Anzeige

Wir zahlen nicht für eure Krise

„Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft“ – heißt das Motto von zwei Großdemonstrationen 28. März in Berlin und Frankfurt. Diese werden unterstützt von einem breiten Bündnis aus zahlreichen Gewerkschaften, Erwerbslosen- und Sozialprotestorganisationen, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac, antikapitalistischen Gruppen, entwicklungspolitischen Organisationen, wie der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), Parteien wie DIE LINKE und Die Grünen und mehreren Umweltverbänden wie zum Beispiel dem BUND.

Eine ziemlich bunte Mischung. Dass die Krise jeden angeht, scheint sich also mittlerweile rumgesprochen zu haben.

„Die Bandbreite der Organisationen und Gruppen, die zu den Demonstrationen aufrufen, spiegelt die Breite des Protestes gegen die unsoziale Krisenpolitik der Bundesregierung wider. Wir merken deutlich: Es rumort in der Gesellschaft“, fasst Frauke Distelrath, die Pressesprecherin von Attac die Situation zusammen.

Andreas Lathan (BUND) erläuterte die Gründe für die breite Beteiligung umwelt- und entwicklungspolitischer Initiativen: „Die Finanzkrise ist das offensichtliche Symptom einer umfassenden Krise unserer Zivilisation. Der Klimawandel und die weltweite Ungerechtigkeit zwingen uns, jetzt konsequent umzusteuern – von kurzsichtiger Profitmaximierung hin zu einer Lebens- und Wirtschaftsweise, die allen Menschen ein gutes Leben ermöglicht und für die Erde dauerhaft tragbar ist.“

Zu den zentralen Forderungen des Aufrufes „Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft“ gehört eine Sonderabgabe auf große Vermögen sowie eine Millionärssteuer. Der Bankenrettungsfonds müsse zudem von den Banken finanziert werden. Notwendig sei ein sozialer Schutzschirm für Beschäftigte, Erwerbslose sowie Renterinnen und Rentner. Das Bündnis fordert massive öffentliche Investitionen in Bildung, Umwelt- und Klimaschutz, die öffentliche Infrastruktur sowie das Gesundheitswesen. Hartz IV, die Agenda 2010 sowie die Rente ab 67 gehörten abgeschafft. Auch die umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen fordern in ihrem Aufruf „einen solidarischen und ökologischen Weg aus der Wirtschaftskrise“.

Weitere Informationen: http://www.kapitalismuskrise.org/

 

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*