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„Ich bin sicher, dass LSD nie mehr aus der menschlichen Gesellschaft verschwinden wird und also genügend Zeit vorhanden ist für die Erfüllung seiner evolutionären Aufgabe als ein Hilfsmittel für das Erkennen und das Bewusstwerden der Schönheit, des Wunders und der Majestät der Schöpfung.“

(Albert Hofmann, der Entdecker des LSD, zum 60. Jahrestag seiner Entdeckung, 1989)

 

Wenn man bedenkt, dass psychoaktive Substanzen viele tausend Jahre eine wichtige Rolle in  Spiritualität, Medizin und psychischer Heilung gespielt haben, kann es nur verwundern, wie das therapeutische Potential dieser Stoffe seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts so aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden konnte. Die Frage, ob Drogen auch in einer modernen Psychotherapie ihren Platz haben könnten, kann man nicht einfach mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Nachfolgend der Versuch einer groben Standortbestimmung unter Berücksichtigung meiner Erfahrungen als Psychologe – unter anderem jahrelang als Therapeut in einer Suchtklinik – und  der Integralen Philosophie nach Ken Wilber. Da eine ausführliche Beschreibung der Topographie des Bewusstseins nach Wilber den Rahmen des Artikels sprengen würde, muss hier auf die Originalliteratur verwiesen werden bzw. auf eine ausführlichere Zusammenfassung derselben in dem YouTube-Video „Die psychedelische Erfahrung im integralen Bewusstseinsmodell“.

 

 

Fast alle Kulturen haben Methoden entwickelt, die Grenzen zum Unbewussten zu überschreiten. Demnach scheint es ein »natürliches Bedürfnis nach veränderten Bewusstseinszuständen« (A. Weil) zu geben. Die Integrale Philosophie begründet das mit einer der Evolution immanenten Tendenz nach mehr Komplexität (Fülle) und mehr Wachheit. Bei Letzterem geht es um die Integration subtiler (Traumschlaf) und kausaler (Tiefschlaf) Bewusstseinszustände in das manifeste Wachbewusstsein, Zustände, die jeder Mensch (unbewusst) erlebt und deren bewusste Erkundung das Anliegen jeder spirituellen Praxis ist. Die bekanntesten Methoden sind ­Reizentzug (z. B. Meditation, Dunkeltherapie) und Reizüberflutung (z. B. Trancetechniken, Extremsituationen), Überschreiten körperlicher Grenzen (wie z. B. Schlafentzug und Fasten in Initiationsriten), aber eben auch die ­rituelle Verwendung geeigneter psychoaktiver Substanzen. Verschiedene Ethnologen gehen davon aus, dass die zufällige Einnahme psychoaktiver Pflanzen im Zuge der Erkundung der Umwelt nach Nahrung für den frühen Homo ­sapiens zur Grundlage von Religion und Spiritualität wurde. Die dabei erlebbaren Phänomene können trotz der durch den jeweiligen Bewusstseinszustand vorgegebenen Grundcharakteristik sehr unterschiedlich sein, da Wahrnehmung und Interpretation stark von der erreichten Bewusstseinsebene des jeweiligen Menschen beeinflusst werden. 

Im Hinblick auf eine Verwendung innerhalb der Psychotherapie ist natürlich die Wirkungsrichtung der interessanteste Punkt. Man stellt dabei fest, dass es grundsätzlich zwei Richtungen gibt: Die Veränderung der Erregung (arousal) und die Veränderung der Wahrnehmung (perception). Zu der ersten Gruppe gehören Substanzen, die vorrangig auf das Dopaminsystem wirken. Diese Drogen haben einen aufputschenden bzw. beruhigenden Einfluss gleichermaßen auf Körper und Bewusstsein. Zu ihnen gehören:

a)  dämpfende Drogen (insbesondere Alkohol, Heroin und andere Opiate, Benzodiazepine 

u.a., entspannende, schmerzlindernde, schlafinduzierende und betäubende Medikamente), hier zusammenfassend als »Tranquilizer« oder »Downer« bezeichnet.

b)  antriebssteigernde, euphorisierende Drogen (insbesondere Kokain und Amphetamine (Speed, Crystal u. a.), auch Nikotin, Koffein, verschiedene Anti­depressiva etc.), auch als »Psycho­stimulantien« oder »Upper« bekannt.

