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Dimensionen des Genießens

Genießen ist relativ – wie alles in der vierdimensionalen Welt. Genießen macht deshalb nicht nur glücklich, sondern auch unglücklich. Nämlich hinterher; dann, wenn sich wieder das Mangelgefühl einstellt, das dem Bedürfnis nach dem Objekt des Genusses zugrunde lag – ein ewiger Kreislauf, den die Buddhisten Samsara nennen, das Lebensrad. 

Im Bardo Todöl, dem Tibetischen Totenbuch, gibt es dazu noch ein anderes Bild: das Reich der Pretas, der hungrigen Geister, in das der (individuelle) Geist nach dem Tod zurückfallen kann. In diesem Bereich herrscht nicht etwa ein bestimmter Mangel, sondern im Gegenteil: wie im Schlaraffenland ist alles immer schon da. Jedes nur vorstellbare Bedürfnis wird sofort befriedigt. Einem Mangel und dem Wunsch ihn zu beseitigen folgt sofort dessen Erfüllung. Es ist das Paradies. Es ist die Hölle. Denn das Wollen, die Wünsche, der Mangel bleiben bestehen. Der Geist gleicht ´dort` einem Esssüchtigen, der mehr als satt ist, sich jedoch trotzdem weiter vollstopfen muss.

Doch zurück in unsere Alltags-Welt, mit Körpern, Keksen und Kaffee. In alten Quellen wie den Veden ist zu lesen, dass wir hier der Erde von den Wesen aus den ´höheren Welten` wegen der Möglichkeit, handfest-sinnliche Erfahrungen zu machen, beneidet werden. Tatsächlich weisen die Erfahrungen ´dort`, wo die Materie weniger dicht gepackt ist, eine völlig andere Qualität auf als die Körpererfahrungen hier. (Im Grunde gibt es natürlich kein ´hier` und ´dort`, ´höher` oder ´tiefer`, weil alles was ist, immer nur hier und jetzt sein kann; doch als Hilfskonstruktion für die Beschreibung ist die Verwendung solcher Begriffe manchmal sinnvoll). Das spezifische Körpergefühl, das etwa eine Kanne kaltes Quellwasser nach einem aufreibenden Fußballspiel unter praller Sonne auslöst, ist ´dort` nicht zu haben. Und in gewisser Hinsicht sind sogar noch Steigerungen möglich: nämlich wenn eine echte Sucht befriedigt wird – wie jeder Drogensüchtige oder Neurotiker weiß. Dabei gilt: Je größer die Anhängigkeit, desto größer die Befriedigung; wenn auch nicht unbedingt der Genuss. Das ist das Prinzip, dass uns hier unten (oder oben) auf der im Sanskrit Bhurloka genannten Schwingungsebene ´anhaften` lässt, wie die Buddhisten es nennen. Denn im Grunde sind wir alle süchtig: nach Erfahrungen, nach Gefühlen, nach Orgasmen, nach Essen…
Dagegen ist auch kaum etwa zu sagen.

 

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Die Pforten der Wahrnehmung

Man sollte jedoch wissen, dass das Genussorgan Körper nicht nur ein Behälter oder Instrument für die Erfahrungen hier ist. Er ist vielmehr auch ein Sensor oder besser Filter, der für bestimmte ´höhere` Erfahrungen und Ebenen eingestellt werden kann. Oder eben so eingestellt ist, dass diese nicht zugänglich sind – was bei den meisten Menschen gewöhnlich der Fall ist. Das funktioniert auf mindestens zwei Organisationsebenen: der feinstofflichen über das Chakren- und Nadi-System und der materiellen über die Biochemie. So gibt es auf der biochemischen Ebene Substanzen, die die „Pforten der Wahrnehmung“ (Aldous Huxley) öffnen, wie etwa Betel, Marihuana, LSD, Psilocybin usw…, und Substanzen, die das Gegenteil bewirken, wie Fleisch, Kaffee, Knoblauch, Tabak, Zucker…
Wer sein Erfahrungsspektrum erweitern will, kann das demnach auf beiden Wegen  tun. Doch seien insbesondere Anfänger gewarnt, die den ersten, verführerisch leichteren Weg bevorzugen. Die Unterstützung durch obige Substanzen ist zwar legitim und manchmal sogar geboten; wenn aber Körper und Geist nicht ausreichend geklärt sind, kann es auch mal schief gehen, wie der Besuch in einer Psychiatrie zeigt.

bob6.jpgSicherer und vor allem nachhaltiger ist deshalb der andere Weg der Reinigung und des Verzichts. Das kann auf sanfte Weise einfach und leicht oder in ehr härterer Gangart geschehen.
Wie fast immer gilt, dass der Lohn dem Schwierigkeitsgrad entspricht. Zur Kategorie eins der sanften Methoden gehört z.B. die Umstellung auf die richtige Ernährung, womit hauptsächlich der Verzicht auf die oben genannten Substanzen gemeint ist, ergänzt durch gutes Wasser und Salz, Fasten, Entsäuerung usw.

