Bürgern gemäß den Menschenrechten die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, die eigene individuelle Persönlichkeit zu fördern und die Möglichkeit, individuelles Glück zu erfahren, nicht wahr. Das schafft dieser Staat nicht mehr, da die Grundsysteme des Staates so ausgelegt sind, dass die Menschen für diejenigen arbeiten, die die Macht über das Geld haben. Ich möchte Strukturen schaffen, die es ermöglichen, dass Menschen sich nicht mehr über andere Menschen erheben können und dass jedem Menschen der Zugang zu Glück und Entwicklung der Persönlichkeit offen steht.

SEIN: Wie sehen Sie die Chancen für eine Großstadt wie Berlin, einen Wandel in diesem Sinne erfolgreich anzustoßen? Ist Berlin nicht zu groß und zu träge?

Peter Fitzek: In ländlichen Regionen ist es schwerer, regionale Wirtschaftskreisläufe zu schaffen. Ich denke, dass es gerade in Berlin einfach ist, dort, wo viele Menschen nahe beieinander sind, um Waren und Dienstleistungen z.B. mit Hilfe eines Regionalgeldes miteinander auszutauschen. In Berlin gibt es viele spirituelle Gruppen und Zentren. Diese müssen nur vernetzt werden und lernen, nach neuen Systemen zu arbeiten.

SEIN: Sie schreiben, dass wir nach der gegenwärtigen Rechtslage in Deutschland keine gültige, vom Volk gewählte Verfassung haben, sondern lediglich ein durch die westlichen Aliierten geschaffenes Grundgesetz mit dem Status eines besatzungsrechtlichen Mittels. Sie arbeiten gegenwärtig an einer neuen Verfassung für Deutschland. Warum tun Sie das?

Peter Fitzek: Die Grundlagen eines Staates sind die vier Komponenten Staatsvolk, Staatsgebiet, hoheitliche Gewalt und eine staatliche Verfassung. Wenn wir neue institutionelle Organe eines neuen Deutschlands schaffen wollen, müssen wir zunächst diejenigen Menschen, die das theoretische Wissen haben motivieren es auch praktisch zu vollziehen. Dann, wenn diese institutionellen Organe nach neuen Systemen geschaffen wurden, ist es an der Zeit , sich ein neues Rechtssystem zu geben. Das Rechtssystem ist ja eine Vereinbarung , nach welchen Regeln wir alle miteinander leben wollen. Eine Verfassung die den Namen verdient, wäre eine Verfassung, die die Rahmenrichtlinien erstellt, dass kein Mensch aus egoistischer Motivation, aus Profitinteresse, aus Kontrollinteresse heraus wieder die Möglichkeit hat andere Menschen zu knechten, die nicht in der Lage sind solche Machenschaften zu durchschauen.

Und diejenigen, die mehr Macht, mehr Geld, mehr Intelligenz haben, sollen auch mehr Verantwortung für das Allgemeinwohl übernehmen. Eine neue Rechtsstruktur wäre so lange noch erforderlich, wie Selbstverantwortung nicht von jedem Menschen begriffen und umgesetzt wird. Deswegen braucht es ja Recht dort, wo Ethik fehlt. Und da ich nicht erwarten kann dass jeder Mensch höchststehende Ethik besitzt, ist es noch zwingend erforderlich, Rahmenrichtlinien zu schaffen, die eben Gleichheit auch für alle ermöglicht und niemanden benachteiligt.

SEIN: Und das gibt das Grundgesetz ihrer Meinung nach nicht her.

Peter Fitzek: Auf keinen Fall.

SEIN: Würden Sie uns bitte kurz schildern welche essentiellen Merkmale Ihrer Auffassung nach eine zeitgemäße Verfassung aufweisen sollte.

