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Enormer Ansturm auf Attac-Kongress

2.500 Menschen diskutieren am Wochenende beim Kapitalismuskongress von Attac – das enorme Interesse beweist, wie sehr den Menschen die Frage nach Alternativen zu unserem gegenwärtigen Wirtschaftssystem auf den Nägeln brennt.

Mit einer Erklärung zum Kongress unterstreicht Attac die Erkenntnis, dass wir eine Wirtschaft im Dienste der Menschen, nicht des Profites benötigen und der Fehler im System selbst zu suchen ist:

„Immer mehr Menschen sehen: Diese Krise ist kein Betriebsunfall. Sie wurzelt im System selbst. (…)Jetzt ist die neoliberale Profitmaschinerie unter den maßlosen Renditeansprüchen der Shareholder kollabiert. Der Finanzkapitalismus führt in eine Sackgasse.“

Nun geht es darum Alternativen zu entwickeln:

„Zwar ist der neoliberale Kapitalismus zusammengestürzt und seine Ideologie ist bankrott. Trotzdem werden Alternativen nicht von allein Realität. Eine solidarische Gesellschaft entsteht nur durch Druck von unten.“

Hierzu wird es mit „McPlanet.com 2009: Game Over – Neustart“ einen weiteren Kongress geben, auf dem solche Alternativen erarbeitet werden sollen. (Sein berichtete.

So begrüßenswert der Kongress und vor allem die rege Teilnahme daran ist, so traurig ist es doch, dass Attac in der Presse-Erklärung keinen Bezug auf die Ursachen des Systemversagens nimmt: Themen Zinswirtschaft und Geldschöpfung werden nicht mal angerissen. Auch ein Ausblick auf Alternativen wäre wünschenswert gewesen – die Zeit drängt. So wurde scheinbar weder das Kern-Problem erkannt, noch eine Lösung aufgezeigt.

Trotzdem sind Kongrese wie dieser jetzt wichtig, um eine breite Öffentlichkeit auf die Misstände aufmerksam zu machen und den Gedanken eines Systemwechsels auch in die Mainstream-Medien zu transportieren.

 

Bilder: Attac

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