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Durchbruch: Neue Akku-Technologie ermöglicht Aufladen in Sekunden

Das könnte der letzte Baustein sein, der zum Perfekten Elektroauto noch gefehlt hat: Materialforscher um Byoungwoo Kang und Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) berichten im Fachblatt „Nature“, dass es durch einen Lithiumphosphat-Überzug gelungen sei, die Ladezeiten von Akkus drastisch zu verkürzen.

Ohne Verringerung der Energiedichte (Energiemenge pro Volumen) können die neuen Akkus Energie viel schneller aufnehmen und abgeben (Leistungsdichte). Bislang wurde der Effekt jedoch nur an einer sehr kleinen Batterie getestet: Eine Batterie, die ohne die Beschichtung eine Ladezeit von 6 Minuten gehabt hätte, konnte von den Forschern in 10-20 Sekunden aufgeladen werden. Das Prinzip sei jedoch auf alle Batteriegrößen übertragbar, versprachen die Forscher.

Auch die Herstellung verteuert sich durch die neue Beschichtung nicht: „Sie wächst chemisch im Produktionsprozess genauso wie der Rest des Akkus“, sagte Ceder im Gespräch mit Spiegel Online.

Ein Handy könnte mit ihrer Technik in nur zehn Sekunden geladen werden. Hybrid-Elektroautos könnten in nur fünf Minuten wieder einsatzbereit sein – wenn eine Aufladestation mit entsprechend hoher Leistung bereitsteht.

Das könnte der entscheidende Durchbruch sein, denn die geringe Reichweite in Kombination mit der langen Ladezeit von derzeit sechs bis acht Stunden war bislang der Pferdefuß der Elektroautos. Eine Pause von 5 Minuten alle 200 Kilometer fällt jedoch kaum mehr ins Gewicht.

Die neue Technologie verhindert außerdem, dass sich Akkus bei hoher Beschleunigung zu schnell entladen und hat zudem den Vorteil, dass das Material der Akkus weniger schnell ermüdet.

Die Forscher haben die Lizenzen bereits an zwei Unternehmen vergeben und glauben die Akkus könnten „in zwei bis drei Jahren auf den Markt kommen“.

 

Quellen: web.mit.edu, spiegel.de
Bild: Benzo / aboutpixel.de

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