Beide Gruppen sind generell durch ein hohes Suchtpotential gekennzeichnet, wobei körperliches bzw. seelisches Abhängigkeitspotential von Substanz zu Substanz differieren. Viele von ihnen führen beim suchthaften Missbrauch zu schweren körperlichen Schäden. 

 

Die Substanzen, die die Wahrnehmung verändern, sind dadurch gekennzeichnet, dass sie schwerpunktmäßig über das Serotoninsystem den Bewusstseinszustand des Menschen beeinflussen. Körperliche Veränderungen sind bei ihnen eher die Folge des inneren Erlebens. Zu diesen Stoffen gehören:

a)  Substanzen, die zu veränderten Wachbewusstseinszuständen führen, insbesondere Tryptamine wie LSD, Psilocybin (Zauberpilze) und DMT (Ayahuasca) sowie ss-Phenylethylamine (2C-B, Meskalin). Von den vielen Bezeichnungen (Halluzinogene, Psychotomimetika etc.) wird hier der Begriff »Psychedelika« bevorzugt, da die darin enthaltene »Bewusstseinserweiterung« meines Erachtens diese Substanzen am besten charakterisiert. Diese Substanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum Suchtpotential haben und bei maßvoller Verwendung auch nicht zu körperlichen Schäden führen. Durch ihre starke psychogene Wirkung kann es bei unbedachter Anwendung allerdings zu seelischen Schäden kommen. 

b)  Substanzen, die aus veränderten Wachbewusstseinszuständen zurück in die Normalität führen. Den Kern dieser Gruppe bilden die Neuroleptika, mit denen die Medizin versucht, Psychosen in den Griff zu bekommen. Da diese Medikamente gut erforscht sind und es hier um die psychedelischen Erfahrungen im Engeren geht, seien sie nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Da die Übergänge zwischen den Wirkungsrichtungen fließend sind, gibt es noch »Zwitter« wie die Empathogene (z.B. MDMA = Ecstasy) und die Dissoziativa (z.B. Ketamin). 

 

 

Die therapeutisch interessanten Substanzen (z. B. LSD, Psilocybin, DMT, Meskalin etc.) ermöglichen es – abhängig von innerer Ausrichtung und Setting – normalerweise unbewusste Bereiche des Seins und des Bewusstseins bewusst zu machen. Das mehrdimensionale Bewusstseinsmodell von Wilber legt nahe, dass es sehr verschiedene Bereiche des Unbewussten gibt. Da die grenzauflösende Wirkung der meisten Psychedelika recht unspezifisch ist, können Phänomene sowohl aus dem individuellen wie aus dem kollektiven Schatten, aus präpersonalen oder transpersonalen, aus subtilen oder kausalen Bereichen in das Bewusstsein treten. Das heißt, dass eine Vermischung psychotherapeutischer (Schattenintegration) und spiritueller Aspekte eher die Regel als die Ausnahme sein wird. Für die Verwendung im psychotherapeutischen Kontext wäre es daher wichtig, den Klienten darauf vorzubereiten, dass er eventuell Erfahrungen machen wird, die sein Weltbild in Frage stellen. Aus diesem Grunde werden Tryptamine derzeit schwerpunktmäßig für ihre Verwendung in der „finalen“ Therapie erforscht. Beispielsweise gab es in den letzten Jahren klinische Studien sowohl in der Schweiz als auch in den USA mit Krebskranken im Endstadium. Hier ist eine Veränderung des Weltbildes geradezu erwünscht, da das die Vorbereitung auf den unausweichlichen Tod sehr unterstützen kann.

Eine besondere Rolle könnten in einer zukünftigen Psychotherapie die Empathogene (MDMA, MBDB, 2C-B, etc.) spielen. Sie führen nicht in subtile oder kausale Bewusstseinsräume, sondern verändern das emotionale Empfinden des Einzelnen innerhalb des manifesten Bewusstseins und sind damit viel mehr „psychotherapeutisch“ anstatt „spirituell“. Medizinische Untersuchungen in den letzten Jahren, vor allem in den USA, Israel und der Schweiz haben nachgewiesen, dass sie sehr gut geeignet sind, Patienten für eine gewisse Zeit in ­einen Zustand der völligen Angstfreiheit zu versetzen. Damit empfehlen sie sich zur Unterstützung bei der Bearbeitung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), da es nun möglich wird, stark angstbesetzte Inhalte zu konfrontieren und zu integrieren.

