Die Fähigkeit des Engländers Duncan Lorien ist es, den Spaß, ein Instrument zu erlernen, wieder zurückzubringen.

Musik machen gehört zu den schönsten Dingen der Welt. Wer schon einmal in diesen Raum eintauchen konnte, in dem “es” durch einen spielt, in dem Feeling und Fertigkeiten auf einmal viel größer sind als das rein persönliche Können, weiß, wovon die Rede ist. Es ist der Kontakt zu unserer Seele. Doch obwohl bei vielen Menschen die Sehnsucht nach Hingabe und Aufgehen in der Musik besteht und in ihnen der Wunsch schlummert, die eigenen inneren Empfindungen durch Musik ausdrücken zu können, ist der Weg dorthin meist mit Hindernissen gepflastert. Schon im Schulunterricht traten Theoriepedanten auf den Plan, um die kleinen Träumer und Visionäre zu hölzernen Tonleiterspielern, Notenlesern und Theoriebüfflern zu degradieren. Fast jeder hat einmal versucht, ein Instrument zu erlernen, oder wurde gar dazu gezwungen. Vielleicht mussten wir ein Instrument erlernen, das uns gar nicht zusagte oder das wir sogar hassten. Dass dann auch das Üben keine Freude bereitete, ist wenig verwunderlich. Was auf der Strecke blieb, war der Spaß.

Zurück zur Einfachheit

Die Fähigkeit des Engländers Duncan Lorien ist es, diesen Spaß wieder zurückzubringen. Er räumt auf mit falscher Komplexität und Ernsthaftigkeit in der Musik und rehabilitiert die natürliche Fähigkeit, sich durch Musik einfach, wirksam und ganz individuell mitzuteilen und sich und seine Mitmenschen zu erfreuen. Er befreit von falschen Lehren und führt zurück zum Ursprung: zu einer Kommunikation von Geist zu Geist, die einfach ist, fröhlich und ungezwungen. Er lehrt, die eigenen Emotionen durch Musik mitzuteilen und gibt dem Fach die Einfachheit zurück, die es ursprünglich besaß. Sein Credo:“Wenn euch eine Sache zu komplex erscheint, setzt euch hin und sucht nach einer einfachen Lösung und seid sicher: Es gibt sie!”

Genau das hat Duncan getan, der ebenso wie die meisten Menschen erst durch die musikalische “Diaspora” gehen musste. Der 57-jährige, der schon mit vier Jahren klassischen Klavierunterricht nahm und der heute ein bekannter Studiomusiker und Komponist ist, begegnete während seiner Ausbildung am Lehrer-College der Ernstheit und Komplexität, die heute Bestandteil der modernen Musikausbildung ist. 1971 begann er seine Forschung in Musikgeschichte, um herauszufinden, wo die Unmenge an Falschinformation in der Musikausbildung herkommt. Duncan Lorien entschied sich, das konventionelle Lehrerausbildungssystem zu verlassen, um sich auf eine lebenslange »Mission« zu begeben: die Kunst der Musik für jedermann leicht zugänglich zu machen.

In vielen Jahren hat er seine Methode so perfektioniert, dass sogar jemand, der bisher nie auch nur ein Instrument angefasst oder auch nur eine einzige Note lesen gelernt hat, nach nur drei Tagen Seminar eine einfache Bachkomposition auf dem Klavier fehlerfrei vom Notenblatt abspielen kann. In seinen Seminaren beseitigt er sämtliche falschen Vorstellungen über Musik wie: “Musik ist komplex und schwierig und es braucht Jahre, um sie zu erlernen”, “Musik ist ein ernstes Fachgebiet”, “Musik setzt zumindest natürliche Anlagen und Talente voraus”, “Musik ist nichts für jedermann”. Er reduziert alles auf die einfach begreifbaren Grundlagen der Klangphysik und der Musikgeschichte. Er zeigt, wie man sich Noten, Tonleitern und Akkorde auf Keyboard und Gitarre leicht merken und auch auf anderen westlichen Instrumenten einfach erarbeiten kann. Dazu vermittelt er einzigartige Übungen zur Hand- und Fingerkoordination und zeigt, wie man durch einen minimalen Übungsplan von zehn Minuten täglich schnell Fortschritte erzielt.

Author: Oliver Bartsch

Über den Autor

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ist ein bekannter Studiomusiker und Komponist. Er hat das Talent, die Kunst der Musik für jedermann leicht zugänglich zu machen. Eine einzigartige Kombination von Theorie, Hand- und Fingerkoordination ermöglicht durch einen speziellen Übungsplan mit nur zehn Minuten Üben pro Tag schnelle Fortschritte an jedem westlichen Instrument.

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