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Für die Psychologin Rebecca Rosing geht es bei der Medialität nicht darum, von geistigen Wesen Antworten für die Zukunft zu bekommen, sondern darum, sich in der Tiefe spüren zu lernen und Zugang zur eigenen Kraft zu bekommen. In einem Interview mit Tatjana Milovic gibt sie Einblicke in den Unterricht ihrer geistigen Lehrer und spricht über die neue Form der Medialität, die sie lehrt.

 

Frau Rosing, Sie sind von Geburt an medial. Wie würden Sie Ihre Wahrnehmung beschreiben, und was bringt sie mit sich? 
Schon immer gehört es für mich ganz natürlich dazu, Energien und somit alles Feinstoffliche wahrzunehmen. Das macht mein Leben zu einer farbenprächtigen und intensiven Erfahrung. Ich liebte es von klein auf, all das, was in mir und um mich herum vorging, mit all meinen Sinnen zu erfassen. Dabei fühle ich mich sehr verbunden mit dem, was ich wahrnehme, und spüre und genieße das Leben in all seinen Facetten – ganz egal, was geschieht oder welche Gefühle dies mit sich bringt. Denn in dieser Verbundenheit gibt es für mich kein Gut oder Schlecht, keine angenehmen und unangenehmen Gefühle. Es ist für mich einfach nur spannend, alles wahrzunehmen, zu spüren, wie es sich anfühlt, und zu beobachten, wie sich die Farben und Formen verändern. Meine Medialität erleichtert es mir also, dualitätsfrei wahr- und anzunehmen und somit das Leben so zu nehmen, wie es ist.

Sie wurden von klein auf von geistigen Lehrern begleitet, um von ihnen geschult zu werden. Wie kann man sich das vorstellen?

Dieser Unterricht ist sehr intensiv, da es darum geht, tief gehende Zusammenhänge auf vielen verschiedenen Ebenen zu erfassen. Es ist ein enormes Wissen, das man dabei erfährt und das weit über das, was in Büchern steht, hinausgeht. Doch nur das Wissen hilft einem nicht viel weiter, wenn man es nicht umsetzt. Das heißt, meine Aufgabe bestand dann auch darin, die Erkenntnisse in mein Leben zu integrieren und das zu leben, was ich gelernt habe, sonst hätten mich meine geistigen Lehrer  nicht weiter unterrichten können. Die Klarheit und die Liebe, mit der sie mir begegnet sind, ist etwas sehr Wertvolles, das ich von ihnen lernen durfte. Die Zeit mit ihnen hat mich gelehrt, was wahre Liebe ist: eine Liebe, die ein Annehmen ohne Bedingungen ist, aber auch eine wunderbare Klarheit.

Viele Menschen wünschen sich, von geistigen Lehrern unterrichtet zu werden, ohne sich vorstellen zu können, was dies tatsächlich für sie und ihr Leben bedeuten würde. In Wirklichkeit wird sehr viel erwartet, denn man muss selbst sehr viel an sich arbeiten, sich immer wieder in Prüfungen beweisen und zeigen, dass man das Erlernte auch umsetzen kann. Es ist mit einer großen Verantwortung verbunden, unterrichtet zu werden, denn das Ziel des Unterrichts ist, etwas Neues in die Welt zu tragen, es also anderen Menschen weiter zu vermitteln. Geistige Lehrer zu haben ist also kein Zuckerschlecken, sondern es erfordert, immer präsent und bereit zu sein, sich jeder Aufgabe voll und ganz hinzugeben.

Aus welchem Grund unterrichten geistige Lehrer Menschen?
Die Energie geistiger Lehrer schwingt in sehr hohen Frequenzen. Sie sind vollkommen frei von Dualität und dem Bedürfnis nach unserer Energie, wodurch sie sich stark von anderen geistigen Wesen unterscheiden. Geistige Lehrer verbinden sich nur mit Menschen, um ihnen etwas beizubringen, und setzen ihre Energie dabei sehr gezielt ein. Deswegen vermitteln sie beispielsweise nichts, das schon bekannt ist. Erst in dem Moment, in dem Wissen fehlt, das für die augenblickliche Entwicklung der Menschen wichtig ist, und es jemanden gibt, der dieses Wissen verinnerlichen und leben kann, wird er von geistigen Lehrern geschult, um es an andere weiterzugeben. In diesem Unterricht geht es dann nur um Dinge, die entweder noch niemand erleben konnte, oder um solche, die im Lauf der Zeit verloren gegangen sind und über die man deshalb nichts in Büchern finden kann. Es ist also eine Erweiterung unseres Horizonts damit verbunden, die uns helfen kann, den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu gehen.


Haben noch mehr Menschen einen Unterricht wie Ihren erhalten? 