In den tausenden Jahren von der Stammesgesellschaft zur westlichen Industriegesellschaft hat es eine zunehmende Differenzierung gegeben. Während der Schamane noch Seelsorger, Arzt und Psychotherapeut in einer Person war (und ist), gibt es in der postmodernen Kultur für jeden dieser Bereiche eigene Spezialisten. Das hieße für eine moderne Psychotherapie mit psychoaktiven Substanzen, dass möglichst Vertreter der verschiedenen Bereiche zugegen sein sollten, um eine umfassende Betreuung zu garantieren. Auch das Setting wäre ein völlig anderes: Während der Schamane gemeinsam mit seinen Klienten eine psychoaktive Substanz (z.B. Ayahuasca) zu sich nimmt und allein die ganze Gruppe dann begleitet, erfordern heutige Sicherheitsstandards im klinischen Kontext, dass die begleitenden Ärzte und Therapeuten selbst nüchtern sind, wiewohl sie selbst Erfahrungen haben müssen, um sich in die bizarren Erlebnisse des Klienten einfühlen zu können. Gerade bei schweren psychischen Störungen dürften Einzelsitzungen einen deutlich sichereren Rahmen geben als Gruppensitzungen. Die Fortschritte auf den Gebieten der Physiologie und Chemie ermöglichen eine sehr genaue Auswahl und Bemessung der Substanzen, so dass mit minimalem Einsatz größtmögliche Erfolge erzielt werden könnten. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl von neuen Substanzen mit sehr speziellem Wirkungsspektrum synthetisiert wurden (Research Chemicals), würde sich eine Psychotherapie derzeit sicher auf die klassischen Substanzen beschränken, da deren Wirkung meist gut dokumentiert ist und unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend ausgeschlossen werden können.

Aufgrund der allgemeinen Hysterie und politischen Instrumentalisierung von Drogen liegt eine therapeutische Anwendung psychoaktiver Substanzen noch in weiter Ferne. Doch lassen aktuelle Forschungsergebnisse sowie ein Aufweichen der Prohibition in einigen Staaten der Erde hoffen, dass Albert Hofmanns Vision irgendwann einmal Realität sein wird.

 


 

Kongress „Entheo-Science” – Psychedelika als ganzheitliche Medizin

13. bis 14. Sept. 2014 in Potsdam

 

Der Kongress informiert über das heilende ­Potenzial bewusstseinsverändernder Planzen und Substanzen. Während unterschiedlichste „Drogen“ in der Öffentlichkeit meist undifferenziert als gefährliche Suchtmittel dargestellt werden, befassen sich namhafte Forscher, ­Experten, Ärzte, Schamanen und Künstler auf dem Kongress mit Möglichkeiten des ­Gebrauchs – z.B. Ayahusaca oder MDMA – für Therapie, spirituelle Erfahrung oder Bewusstseinserweiterung.

Referenten wie Fabian Piorkowsky, die Menschen in Seminaren begleiten und in diesen Feldern ausbilden, beschreiben auf dem ­Kongress ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Motivationen. Die Merseburger Hochschulprofessorin Dr. Gundula Barsch beschreibt einen Paradigmenwechsel hin zum Konzept einer neuen „Drogenmündigkeit“. Samuel Widmer, Arzt, Psychiater, Psycho­therapeut und Autor aus der Schweiz, stellt die Grundlagen der Psycholyse dar. Sie ist ein ­psychotherapeutisches Behandlungsverfahren, in dem zur Unterstützung der Therapie bewusstseinsverändernde Eigenschaften psychotroper Substanzen wie MDMA und LSD ­genutzt werden. Der Forscher und Autor Hans Cousto wird dieses Jahr juristische und rechtsphilosophische Fragen behandeln. Insgesamt stehen rund 40 Vorträge, Workshops und ­Podiumsdiskussionen auf dem Programm.

 

Anmeldung über www.entheo-science.de 

Teilnahmegebühr (Fr.-Abend bis So.-Nachmittag): 

60 €/ erm. 30 €. 

Ort: FreiLand Potsdam.

