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Krähen verwenden Werkzeuge ohne Training

Die Intelligenz von Tieren erstaunt Forscher immer wieder – auch vermeintlich „dumme“ Tiere verblüffen regelmäßig mit ganz erstaunlichen Fähigkeiten. Vögel zum Beispiel gelten bei den meisten Menschen sicherlich nicht gerade als die pfiffigsten Vertreter des Tierreichs – zu unrecht, wie sich nun zunehmend zeigt.

Anfang des Jahres fanden Wissenschaftler bereits heraus, dass Hühner-Küken Rechenaufgaben lösen können – jetzt haben neue Versuche mit Neukaledonien-Krähen bewiesen, dass auch diese über ungeahnte Intelligenz verfügen. Neue Experimente mit den Krähen haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, bis zu drei verschiedene Werkzeuge in korrekter Reihenfolge zu verwenden, um ihr Ziel zu erreichen. Bisher hat man bei keinem anderen Lebewesen als dem Menschen ein solches Verhalten ohne vorheriges Training beobachten können, berichten die Forscher von der Oxford University.

Aufeinanderfolgendes Verwenden von Werkzeugen wird von Forschern sehr oft als Beweis für fortgeschrittene kognitive Fähigkeiten wie etwa Planung und logisches Denken angeführt. Bisher war nur vom Menschen die Fähigkeit bekannt, Werkzeuge zu verwenden, um andere Werkzeuge herzustellen.

Von den Krähen wussten die Forscher bereits, dass sie auch in der freien Wildbahn eine Reihe von verschiedenen Werkzeugen wie etwa Äste zur Futtersuche und zum Verschlingen der Beute benutzen. Im Laborversuch zeigte eine weibliche Krähe jetzt aber ein bisher unbekanntes Verhalten: Sie verwendete spontan neue Werkzeuge, um an ihr Futter zu kommen – und das in einem sehr komplexen Versuchsaufbau: Das Futter war nämlich so versteckt, dass der Vogel es nur mit einem Stecken von bestimmter Länge erlangen konnte. Um diesen an Stecken allerdings heranzukommen, musste die vorher Krähe zwei andere, kürzere Stecken verwenden.

 

Bild: Oxford University

 

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