Peter Fitzek: In einer Verfassung müsste z.B. festgelegt werden, nach welchen Kriterien das Geldsystem zu funktionieren hat. Durch das momentane monetäre System sind die Menschen, die wenig haben, gegenüber denjenigen benachteiligt, die viel haben. Es müsste festgeschrieben sein, dass ein zins- und zinseszinsloses Tauschmittel Verwendung findet und nach welchen Richtlinien dieses Tauschmittel in den Wirtschaftskreislauf gelangt und dort wirkt. 

Ein weiterer Punkt ist, dass das Grundgesetz und auch andere Gesetze es ermöglichen, dass Menschen ungestraft Fehlhandlungen begehen, indem Politiker, Richter und gewisse andere Personen Schutz durch das System bekommen. Beispielsweise steht in der Landesverfassung, dass ein Politiker nur, wenn er innerhalb 24 Stunden nach einer Straftat gefasst wird, vor Gericht gestellt werden kann. Gerade Personen, die Macht über andere ausüben, haben ganz besondere Verantwortung und sollten aufgrund von Gesetzen ihre Macht nicht missbrauchen dürfen.

SEIN: Wie wollen Sie denn, wenn Ihr Entwurf einer neuen Verfassung steht, dafür sorgen, dass die Menschen Kenntnis davon erlangen? 

Peter Fitzek: Ich denke, es macht erst Sinn, bei den Menschen das Bewusstsein dafür zu entwickeln, damit sie diesen neuen Verfassungsentwurf auch lesen. In der Bundesrepublik haben wahrscheinlich gerade einmal ein Prozent das Grundgesetz gelesen, weil sie auch kein Interesse daran haben, Derartiges zu lesen. Viele Menschen sind durch ihre Lebensumstände und durch das bestehende Wirtschafts- und Währungssystem derart in ihrem Existenzkampf gefangen, dass sie nicht den Nerv, die Zeit und die Kraft haben, sich mit rechtlichen Dingen auseinanderzusetzen. Sie müssen diesen Teil der Verantwortung abgeben. Weil ihr Desinteresse da ist, werden sie auch so leicht beherrscht. Wenn der Mensch Selbstverantwortung übernimmt, ist das der erste Schritt. Dann sollte er gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, so dass er sich als Teil dieses Staatsgefüges begreift und seine Verantwortung erkennt. Er sollte erkennen, dass es wichtig ist, sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um seine Mitmenschen zu kümmern.

SEIN: Wäre es nicht gerade im Zuge eines neuen Verfassungsentwurfs zwingend, ein Verfassungsreferendum anzustreben? Die Grundlage eines jeden Staatsgebildes ist es ja, über eine gemeinsame Verfassung abzustimmen. Es gab ja einen, (noch nicht ratifizierten) Entscheid über die EU-Verfassung, die uns somit auch wieder nur übergestülpt wurde. Wir stehen gar nicht in der Tradition, über uns selbst abstimmen zu dürfen.

Peter Fitzek: Deswegen denke ich, dass es auch nur ein Volk kann, das wirklich Selbstverantwortung übernimmt, sich ganzheitlich um die Belange des Staates kümmert und sich selbst als der Staat begreift. Ein Volk, das erwacht ist, wird sich sicherlich eine ganz andere Verfassung geben, als Menschen, die dieses Verständnis nicht haben. Wir müssen zunächst ein Bewusstsein dafür entwickeln z.B. für ein neues Geldsystem, mit dem wir viel entspannter arbeiten können. Oder für ein Staatsmodell, dass ganz ohne Steuern funktioniert. Wenn wir erfahren, dass das in der Praxis funktioniert, dann kann das auch mit in eine neue Verfassung hinein. Momentan wird es viele Widerstände geben, da viele nicht glauben können, dass man einen Staat ohne Steuern organisieren kann.

SEIN: Kann man das uns übergestülpte Grundgesetz nicht als eine damals notwendige Maßnahme bezeichnen, die nach dem Zweiten Weltkrieg einfach zwingend war, um die Menschen dazu zu bringen wieder Mut zu schöpfen, anzupacken, aufzubauen.

