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FED muss offenlegen, wohin die Billionen flossen

Eine New Yorker Bezirksrichterin verfügte, dass die Federal Reserve die Empfänger der rund 2 Billionen Dollar aus dem Rettungsplan-Fond offenzulegen hat. Sie lehnte das Argument der Bank ab, dass die Aufzeichnungen vom „Freedom of Information“-Gesetz ausgenommen seien, da ihre Bekanntmachung den Kreditnehmern in ihrer Wettbewerbsfähigkeit schaden würde.

Eingereicht wurde die Klage vom Nachrichtenmagazin Bloomberg News, das Aufklärung in der historischen Kreditvergabe fordert:

„Wenn eine noch nie dagewesene Summe an Steuergeldern in noch nie dagewesener Art und Weise an Finanzinstitute geliehen wird und die Federal Reserve es ablehnt, jegliche Details dieser außergewöhnlichen Kreditgewährung der Öffentlichkeit preiszugeben, fragt Bloomberg News das Gericht, warum haben US-Bürger dann nicht das Recht darüber zu erfahren?“

Vetternwirtschaft und Goldman-Verschwörung?

Bisher hatte die FED mit allen Mitteln versucht zu verschleiern, wohin die Billionen gewandert sind – ein scharfer Kontrast zu der angeblichen Transparenz, von der Präsident Barack Obama gerne fabuliert.

Der Grund für die Verschleierungsversuche könnte in Marktmanipulationen durch die Rettungsgelder liegen aber auch in der Tatsache, dass US-Finanzminister Paulson die Vergabe der Rettungsgelder seinem Freund Neel Kashkari überantwortete – dem ehemaligen Geschäftsführer von Goldman Sachs. Die Bank gilt als Hauptprofiteur der Krise gelten und steht im Verdacht, die Finanzkrise für das eigene Interesse gesteuert zu haben. Kritiker behaupten, die Finanzkrise und die öffentlichen Rettungsaktionen fördern vor allem die Interessen der ehemaligen Investmentbank. Neben maximalem Profit liegen diese darin, unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu räumen und das US-amerikanische und in der Folge auch das globale Finanzsystem unter eigener Führung zu konsolidieren.

UPDATE: Die FED hat Aufschub bekommen und will in Berufung gehen.

 

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Bild: Public Domain

 

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