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Ayurveda für die Kleinsten

Jeder Mensch, jedes Baby, das geboren wird, durchläuft dieselben Wachstums- und Ent­wicklungsabläufe. Und dennoch ist jedes Kind für sich einzigartig und kommt mit ganz eigenen Fähigkeiten, Begabungen und Möglichkeiten zur Welt. Die Ayurvedi­sche Babymassage schöpft aus dem gesamten Wissen dieser alten Heilkunde. So kann man auch schon auf Neugeborene individuell eingehen und sie – von einer Entwicklungsphase zur nächsten – sanft  und einfühlsam durch Massagen begleiten.

 

Die Tradition der Massage hat sich in vielen Teilen der Welt bis heute erhalten, viele Mütter massieren ihre Babys instinktiv. In manchen Kulturen werden sowohl Mutter als auch Kind für einige Zeit nach der Geburt täglich von erfahrenen Frauen massiert. Auch wenn die Geburtsrituale, Sitten und Gebräuche sich von den unseren unterscheiden, so haben doch alle Kinder und Eltern auf der ganzen Welt das gleiche Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit und Körperkontakt.

 

Bedürfnisse des Kindes erkennen

Egal, wo sie geboren wurden: alle Säuglinge machen dieselben Wachstums- und Entwicklungsabläufe durch – und dennoch ist jedes Baby für sich einzigartig in seinem Wesen und seinen Begabungen. In der Ayurvedischen Babymassage ist es daher wesentlich, dass die körperliche Konstitution des Kindes berücksichtigt wird, um zu erkennen: Was braucht gerade dieses Baby, um sich kraftvoll entwickeln zu können? Das Neugeborene wird in seinem gesamten Sein wahrgenommen, damit seine Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden können.

Die Mutter lernt den Körper des Kindes durch die unterschiedlichen Massagegriffe sehr gut kennen. Durch die bewusste Wahrnehmung des Babykörpers wird sie die subtilen Botschaften des Kindes verstehen und kann auf natürliche Weise auf seine Bedürfnisse eingehen. Schmerzhafte Blähungen oder die oft sehr anstrengende Zeit der Zahnentwicklung können somit leichter gemeistert werden.

 

Was bewirkt die Babymassage?

Die Methode der Ayurvedischen Babymassage ist eine sanfte und einfühlsame Unterstützung dafür, dass das Neugeborene vollständig in seinem Körper ankommen kann. Die Berührungen wecken Lebenskräfte und helfen ihm, Körperbewusstsein zu entwickeln. Die massierenden Hände sind dem Baby bald so vertraut wie zuvor die Berührungen und der Halt der Gebärmutter. Zugleich verbindet und stärkt die gemeinsame Zeit des Berührens und Berührt-Werdens die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Eine wunderbare Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Baby kann entstehen. So ist die Massage eine liebevolle und wirksame Methode, Nähe zu erleben, die das Wohlbefinden anregt und die Eltern-Kind-Bindung intensiviert und vertieft.

 

Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha

Jeder Mensch hat aus ayurvedischer Sicht eine unverwechselbare Geburtskonstitution. Diese einzigartige Zusammensetzung zeigt unsere Grundnatur, sie wird im Ayurveda Prakriti genannt und setzt sich aus den drei unterschiedlichen Lebensenergien (Doshas) Vatta, Pitta und Kapha zusammen. Die individuelle Konstitution prägt jeden Menschen von Geburt an und beeinflusst persönliche Eigenschaften und Charakterzüge. Sie begründet unser körperliches Erscheinungsbild, unser Temperament, unsere Vorlieben und Krankheitsneigungen sowie unsere emotionalen Verhaltensweisen.

 

Welchen Konstitutionstyp hat mein Baby?

In den verschiedenen Entwicklungsphasen des Kindes können sich Kapha, Pitta und Vata abwechselnd dominierend zeigen, ohne dass sich dabei die Grundnatur des Kindes ändert. Den Konstitutionstyp Ihres Kindes erkennen Sie, indem Sie verschiedene Faktoren beachten. Einige wesentliche Merkmale, die sich im Laufe des Lebens nicht mehr verändern, können die Diagnose unterstützen: Körperbau, Form der Gelenke, Farbe und Beschaffenheit der Haare und der Haut, Stimme und später Ausdruck der Sprache, Gewicht (entsprechend dem Alter), Temperament, Appetit, Entwicklung, Augenfarbe, Form der Lippen, Schlaf, Puls oder wie das Baby der Welt begegnet. Sobald Sie mit der Massage beginnen, erwacht die Intuition und Ihre Hände wissen, was sie zu tun haben. Trauen Sie es sich also ruhig zu, Ihr Kind zu massieren.


Das Vata-Baby
Der Körperbau ist eher feingliedrig und zierlich, dadurch wirkt das Kind in seiner ganzen Erscheinung sehr zart. Der Puls ist gut fühlbar und hüpfend wie ein Frosch. Vata-Babys lieben sanfte und entspannende Massagegriffe. Besonders zu empfehlen ist ein Sesamöl aus rein biologischem Anbau.

Das Pitta-Baby
Ein Pitta-Baby ist oft ein muskulöses Persönchen und gut proportioniert, es hat keinen auffällig starken oder zarten Knochenbau. Der Puls fühlt sich drahtig an und bewegt sich wie eine Schlange. Sehr gut für beruhigende Massagen geeignet ist hier ein Calendula- oder Weizenkeimöl, da diese Öle ausgleichende Wirkungen haben.

Das Kapha–Baby
Ein Kapha-Baby kann man meist an einem starken Knochenbau erkennen. Der Puls fühlt sich breit und langsam an und bewegt sich wie ein Schwan auf dem Wasser. Kapha-Babys dürfen auch einmal eine anregende Massage bekommen, da sie selbst recht gelassen und langsam sind. Mandelöle unterstützen die Wirkung der Massagegriffe.

Sie ist Autorin des Buches „Ayur­vedische Babymassage“, erschienen im Kösel Verlag,

ISBN: 978-3466345144

 

Mehr Informationen: www.Ayurvedische-Babymassage.de

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