Peter Fitzek: Ich bin der Meinung, dass wir in Deutschland jetzt wieder eine riesengroße Chance haben. Wir haben die Möglichkeit mit den Menschen, die bereit sind, Selbstverantwortung zu übernehmen, neu anzufangen. Wer keine Verantwortung übernehmen möchte, kann sich weiter in das bestehende System hineinfügen. Das ist ihr gutes Recht. Nur wir selbst sagen jetzt halt und stopp. Das kann man in anderen Ländern nicht. In anderen Ländern würde es eine Revolution benötigen um etwas zu verändern. Hier brauchen wir das nicht. Hier können wir langsam in eine neue Struktur hineinwachsen, die wir uns selbst geben können. Das Besatzungsstatut, das wir haben, erlaubt uns genau das.

SEIN: In anderer Hinsicht ist das Besatzungsstatut im Grunde genommen eine Handhabe der ehemaligen Alliierten, allen voran der USA, solche Entwicklungen, die Sie sich für Deutschland wünschen, zu verhindern.

Peter Fitzek: Das kann man sehen wie man will. Die Besatzer üben Druck auf die Bundesregierung aus. Sie gibt diesen Druck weiter. Meine Erfahrung ist, dass diejenigen, die nicht auf eine Konfrontation mit dem System aus sind, auch keine Probleme mit dem System bekommen. Es setzt sich wohl immer mehr die Erkenntnis durch, dass diejenigen, die sich selbst verwalten wollen, in Ruhe gelassen werden sollen. Wir können jetzt vorleben, dass wir uns selbst besser organisieren können, als der Staat uns jetzt organisiert.

Ich finde es durchaus positiv, dass der Druck von Seiten der Bundesregierung auf den Einzelnen erhöht wird, so dass sich die Spreu vom Weizen trennt und die Menschen erkennen, ich muss mich jetzt bewegen. Individuell wie im Kollektiv. Durch den Druck, den wir jetzt haben, merken wir, wie verwöhnt wir durch unseren Wohlstand eigentlich sind. Und jetzt bricht das nach und nach weg. Jetzt kommen immer mehr Menschen zum Nachdenken und sagen sich, so kann es nicht mehr weiter gehen. Nur weil wir reich sind, erkennen wir ja, wie uns jetzt die Felle wegschwimmen.

SEIN: Streben Sie eine offene Diskussion mit dem alten System an?

Peter Fitzek: Immer! Auf jeden Fall. Ich setze mich sehr gerne mit den Politikern und auch mit den Menschen in den Behörden auseinander. Diejenigen, mit denen ich darüber spreche, sind sich manchmal dieser Rechtsauffassung bewusst. Die wissen, dass sie in einer BRD-GmbH leben und Erfüllungsgehilfe der Besatzungsmächte sind. Auch sind einige darüber aufgeklärt, dass der Treueeid, den man von ihnen verlangt hat, gegen das Völkerrecht verstößt und das Artikel 25 des Grundgesetzes besagt, dass das Völkerrecht Vorrang vor dem Bundesrecht hat. Ich biete der Politik an, wenn sie es will, mit uns zusammenzuarbeiten und diese neuen Systeme zu unterstützen.

SEIN: Fühlen Sie sich durch den großen Reformator Martin Luther inspiriert, der ja auch von Wittenberg aus seine Thesen erfolgreich in Europa verbreitet hat?

