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Handy-Strahlen lassen Ratten früher sterben

Während das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz die Schädlichkeit von Handystrahlung trotz vieler gegenteiliger Studien hartnäckig leugnet, wurden die Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Handymasten in Belgien drastisch gesenkt. Der Grund: Eine Studie an der Universität Löwen hat nachgewiesen, dass Ratten, die längere Zeit Handy-Strahlung ausgesetzt werden, wesentlich früher sterben. Auch Veränderungen in den Blutkörpern, die wesentlich für das Immunsystem verantwortlich sind, konnten in der Studie nachgewiesen werden.

Belgien reagierte sofort auf die Ergebnisse und senkte die Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten auf drei Volt pro Meter. Weil dadurch die Sendeleistung der Stationen stark abnimmt, müssen nun tausende Masten neu aufgestellt werden. In Deutschland ist der Grenzwert 14 Mal so hoch – das bedeutet zwar besseren Empfang, aber wahrscheinlich auch ein kürzeres Leben.

In dem Versuch wurden 31 Ratten 18 Monate elektromagnetischen Strahlen ausgesetzt, wie sie von Mobiltelefonen verbreitet werden. Das Ergebnis: Die Sterberate verdoppelte sich, die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöhte sich und es kam zu Gedächtnisverlusten und vorzeitiger Alterung. Inwiefern die Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen sind, ist unklar – allerdings ist das genetische Erbgut von Ratte und Mensch zu 90% gleich. Würde man den Versuch auf den Menschen umsetzen, würde dies laut den Forschern etwa einer täglichen Exposition über 63 Jahre entsprechen.

 

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