Mehr Infos bei Joe Schraube über 

Tel.: 0151-24 23 00 00 oder joe@entheo-science.de

 


 

Abb.: Entwicklung des individuellen Bewusstseins über die Zeit
Abb. 2: Wirkungsrichtung psychoaktiver Substanzen

Wulf Mirko Weinreich gründete 1985 ein Selbsterfahrungs- und Meditationszentrum in Leipzig. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands studierte er Psychologie (Abschluss Dipl.-Psych.) sowie Religionswissenschaft, Ethnologie und Sinologie. Als Therapeut arbeitet er vor allem mit Interventionen der ­Humanistischen, ­Systemischen und Transpersonalen Psychotherapie sowie spirituellen Methoden. 2005 erschien das Buch „Integrale Psychotherapie” (Heiligenfelder ­Forschungspreis des DKTP). Seitdem hält er verstärkt Referate und Vorlesungen zu integralen Themen. 2009 erschien „Das andere Totenbuch“. Im selben Jahr eröffnete er seine eigene Praxis in Leipzig.

 

Mehr Infos auf www.psychotherapie-in-leipzig.de und www.integrale-psychotherapie.de

Über den Autor

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Wulf Mirko Weinreich gründete 1985 ein Selbsterfahrungs- und Meditationszentrum in Leipzig. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands studierte er Psychologie (Abschluss Dipl.-Psych.) sowie Religionswissenschaft, Ethnologie und Sinologie. Als Therapeut arbeitet er vor allem mit Interventionen der ­Humanistischen, ­Systemischen und Transpersonalen Psychotherapie sowie spirituellen Methoden. 2005 erschien das Buch „Integrale Psychotherapie” (Heiligenfelder ­Forschungspreis des DKTP). Seitdem hält er verstärkt Referate und Vorlesungen zu integralen Themen. 2009 erschien „Das andere Totenbuch“. Im selben Jahr eröffnete er seine eigene Praxis in Leipzig.

9 Responses

  1. Psilosoph
    Die Menge der gesellschaftlichen Borniertheit kennt keine Grenzen!

    Es ist unfassbar wie unter einen detaillierten, erfahrungsbasierenden Artikel soviel Non-Sense verfaßt werden kann. Ja es gab MK-Ultra und es gab falsche Anwendungen in der Psychotherapie, die daraus entstandenen Schäden gehen aber auf die falsche Anwendung und nicht auf die Substanz zurück.
    Die Verwendung von höchst effektiven psychedelischen Substanzen kann in der Medizin, unter geeigneten Umständen immens wertvoll und sogar gefahrlos eingesetzt werden. Aktuelle Studien beweisen das. Das Potential dieser Substanzen ist nach wie vor nicht vollständig erforscht aber jeder Schritt in diese Richtung klingt immer vielversprechender. Jeder der sich gegen die Forschung solcher Substanzen im therapeutischen Rahmen ausspricht begeht ein Verbrechen im Sinne unterlassener Hilfeleistung für all jene die durch diese Substanzen geheilt werden könnten.
    Und Menschen die hetzen und diese Substanzen nicht mal im Ansatz verstehen scheinen sie wohl am dringendsten nötig zu haben. Es herrscht eine kollektive Psychose wegen Leuten wie euch!

    Danke für den tollen Artikel.

    Antworten
  2. Dr.No

    An Wulf Mirko Weinreich !

    Ich kann es nicht kapieren warum Du diese schäbige Drogenwerbung machst …
    sicher nur wegen der Kohle. Gerade wo Du soviele Drogenabhängigen und Drogentote erlebt hast, solltest Du alle Leute von den Drogen abschrecken.
    Als Psycholog hast Du sogar die Pflicht über alle Nebenwirkungen von Betäubungsmitteln zu informieren und diese Pflicht hast Du verletzt.
    Deine Verharmlosung von Drogen ist gefährlich und wenn nicht die Presse, hätten wir nie erfahren daß Therapeuten viele naive Patienten mit Drogen gequält haben und zum Tode gebracht haben !

    Dein Gegenargument, daß ein Messer in der Hand eines Arztes besser aufgehoben wäre als in der Hand eines Mörders ist eine weitere Täuschung, weil Du überhaupt nicht ausschließen kannst, daß ein Arzt auch ein Mörder oder zumindest ein Pfuscher sein kann.
    Diese WDR Sendung liefert entsprechende Beweise, daß viele Mediziner zumindest gemeine und geldgierige Pfuscher sind :
    Vorsicht Operation – Dokumentation über Geschäfte mit Operationen
    https://www.youtube.com/watch?v=to9NcmJMrZ8

    ———-

    Antworten
  3. Bengutan

    wichtiger als die Substanz ist doch der Rausch selber!

    schau in ein schönes Bild, berausche dich am Geschmack von Essen oder guter Musik. Zehntausende Electrofreaks beweisen, dass man auch mit Drogen keinen Spaß haben braucht!

