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Sakrale Kunst erhebt und inspiriert den Betrachter und führt ihn zu seinem inneren Frieden. Sie stimuliert, aktiviert und nährt durch Schönheit, Harmonie, Schlichtheit, Tiefe und hochwertige Qualität das höhere ­Bewusstsein in den Menschen. Sie ­bezieht die Dimensionen der Seele ­bewusst mit ein, macht sie erlebbar und fordert zur Selbstentfaltung auf.

 

In allen Bereichen unserer Gesellschaft ist ein Umdenken und eine Neuorientierung erforderlich – so auch im Bereich der Kunst. Dies kann nur mit einer Kunst geschehen, die weitgreifende Erlebniswelten erschafft und dem Betrachter einen offenen Weg zu seinen eigenen Seelendimensionen zeigt – mit anderen Worten: die uns die innere Urquelle in Erinnerung bringt und bewusst macht. Eine derartige Kunst nenne ich „Sakrale Kunst“. Es ist mein Anliegen, durch meine Arbeit – die Musik und die Bühnenprojekte – erlebbar zu machen, dass der Begriff „sakral“ eine viel umfassendere Bedeutung hat als bei uns allgemein üblich. Im Englischen bedeutet „sacred“ so viel wie „heilig“. Sakrale Kunst soll für uns be-greifbar machen, dass das ganze Leben heilig ist oder sein kann. Sie kann durch ihre Vision und Darstellung mithelfen, unsere Erde und das Leben als Wunder zu betrachten. Sie kann uns daran erinnern, dass wir Teil sind von einem viel größeren Geschehen. In vielen Urkulturen wurde grundsätzlich das Leben als ein heiliges Geschehen verstanden. Die Wege der Kunst können wir wieder so beschreiten, dass dies in unserer Welt wieder bewusst wird. Wir können Erlebnisräume schaffen, in denen wir fühlbar Teil eines tieferen Geschehens sind.

 

Musik als Türöffner

Ich möchte dem Begriff sakrale Kunst auch in der deutschen Sprache wieder eine umfassendere Bedeutung geben und ihn aus der Enge der Kirchenkunst befreien. Meiner Auffassung nach sollte alle Kunst „sakral“ sein. Jedes Kunstwerk sollte dafür geschaffen werden, Seelenräume zu öffnen, die uns unsere innere göttliche Natur in ihrer Größe und Schönheit, in ihrem Wachstum und ihrer Blüte wahrnehmen lässt. Dies sehe ich als die Verantwortung, die jeder Künstler für sich annehmen sollte, wenn er sich als Künstler für heilige (oder ganzheitliche) Kunst verstehen möchte.

Sakrale Kunst lehrt keine Wahrheiten. Stattdessen öffnet sie mir als Zuschauer oder Zuhörer alle Türen zum Eintritt in den magischen Raum dieses Kunstwerkes. Durch die Resonanz, die sie hervorruft, unterstützt und ermutigt sie mich darin, mich nach der eigenen inneren Wahrheit meines Wesens auszurichten. Durch eine offene Resonanz kann sie uns auf eine über-persönliche Erfahrungseinstellung einstimmen, und in diesem Prozess heilen und transformieren wir uns selbst.

 

Heilung der Seele

Sakrale Kunst hat ihre Wurzeln in einem Weltverständnis, in dem die Verbindung mit dem Transzendenten, mit dem Mythischen, mit dem Archetypischen gelebt, dargestellt, erfahrbar und immer wieder neu erschaffen wird. Wie im alten Griechenland, wo das Theater eine Kunstform zur Heilung der Seele war, so drücken auch alle großen, beeindruckenden und tief berührenden Kunstwerke das Leben in Metaphern des Transzendenten, des Mythischen oder als mystisches Erleben aus und schöpfen aus den unermesslichen Quellen der Stille, aus dem Herzen – Dimensionen, welche in der Moderne so gut wie in Vergessenheit geraten sind.
In dieser Zeit der Umwandlung, in der wir gerade leben, sehe ich es als die Aufgabe der visionären Künstler, eine ganz neue „Mythologie“ des neuen globalen Bewusstseins zu erschaffen, worin wir Menschen erwachen zu unserer wahren Schöpferkraft und zu der Erkenntnis, dass wir als multi-dimensionale Wesen eins mit allem sind.

Sakrale Kunst ist nicht belehrend und nicht verführend, sie ist das Tor zu den höheren Dimensionen in unserem Bewusstsein. Dann macht sie uns sprachlos, erhebt uns und kann uns zum Weinen bringen – Tränen der tiefen Berührung und Freude. Und es gibt nichts anderes dabei zu lernen, als zuzulassen, dass sie für unser Sein in ihrer ureigensten Weise wirkt.

 


Konzerttournee „Wie im Himmel“ – Musik der Stille mit Lex van Someren:  3. Nov. bis 20. Dez. 2011 (Berlin am 20. Nov.), Infos unter Tel.: 07223-806 650
oder music@someren.de, www.someren.de

 

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