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DESERTEC: Strom aus der Sahara wird Realität!

SEIN berichtete schon an verschiedenen Stellen über das DESERTEC-Projekt und Strom aus der Wüste. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wird das ambitionierte Vorhaben nun schneller Realität, als erwartet.

In einer der größten privaten Ökostrom-Initiativen aller Zeiten wird eine Gruppe aus zwanzig Firmen in Afrika Sonnenkraftwerke für 400 Milliarden Euro bauen. Mitte Juli wollen sich die Firmen, darunter die Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und RWE für das spektakuläre Vorhaben offiziell zusammenschließen.

„Wir wollen eine Initiative gründen, um in den nächsten zwei bis drei Jahren konkrete Umsetzungspläne auf den Tisch zu legen“, sagte der Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek der Süddeutschen Zeitung. Bereits am 13. Juli würden die Firmen zur konstituierenden Sitzung in München zusammenkommen.

Damit wäre der Weg frei und der erste Strom aus den Kraftwerken könnte in etwa zehn Jahren fließen. Mit am Tisch sitzen wird auch der Club of Rome, ein Zusammenschluss führender Wissenschaftler, Politiker und Manager, der mit dem DESERTEC-Projekt die Idee afrikanischen Solarstroms schon seit Jahren verfolgt.

Die geplante Anlage wird zunächst 15 Prozent des gesamten europäischen Stromverbrauchs decken und bereits nach zehn Jahren wettbewerbsfähig sein, so dass das Projekt für die Investoren eine gute Investition sein dürfte.

Unklar ist, in welcher Form auch die Afrikaner selbst von der Anlage profitieren werden – immerhin nutzen die Industrienationen auch mit diesem Projekt wieder den „Rohstoff“ eines Dritte-Welt-Landes. Sonne könnte nach Öl der Rohstoff der Zukunft sein – und diesmal muss der Reichtum auch in der Bevölkerung ankommen.

Quellen

Text: sueddeutsche.de
Bilder: desertec.org

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