Das kann dann eine gute Voraussetzung für eine der forschen Gangarten sein: zum Beispiel den Lichtnahrungsprozess, der aus dreiwöchigen Fasten inkl. 7 Tagen ohne Wasser besteht. Wer noch eins draufsetzen will oder kann, ergänzt es durch Schweigen (Mauna) und absolute Dunkelheit – eine Kombination, die garantiert zum Durchbruch durch den Schleier führt, der die Wirklichkeit verhüllt. Im Altgriechisch der Bibel heißt diese Enthüllung Apokalypse.

 

Der dritte Weg

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Und dann gibt es noch ein dritten Weg. In ihm vereinigen sich die Sanftheit des ersten und die Effektivität des zweiten Weges. Er besteht darin, den Suchenden aktiv beim Sich-Öffnen für eine spezifische Bewusstseinsebene oder -qualität zu unterstützen, so dass diese Qualität in dessen Bewusstsein ´einströmen` kann. Da Bewusstsein ein Synonym für Energie ist, spricht man bisweilen eigentlich unzulässig vereinfachend auch von ´Energieübertragung´. Die Methode heißt im Sanskrit Diksha (engl. Deeksha). Dabei geht es weniger um bestimmte mystische Erfahrungen, sondern vielmehr um eine generelle An- oder Rückbindung (lat.: re ligio); und zwar an die erstrangige, allem Sein zugrunde liegende Bewusstseinsebene. Dieser fundamentale Urgrund allen Seins ist die Ebene der Einheit und der Universellen Liebe, auf der die Trennung von Ich und Welt aufgehoben ist – eine Illusion, die der Arzt und großartige Lyriker Gottfried Benn als “die abendländische Schicksalsneurose“ bezeichnete.

Nun besitzt ja prinzipiell und potenziell jeder Mensch den Zugang in die Tiefe des Seins. Doch wissen die meisten nicht, wie es geht oder glauben, es nicht zu können; und andere wiederum bezweifeln gar, dass es so etwas wie einen Zugang zur Tiefe des Seins überhaupt gibt. Für diese und Menschen, die entsprechende Unterstützung benötigen oder sich einfach ins kollektive Feld einklinken wollen, ist Diksha da. Sie forciert auf sanfte Weise die notwendigen körperlichen Umbauprozesse, hauptsächlich im Gehirn.

bob1.jpgDamit es funktioniert, muss der ´Diksha-Geber` natürlich zumindest partiell oder zeitweise über den entsprechenden Zugang verfügen. Der wird in diesem Fall über eine dreiwöchige Initiation, eine Einweihung also, eingerichtet. Die erfolgt in diesem Fall durch zwei spirituelle Meister und ihre Helfer in Südostindien. Das Ehepaar Sri Amma & Bhagavan kann als eine Inkarnationen eben dieses Brahman- und/oder Christus-Bewusstseins verstanden werden oder fungiert in gewisser Hinsicht als Tor dorthin. In den monotheistischen Religionen wird dieses gleichgesetzt mit dem Messias, dem Erlöser – eine Bezeichnung, die die beiden für sich jedoch ablehnen. Denn der derzeit stattfindende Transformationsprozess zeichnet gerade dadurch aus, dass der Einbruch des Neuen Bewusstseins, die lebendige Erfahrung der Einheit von Gott und Mensch („Ich und der Vater sind eins“) nicht eine exklusive Erfahrung weniger Auserwählter sein wird, sondern in breiter Front erfolgt. Der kommende Messias ist also ein Kollektiv! Damit das neue Bewusstsein auch wirklich das gesamte kollektive Menschheitsbewusstsein durchfluten kann, muss die Öffnung (der kollektive Messias) eine bestimmte Größe aufweisen. Mindestens 64.000 Menschen seien dafür notwendig, meint Sri Bhagavan. Im Johannes-Evangelium ist gar die Rede von „144.000, die errettet werden“ – was oft als Exklusivität missverstanden wird.

Helfer bei dieser Toröffnung sind die in Indien initiierten Diksha-Geber. Die nächste Gelegenheit, sich in diesen Prozess einzuklinken bietet sich am 4. Juli im WAMOS,  Hasenheide 9, wo die Autoren und Diksha-Geber nicht nur von ihren Erfahrungen beim 21-Tage-Prozess in Golden City berichten, sondern dazu auch einen Film zeigen. Wer mag, kann abschließend Diksha empfangen – ein garantierter Genuss der anderen Art. Mehr dazu unter www.abenteuer-deeksha.de.

1. Bild von oben: Buddhistisches Lebensrad
2. Bild von oben: Die „Shakti Stala“, in der ab Mitte 2008 rund um die Uhr etwa 8.000 Meditierende ein bestimmtes  Bewussteinsfeld erzeugen werden, das den Transformationsprozess des kollektiven Menscheitsbewussteins beschleunigt.
3. Bild von oben: Dasas (Betreuer) beim 21-Tage-Prozess
4. Bild von oben: Eine Gruppe Westeuropäer bei einem Homa (Feuerritual) während des 21-Tage-Prozesses
5. Bild von oben: Sri Bhagavan, spiritueller Meister und Gründer der New Age Foundation, die sich dem Ziel verschrieben hat, den weltweiten Transformatiosnprozess zu fördern.

Fotos: New Age Foundation

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