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Mit 100 Liter Algensprit quer durch die USA

Modifizierter Toyota Prius tourt von Küste zu Küste

Die „Veggie Van Organization“ hat in San Francisco das das welterste algenbetriebene Hybridauto enthüllt. Der mit einem zusätzlichen Akku ausgerüstete Toyota Prius soll mit soll nur etwa 1,5 Liter des Algenkraftstoffes auf 100 km verbrauchen, heißt es vonseiten der Organisation. Dabei seien keine Modifikationen am Motor notwendig gewesen, da aus Algen-Rohöl mithilfe chemischer Verfahren normaler Treibstoff gewonnen werden kann. Die Effizienzsteigerung kommt allerdings nicht aus der Verwendung des Algentreibstoffs sondern zum Großteil aus der modifizierten Hybridtechnologie.

Das Fahrzeug mit dem klingenden Namen „Algaeus“ soll nun besonders umweltschonend durch die Vereinigten Staaten – von der Ost- zur Westküste – touren, und dabei nicht mehr als des Algenkraftstoffs verbrauchen. „Wir kamen auf die Idee, dass wir mit dem Auto durchs Land fahren müssen. Die Menschen denken, Algentreibstoff ist eine weit entfernte Sache. Aber was man sieht, glaubt man“, sagt Rebecca Harrell, Mitgründerin der Veggie Van Organization.

Die Tour soll auch den Kinofilm „Fuel“  promoten, der nächste Woche in den USA anlaufen soll und sich Amerikas Öl-Abhängigkeit und möglichen Auswegen widmet. Der verwendete Algenkraftstoff kommt von Sapphire Energy  und soll nach Herstellerangaben klimaneutral sein. Zwar verursache die Verbrennung einen ähnlich hohen CO2-Ausstoß wie konventioneller Sprit, die Menge werde jedoch im Rahmen der Produktion von den Algen durch Photosynthese wieder aufgenommen. Algentreibstoff könnte nach Meinung vieler Forscher in Zukunft eine echte Alternative darstellen.

An normalen Tankstellen wird der Algentreibstoff aufgrund des noch hohen Preises freilich so schnell nicht verfügbar sein. Sapphire Energy will trotzdem bald mit der Produktion von Algentreibstoff für Flugzeuge beginnen und im kommenden Jahr rund zwei Mio. Barrels des Biokraftstoffs absetzen, der bereits im Januar in einer Boeing 737 getestet wurde.

Die Algentreibstoffe  haben den Vorteil, dass sie nicht direkt in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen. Die Biosprit-Produktion aus Palmöl und Zuckerrohr ist hingegen sehr umstritten, da sie in vielen Dritte-Welt-Ländern zu schweren Hungersnöten führt.

 

Zum Thema:

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Text: pressetext.de

Bild: Sapphire Energy


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