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Tagung: Urbane Landwirtschaft und Gärten – Zur Zukunft der Stadt

Die Landwirtschaft kehrt in die Städte zurück. Nachbarschaftsgärten, Interkulturelle Gärten, Klein-, Kraut- und Schulgärten, Guerilla Gardens, Kinderbauernhöfe und Gemeinschaftsgärten: Überall boomt die neue Lust am Eigenanbau von Gemüse und Obst sowie an nachbarschaftlichen Begegnungen im Grünen. So entstehen nicht nur innerstädtische Oasen, sondern auch neue Sichtweisen auf unsere Ernährungsgrundlagen, die eigentlichen Mittel zum Leben und auf eine nachhaltige Stadtgesellschaft. Die in den Städten noch vorhandenen Gartenbau- und Landwirtschaftsbetriebe sind nicht länger „Überreste“ vorindustrieller Zeiten, sondern Bestandteil zukunftsfähiger Stadtentwicklung.

Urbane Gärten: Vorboten der Zukunft?

Spätestens seit Michelle Obama einen Bio-Küchengarten am Weißen Haus angelegt hat, gewinnt das Thema auch in den Medien immer mehr Terrain. Eigenversorgung hat – nicht nur in der Krise – eine neue Bedeutung erhalten und wird auch und gerade von jüngeren Generationen kreativ angeeignet. Hier wird im Kleinen bereits vorweggenommen, was die künftige Entwicklung im großen Stil erfordert: nachhaltige Lebensstile und neue Wohlstandsmodelle, die weniger von materiellem Überfluss geprägt sind als von dem Verständnis für die eigenen Lebensgrundlagen sowie der Begegnung und dem miteinander Tätigsein. So ist der Anbau von Nahrungsmitteln „auf der eigenen Parzelle“ nicht nur gesund und vorteilhaft für das Klima, er bietet auch im sozial-kulturellen Sinn kreativ herausfordernde Optionen für neue Kulturen des Miteinanders.

 

Austausch und Information

Welche neuen Formen des städtischen Gärtnerns in den letzten Jahren entstanden sind und was sie über mögliche Zukünfte der Stadt aussagen, damit beschäftigt sich die Tagung „Urbane Landwirtschaft und Gärten. Zur Zukunft der Stadt“ vom 23. bis 25. Oktober 2009 in Tutzing am Starnberger See. Namhafte Referentinnen und Referenten widmen sich den unterschiedlichen Aspekten des Gärtnerns. Neben Naturerleben und ästhetisch-bildlichen und historischen Dimensionen geht es auch um Klimarelevanz und nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Tagung möchte die unterschiedlichen Aspekte und Dimensionen urbaner Landwirtschaft beleuchten:

• ihre Bedeutung für eine postfossile Stadtgestaltung,
• ihre ästhetisch-bildlichen, städtebaulichen und historischen Dimensionen,
• ihren Beitrag für das „gute Leben“ und für eine Neuverortung von Kulturtechniken der Subsistenz (Anbauen, Kochen, Weiterverarbeiten, Konservieren, gemeinsam Feiern),
• Naturerleben und produktiver Naturzugang für alle auch in Ballungsräumen sowie
• zivilgesellschaftliche Beiträge für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Zur Tagung sind alle Interessierten sehr herzlich an den Starnberger See eingeladen. Insbesondere wendet sich die Veranstaltung an Menschen, die selbst gärtnern oder Landwirtschaft betreiben, ebenso wie an Personen, die im Bereich von Stadtplanung und – entwicklung, öffentlicher Raum, Subsistenz, nachhaltige Entwicklung sowie Umweltbildung tätig sind.

Der Teilnahmebeitrag für alle Vorträge beträgt 50 Euro.
Eine Unterbringung mit Vollpension direkt im Tagungsschloss ist für 143 Euro zu haben.

Auszubildende, SchŸülerInnen, StudentInnen (bis zum vollendeten 30. Lebensjahr), Zivildienstleistende, Wehrpflichtige und Arbeitslose zahlen nur die Hälfte.

Hier gibt es das Programm der Tagung.

 

Bild: Cornelia Suhan, Internationale Stadtteilgärten Hannover

 

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