Wir sind insgesamt fünf, die alle mit einem ähnlichen Bewusstsein und der notwendigen Medialität geboren wurden, um unterrichtet werden zu können. Mit mir sind wir nur zwei, die bis zum Ende des Unterrichts dabei geblieben sind, die es erreicht haben, vollständig unterrichtet zu werden. Wir haben beide sehr unterschiedliche Aufgaben in jeweils anderen gesellschaftlichen Bereichen, denen wir uns mit ganzem Herzen widmen. So hatte meine Aufgabe von Anfang an ihren Schwerpunkt in der spirituellen Szene, um dort die Menschen für eine neue Klarheit und ein neues Bewusstsein zu öffnen.

Ihre Medialität ist ja schon sehr außergewöhnlich. Wodurch unterscheidet sie sich von der Medialität anderer Menschen?
Mir ist aufgefallen, dass die medialen Menschen, die ich kenne oder von denen ich gehört habe, anders wahrnehmen. Beim medialen Sehen würde ich es zum Beispiel so beschreiben, dass sie das Feinstoffliche eher wahrnehmen wie ein Bild, das man sich in seiner Vorstellung von etwas macht. Dieses Bild ist nicht so klar und deutlich sichtbar wie die physische Substanz eines Körpers oder eines Baumes zum Beispiel. Meine Wahrnehmung ist anders, denn ich sehe und höre alles Feinstoffliche ebenso klar und deutlich wie alles andere um mich herum.

Sie vermitteln eine neue Medialität. Was ist der Kern des Neuen?

Ich unterscheide stark zwischen Medialität auf der einen und Wahrsagerei und Channeling auf der anderen Seite. Medialität ist für mich nicht, die Zukunft vorherzusagen oder Geister durch mich reden zu lassen. Ich empfinde diese Informationen als unklar und nicht geerdet und ich sehe darin auch eine Gefahr der Abhängigkeit. Medialität ist für mich ein Mittel, um zu sich selbst, in seine Kraft zu kommen und die eigene Wahrhaftigkeit im Augenblick zu spüren. Dabei geht es also weder darum, geistige Wesen um Antworten zu bitten, weil man glaubt, dass sie es besser wüssten, und auch nicht darum, sich damit zu beschäftigen, was die Zukunft wohl bringen mag. Die neue Medialität führt hinein zu sich selbst und in das wertfreie Erleben. Sie ermöglicht es, die inneren Sinne zu nutzen, um sich in der Tiefe zu spüren – was die Voraussetzung ist, um aus sich heraus leben zu können. Dies ist es, was ich gelernt habe – nur aus mir selbst heraus wahrzunehmen, um mich und meine Umwelt klar und neutral zu sehen und Antworten in mir zu finden. Dadurch erlebe ich eine große Unabhängigkeit in der Wahrnehmung von allem, was mir begegnet. Mir liegt es am Herzen, den Menschen zu ermöglichen, eine klare Wahrnehmung zu entwickeln, um sich und die Welt aus einer neutralen Perspektive und hohen Energie zu betrachten und somit die eigene Wahrheit leben zu können.

Kann das jeder Mensch lernen oder ist es nur etwas für besonders Begabte?
Da jeder Mensch innere Sinne hat, kann auch jeder lernen, sie zu schärfen und zu nutzen, um das Feinstoffliche klarer wahrnehmen zu können. Dennoch suche ich meine Schüler bewusst aus, vor allem, weil das Erlernen dieser Form der Medialität mit der Bereitschaft zur Persönlichkeitsentfaltung verbunden ist. Denn darum geht es in erster Linie in der neuen Medialität, sie für sich und seine Entwicklung zu nutzen und nicht, wovon oft ausgegangen wird, um andere zu beraten. Die Wahrnehmung des Feinstofflichen bringt so viel Genuss, Klarheit und Bewusstheit für das eigene Leben – und das ist es doch, worum es im Leben geht. Sich selbst zu erkennen, dabei seine inneren Potenziale zu entdecken und zu leben.

Was ist das Hauptanliegen Ihrer Arbeit mit anderen Menschen?

Das Leben kann wunderschön sein – wenn man lernt, bei sich zu sein, in seiner Mitte und Ruhe, und das in jeglicher Situation. Dann lebt man sich in seiner Kraft und Liebe. Diese Erfahrung möchte ich für viele Menschen spürbar werden lassen und sie dadurch ermutigen, Vertrauen zu haben in sich selbst und ihre eigenen inneren Möglichkeiten.

In meiner Arbeit geht es vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe, denn ich zeige den Menschen, was in ihnen ist und wie sie dies umsetzen und leben können. Aus meiner Sicht bestärkt vieles, was in der Esoterik angeboten wird, die Sehnsucht der Menschen nach Hilfe in Form von Licht und Liebe von außen. Ich möchte sie dabei unterstützen, all das, was sie im Außen suchen, in ihrem Inneren zu finden. Deshalb bringe ich ihnen Methoden der Verwirklichung ihres Selbst bei, zu denen unter anderem die neue Medialität gehört.

Der Titel Ihres neuen Buches klingt wie ein schönes Versprechen: „Die Einfachheit des Seins“. Was bedeutet er für Sie?

