Anzeige

Pervers: Hühner sollen zu Biodiesel verarbeitet werden

Man könnte es für eine gute Idee halten: Als Schlachtabfall von den fünf Milliarden (!) in der EU geschlachteten Hühnern bleiben riesige Menge an Federn zurück, die bisher keine Verwendung haben. Jetzt hat ein US-Forscher einen Weg gefunden, die Federn zu Diesel zu verarbeiten.

Dafür werden die Körperöle durch Erhitzung aus den Federn extrahiert und dann im nächsten Schritt in Biodiesel verwandelt. Aus den Milliarden von toten Hühnern könnten dadurch weltweit zwei Milliarden Liter Kraftstoff erzeugt werden – das sind etwa 0,2 Prozent des weltweiten Verbrauchs an Dieselöl. Und sogar der Abfall vom Abfall soll noch Verwendung finden: Aus dem zurückbleibenden Federmaterial wollen Forscher Tanks für Wasserstoffautos und verschiedene Leichtbaustoffe herstellen.

 

Pack das Huhn in den Tank!

Ist doch toll – wieder ein Abfallprodukt seiner wahren Bestimmung zugeführt, wieder ein Kreislauf geschlossen – oder? Nachdem die Erdölvorräte nahezu aufgebraucht sind und tausende Menschen verhungern, weil wir ihre Nahrungsmittel zu Biodiesel verarbeiten, verheizen wir jetzt halt auch noch Tiere, warum denn nicht!

Muss man pervers sein, um darüber nachzudenken, Tiere als Sprit zu verwenden? Und wo führt das hin, wenn wir eines Tages (zumindest teilweise) von Hühnerfedern abhängig sind, um mit unseren Limousinen die sonntägliche Spazierfahrt zu absolvieren? Haben wir dann bald überall „Hühnerplantagen“?

Manch einem wäre jedenfalls sicherlich wohler, wenn die Lösung des Energieproblems nicht das Verfeuern von Lebewesen beinhalten würde …

 

Bild: Thegreenj / Wikimedia

 

Eine Antwort

  1. andre bever

    ich hoffe nur das nicht irgendwann eine lösung gefunden wird wo zum beispiel menschenfleisch weiterverarbeitet werden könnte. die welt ist krank, tiere müssen für alles hinhalten, fette bäuche, genuss und weiss ich was. ich bin veganer und probiere die welt zu ändern. sicherlich schaffe ich das alleine nicht aber ich habe ein reines gewissen. die wahren werte kennt der mensch nicht mehr, geld scheint ihm zu wichtig geworden sein. echt armseelig von der politik bis zum kleinsten mann.

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*