Peter Fitzek: Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum mich Gott nach Wittenberg geschickt hat um diesen Job zu machen. Bei uns an der Kirche prangt z.B. die These 96. „Höre nie auf quer zu denken“. Das nehme ich mir sehr zu Herzen und arbeite auch daran. Wittenberg ist auch geomantisch betrachtet ein wichtiger Punkt und viele Revolutionen des Abendlandes sind gerade deswegen von Wittenberg ausgegangen. Die Stadtkirche, die Schlosskirche, die Kirche in der Fleischerstraße und die Christuskirche sind in einer geraden Linie zu den Externsteinen, zu Detmold gebaut worden. Da sehen wir, dass die alten Kulturen um die geomantische Bedeutung genau Bescheid wussten. Und das Lichtzentrum liegt genau auf dieser Energielinie. Insofern hat sich Gott schon was dabei gedacht, mich genau dahin zu setzen, um diese Arbeit zu machen. Ich kenne meine Rolle, und ich nehme sie auch gerne an. Ich weiß, dass eine neue Reformation ansteht. Und wenn man die alten Prophezeiungen anschaut, dann ist es auch so, dass von Deutschland die Veränderung der Welt ausgehen wird. Und der optimale Ort für Reformation ist Wittenberg. Nicht ohne Grund hat Angela Merkel, unsere Bundeskanzlerin, ihren Wahlkampf in Wittenberg gestartet.

SEIN: Dürfen wir Sie demnächst einmal zu einem Vortrag in Berlin begrüßen?

Peter Fitzek: Ja gerne. Es würde mich sehr freuen, Menschen zu treffen, die auch in Berlin etwas bewegen wollen.

Herr Fitzek, vielen Dank für das Gespräch.

Kontaktdaten der Kooperationsgemeinschaft

Verein Ganzheitliche Wege e.V.
Coswiger Straße 7
D-06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: 03491 409 439
info@ganzheitliche-wege.net
www.ganzheitliche-wege.net

Lichtzentrum Wittenberg
info@www.lichtzentrum-wittenberg.de
www.lichtzentrum-wittenberg.de

ENGELgeld
info@engelgeld.de
www.engelgeld.de

Kooperationskasse
info@kooperationskasse.de
www.kooperationskasse.de

Der Gesundheitsfond
info@der-gesundheitsfond.de
www.der-gesundheitsfond.de

NeuDeutschland
kontakt@neudeutschland.net
www.neudeutschland.net

2 Responses

  1. Jürgen Greiser

    Ja, natürlich und dreimal ja! Montag, den 23. August 2010

    Einen Neuanfang in Zusammenarbeit mit allen einsichtigen Bürgern!
    Denn im Falschen läßt sich nichts richtig machen.

    Nur der Neubweginn muss erst einmal bei jedem Bereitwilligen selbst
    durch Bewusstmachung und Kultivierung der eigenen Person anfangen. Denn im Prinzip weiß man was man will, wie man leben möchte, wie man im Staat etwas zum Besten des Volkes verändert. Aber es scheitert, muss scheitern aus Gründen der charakterlichen Unausgegorenheit und menschlichen Unzuverlässigkeit ihrer Protagonisten.

    Ideale sind äußerlich aufgepfropfte, nicht lebensfähige Konzepte.
    Und Gutmenschen, die ihnen hinterherspringen und an ein Idol glauben
    welches verspricht sein Volk inmitten charakterlich verschrobener, raubtier-hafter Dominanz ins Glück zu führen, – sie sind wirklich naiv.

    Leben recht vollzogen und erfüllt, ist ein von Grund auf aufbauender, gegenwärtiger Vollzug auf allen Feldern unserer menschlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Konzeptlos sich seines Menschseins,
    seines geistigen Adels bewusst zu werden, einzutauchen in die Genialität und Liebe unserer schöpferischen Existenz, raus aus allem Machwerk
    unserer zeitbedingten Reaktionen und Vorurteile, jenseits von allem Flickwerk menschlicher Ratio, das ist der einzig befreiende Weg, der
    zu allen Zeiten allen Menschen gleichermaßen offen steht.

    Liebe Grüße nach Wittenberg aus dem Schwarzwald!

    Antworten
  2. Gerhard Exner

    Ein hervorragender und richtiger Ansatz auf dem Weg zur Vernunft , Menschlichkeit und zum natürlichen und nachhaltigem Leben!
    Ihn allseitig mit Leben zu erfüllen wird nicht leicht werden.
    Packen wir es gemeinsam an !

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