    Tim Leary war ein riesengroßer Idiot der trotz seinem Doktortitel und seinem Status als LSD Papst, der das Zeug als neue Religion in den USA etablieren wollte um die „psychotischen Krusten der Gesellschaft zu lockern“, half trotzdem nicht Drogenexperiemente mit Gefangenen sauber durchzuführen, so dass es auch nur ansatzweise nachprüfbar gewesen wäre, sowas zu wiederholen. Aber das nur am Rande, ich kann das Buch von Daniel Kulla „Leben im Rausch. Evolution, Geschichte, Aufstand.“ , Mainz 2014 nur empfehlen, in dem viele Aktivisten zu Wort kommen, wie Beispielsweise Stefan Geyer, dem Anmelder der Hanfparade.

    „Rausch ist nicht gut oder schlecht“ – Interview
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/570830/Rausch-ist-nicht-gut-oder-schlecht

    ahhhhhhhhhhhhhhhhhh
    wenn ich jetzt meinem freiassoziierenden hirn mal das joggen gewähr, kommen so einige namen und buchtitel noch zusammen, die vielleicht auf interesse stossen können:

    Sucht, Profit, Sucht. Politische Ökonomie des Drogenhandels
    http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Amendt

    Allan Watts, Beat Poet, Philosoph oder Theologe

    Hunter S. Thompson, Journalist der für den Rolling Stone auf Acid im Weissen Haus war, zusammen mit der umwerfenden Annie Leibowitz, später schrieb er „fear and loathing in las vegas“

    gruene-kraft.com

    Wolfgang Sterneck!!!

    Christian Rätsch

    Alexander Shulgin

    Stanislav Grove

    und Rio Reiser zu guter letzt:::::
    http://www.songtexte.com/songtext/rio-reiser/shit-hit-33db4cdd.html

    Shit Hit

    Ach, was waren das für Zeiten, nanananana,
    als ich noch jung und hübsch war,
    frisch und knackig aussah,
    niemals meinen Körper schonte
    und bei meinen Eltern wohnte.
    Ging dann nachts das Licht aus,
    holte ich mein Döschen raus,
    denn meine kleine Pfeifen
    kann ich mir nicht verkneifen.

    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, wir lieben unser Dope,
    wir lieben unsere Trips
    und die verrückten Kicks, Kicks, Kicks.

    Bilsenkraut für die Braut!
    Schwarzer Afghane für die Dame!
    Ladedideila, ladadadada, ladedideila, ladadada!

    Ach, was waren das für Zeiten! Nanananana.
    Heute eß ich Körnermehl,
    mittags gibt es Weizengel,
    dazu mach ich Gymnastik,
    bin durch und durch Elastik.
    Meide allen Plastikschund,
    lebe also kerngesund.
    Nur meine kleine Pfeifen
    kann ich mir nicht verkneifen.

    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, wir lieben unser Dope,
    wir lieben unsere Trips
    und die verrückten Kicks, Kicks, Kicks.

    Kokain für die Queen!
    LSD in den Tee!
    Ladedideila, ladadadada, ladedideila, ladadada!

    Ach, was waren das für Zeiten! Nanananana.
    Heut bin ich fast dreißig,
    verrückt und nicht mehr fleißig.
    Ich hasse das Normale,
    das Farblose und Fahle,
    geh liebend gerne tanzen
    und pflege meine Pflanzen.
    Nur meine kleine Pfeifen
    kann ich mir nicht verkneifen.

    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, ja, ja, täglich einmal,
    täglich einmal Haschisch, nasch ich.
    Ja, wir lieben unser Dope,
    wir lieben unsere Trips
    und die verrückten Kicks, Kicks, Kicks.

    Opium ins Ministerium!
    Adrenalin für die Scene!
    Ladedideila, ladadadada, ladedideila, ladadada!
    Ohhhh…
    Ladedideila, ladadadada, ladedideila, ladadada!
    Olé!