Dieser Titel entspricht genau meinem eigenen Lebensgefühl und meiner persönlichen Wahrnehmung vom Sein. Die Einfachheit des Seins bedeutet für mich, sich dem Augenblick bedingungslos hinzugeben und in dieser Hingabe zu spüren und zu genießen, was ist. Sie bedeutet im Einklang zu sein mit seinem Inneren und dem, was im Außen geschieht, ohne es beurteilen zu wollen. Sehr viele Probleme resultieren daraus, dass man eine Situation oder einen Zustand bewertet. Doch nicht die Tatsachen machen das Leben schwer, sondern ihre Bewertung. Stellen Sie sich vor, wie viel Leichtigkeit im Leben liegt, wenn Sie ihm offen und gelassen in all seinen Facetten begegnen, es vorbehaltlos spüren und genießen. So kann man allem begegnen, so wie es ist, auch wenn es sich unangenehm anfühlt. Darin liegt die Einfachheit des Seins – im Frieden mit dem Augenblick.

 


Abb.: © Mikhail Tolstoy – Fotolia.com

 

 

 

 

 

 

 

Im April 2009 erschien ihr Buch „Die Einfachheit des Seins“, in dem sie auf inspirierende Weise ihren eigenen Weg in eine gelebte Spiritualität beschreibt und ihre neuen Sichtweisen auf Heilung, Persönlichkeitsentwicklung und Medialität lebendig werden lässt.

Über den Autor

Avatar of Rebecca Rosing

Rebecca Rosing ist Psychologin und hat eine Ausbildung in traditioneller chinesischer Medizin. Sie entwickelte die Therapieform ReConSat, die sie in ihren Seminaren, Vorträgen und Satsangs lehrt.

Mehr Infos

Workshops:
23. Oktober 09, 19.30 Uhr: Vortrag „Gelebte Spiritualität – jetzt ankommen“
keine Anmeldung erforderlich
24.-25. Oktober 09, 10-18 Uhr: Workshop „Ham-Zentrierung“, „Klarheit, Ruhe und Erdung“
Anmeldung erfordl.
Ort: Gotischer Saal, Schmiedehof 17, 10965 Berlin
Info/Anmeldung:
Tel.: 0271-319 07 63

2 Responses

  1. Eberhard Elisabeth

    Sehr geehrte Helfer,

    was Frau Rosing im Interview äussert ist auch mein Ansatz. Die Suche im Aussen (z.B. durch Channeling) und das Verlangen von Dritten „geheilt“ zu werden (z.B. durch Rückenbegradigung) ist ein Weg, um allmählich herausfinden, dass dies nicht ausreicht, um wirklich sich selbst besser zu erkennen, die eigene Kraft in der Mitte zu spüren, verantwortlich mit dieser Kraft zum Wohle aller seinen bestmöglichen Beitrag zu leisten. Es gibt hierzu auch verschiedene Ansätze. Auch ich durfte seit meinem 10. Lebensjahr im medialen Bereich sehr viele Erfahrungen machen und durfte dank der Hilfe von Oben und dank des Vertrauens tausender Mitmenschen eine Heilweise ent-wickeln, die höchst wirksam ist und mit der man bereits in ca. 3 Minuten die Verbindung zum Göttlichen herstellbar ist und mit der man eine ungeahnte göttliche Energie erleben darf. In ca. 3 Minuten fühlt man sich nicht nur ruhiger sondern geliebt, beschützt und wird dadurch gelassener. Der Selbstanwender dieser Heilweise (namens ELI) kann sich auch mit Hilfe von Oben sich in ca. 3 Minuten befreien von seinen alltäglichen emotionalen Beschwerden und körperlichen Schmerzen. Mit ELI’s Hilfe kann man alte seelische Verletzungen und die damit einhergehenden hinderlichen Glaubenssätze auf liebevolle Weise verabschieden, um damit die Basis zu schaffen, gestärkt und von Oben unterstützt die eigenen Potentiale/Talente/Gaben zu leben und zu geben.

    Dank sei Gott und Dank sei Ihnen allen, die den rechten Weg zum Wohle der Menschen, der Tiere, der Umwelt und vor allem auch zum Wohle der Helfer von Oben.

    Liebe, Gesundheit und Lebensfreude für Sie alle wünsche ich Ihnen von Herzen.
    Elisabeth Eberhard
    www.Elisabeth-Eberhard.de

    und gesmit der die von mir ent-wickelte spirituell orientierte Heilweise ELIrfahren, dass es mehr gibt als Persönlichkeit zum Wohle

    Antworten
  2. Margarete Sereda

    Sehr geehrtes Team,

    ich interessiere mich für den Workshop in Berlin in dem wunderbaren Gotischen Saal und würde auch gerne zum Vortrag kommen.
    Ich finde den Beitrag sehr ansprechend und auch die Homepage hat mich persönlich sehr berührt, da es mir in meinen Behandlungen auch immer darum ging/geht, den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.
    Ich würde gerne erfahren, wieviel der Workshop kosten würde, da ich mich gerade selbstständig gemacht hab und gerade finanziell sparsam lebe.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Sereda Margarete

    Antworten

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