    Antworten
  4. Wulf Mirko Weinreich

    gerne gehe ich auf die Kritiker diese Artikels ein:

    Das Unglück in Berlin ereignete sich unter anderem deshalb, weil eben nicht die medizinischen Standards eingehalten wurden, die ich am Ende meines Artikels skizziere.

    Die Verwendung von LSD im Rahmen des Geheimdienstprogrammes MK Ultra geschah ohne Wissen der Probanden. Hier ging es darum festzustellen, wann die Probanden durchdrehen, bzw. ob man sie dazu bekommen könne, Geheimnisse zu verraten.
    Die Menge und die Motivation machen aus einem Medikament ein Gift.

    Jeder, der nicht gewillt ist zu unterscheiden, daß das Messer in den Händen eines Arztes etwas anderes ist, als das Messer in der Hand eines Mörders, sollte so konsequent sein, bei einer schweren Erkrankung auf den Einsatz von Opiaten zur Schmerzstillung zu verzichten – Morphium ist nur eine andere Raffinierungsstufe von Heroin!

    Zu meinem Hintergrund möchte ich noch hinzufügen, daß ich mehrere Jahre in einer Notschlafstelle für Heroinabhängige gearbeitet habe und außerdem in der Barabarossa-Fachklinik für Suchterkrankungen in Kelbra die Drogenabteilung aufgebaut habe. Außerdem habe ich selbst mehrere Familienangehörige durch Drogen (einschließlich der Volksdrogen Alkohol und Nikotin) verloren. Ich habe also schon viel Drogenelend erlebt. Daher sind mir die negativen Folgen des ungezügelten Drogenkonsums sehr wohl bewußt. Doch geht es in diesem Artikel nicht um das Thema Sucht.

    Antworten
  5. Markus Baumann

    Dass die Psychedelika missbraucht werden(können) weist nur darauf hin dass es immer Menschen und Systeme geben wird, die Andere für egoistische und manipulatorische Zwecke in die Irre leiten. Das soll nicht dazu führen, die heilsamen bewusstseinserweiternden Aspekte von psychotropen Substanzen in der Therapie und der persönlichen Entwicklung nicht fokussieren zu dürfen!
    Genau das hat Mirko Wulf getan, wofür ich ihm danke.

    Antworten
  6. Anonymous

    Presseberichte über tödliche Drogentherapie mit Ecstasy und LSD zur angeblichen Bewusstseinserweiterung:

    „Anklage wegen tödlicher Therapie“
    „In Berlin-Hermsdorf bot ein Therapeut Hilfe bei „spirituellen“ Problemen an – und vergiftete 2009 vierzehn Menschen bei einer Gruppen-Sitzung. Zwei Männer starben. … er habe die Drogentherapie vertuschen wollen“.
    http://www.welt.de/vermischtes/article6356395/Anklage-wegen-toedlicher-Therapie-erhoben.html

    „Drogenarzt gesteht Schuld am Tod von Patienten“
    „Seine ominöse Gruppentherapie mit illegalen Drogen endete für zwei Patienten mit dem Tod. … Der Allgemeinmediziner und Psychotherapeut berief sich wie auch im ersten Prozess vor dem Berliner Landgericht auf einen „fatalen Fehler“ beim Abwiegen von Ecstasy. „Ich habe keine Gefahr für das Leben der Patienten und keinen Zusammenhang mit den Drogen gesehen“
    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13203924/Drogenarzt-gesteht-Schuld-am-Tod-von-Patienten.html

    „Sex, Drogen und eine umstrittene Therapie“
    „Nach der tödlichen Therapiesitzung in Berlin raten Experten zur Vorsicht. Keinesfalls dürften im Rahmen einer Psychotherapie Drogen verabreicht werden, erklärten die Berliner Ärztekammer und Fachvertreter. … Was genau Garik R.seinen Patienten verabreicht hat, steht noch nicht fest, doch der Name einer Behandlungsform, für die er zuvor geworben hat, lässt Rückschlüsse darauf zu, welches Ziel er damit verfolgte: Die sogenannte „psycholytische“ Therapie will mit Hilfe von Drogen „die Seele lösen“.“
    http://www.welt.de/vermischtes/article4591690/Sex-Drogen-und-eine-umstrittene-Therapie.html

    „Therapeut verabreichte Psycho-Drogen.“
    „Mit den Drogen sollte eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden, hieß es. … In Medienberichten hieß es, der Arzt habe eine Therapie angeboten, bei der psychoaktive Substanzen verwendet werden – unter anderem auch Rauschgifte wie LSD und Pilze. Nach der Massenvergiftung ist am späten Samstagabend ein zweites Opfer gestorben. Der 28 Jahre alte Mann war den Folgen der Vergiftungen erlegen. Er hatte zuvor im Koma gelegen. Bereits am Samstagnachmittag war durch die Vergiftung ein 59-jähriger Mann ums Leben gekommen. Ein weiteres Opfer schwebt den Angaben zufolge noch immer in Lebensgefahr. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch. Dagegen konnten die weiteren Betroffenen das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. … Laut Praxisschild bietet der Arzt Suchtherapie, „Tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppentherapie“ sowie „Hilfe bei spirituellen Krisen“ an.“
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/berlin-therapeut-verabreichte-psycho-drogen-1.44951

    „Therapeut gesteht: Psycho-Experiment mit tödlichen Drogen“
    „Tödliches Experiment eines Berliner Psychotherapeuten: Seine zwölf Opfer bekamen einen teuflischen Cocktail aus verschiedenen Drogen, der ihr Bewusstsein erweitern sollte. Zwei Männer starben, ein anderer liegt im Koma. … Der Arzt selbst wirbt mit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, psycholytischer Psychotherapie, Körper- und Gestalttherapie sowie Hilfe bei spirituellen Krisen. Bei der psycholytischen Psychotherapie werden Substanzen wie LSD genutzt, um Unterbewusstes ans Tageslicht zu befördern. … Das Therapeutenpaar wird auf der Referentenliste einer Schweizer Einrichtung geführt, die sich Therapeutisch-Tantrisch-Spirituelle Universität nennt und sich auf psycholytisches Arbeiten spezialisiert hat. … Ein derartiger Einsatz von Drogen ist in Deutschland „eindeutig verboten“, sagte der Vizepräsident des Berufsverbandes Deutscher Psychologen, Laszlo Pota. „Das fällt unter das Betäubungsmittelgesetz“.“
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/therapeut-gesteht-psycho-experiment-mit-toedlichen-drogen-a-650169.html

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  7. cutsukat

    Einen wirklichen Unterschied zur Verwendung psychoaktiver Substanzen im therapeutischen Sinne, zu den Versuchen mit diesen, die durch das Militär/CIA etc durchgeführt wurden, erklärt sich hoffentlich jedem, der die Zweckmäßigkeit der einen „Operation“ oder eben der anderen Bedeutung, nämlich einen Patienten genesen zu lassen oder gar einen verbesserten Heilungsweg dadurch zu ermöglichen, begriffen hat.
    Es ist ein bedrückender, fast nicht auszuhaltender Mißstand in diesem System, dder mich schon oft in die Verzweiflung trieb.
    Ich danke Herrn Weinreich für diesen hochwertigen Input! Ich unterstütze diesen Prozess in meiner täglichen Arbeit mit Klienten aus den verschiedensten Bereichen der „Bewusstseins-und Wahrnehmungsebenen“. Ich begrüße jeden Schritt in die Richtung, die bisher als falsch deklariert wird. Man kann nur hoffen, dass sich die Schranken öffnen und das Bewusstsein sich weiter entfalten und entwickeln darf.

    Antworten
  8. Anonymous

    Dieser Text ist manipulativ und fahrlässig, weil der Autor einseitig agiert und lediglich Lobbyismus, Verherrlichung und Verharmlosung von Drogen wie LSD betreibt.
    Obwohl er als Psychologe und Therapeut auf Nebenwirkungen und gefährlichen Missbrauch von Drogen hinweisen müsste, hat er alle Nebenwirkungen, Gefahren und Menschenexperimente u. a. MK-Ultra verschwiegen, welche mit LSD jahrelang missbräuchlich von Ärzten, Psychologen, Militärs und Geheimdiensten betrieben wurden und wahrscheinlich weiterhin überall kontinuiert werden.

    MK-Ultra, LSD – Gedankenkontrolle (Doku WdW)
    https://www.youtube.com/watch?v=zdAjZ_4_bNc

    HAARP und MK ULTRA – Ausgeklügelte Techniken der Gedankenkontrolle (Doku)
    https://www.youtube.com/watch?v=5wyhyQUs-R0

    MK-ULTRA – Dressierte Killer
    https://www.youtube.com/watch?v=J5HKv2QXCio

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