Anzeige

Kriegsfürst Obama bekommt Friedensnobelpreis

Die Verleihung des Friedensnobelpreises 2009 an den US-Präsidenten Barack Obama stößt bei Friedenswissenschaftlern auf harte Kritik. „Obama legte dem Kongress den höchsten Militäretat vor, den es jemals in den USA gab und verzeichnet den Krieg in Afghanistan weiterhin ganz oben auf seiner Agenda. Das wäre schon Grund genug, ihn für eine solche Auszeichnung auszuschließen“, urteilt Peter Strutynski, Friedensforscher an der Universität Kassel und Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag.

Im Testament Alfred Nobels findet sich die Verpflichtung, dass der Preis stets an die Person ergehen soll, die sich am meisten für die „Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere“ eingesetzt hat. „Das bedeutet im heutigen Sinn die Verpflichtung zur Abrüstung“, so der Experte im pressetext-Interview.

Die Entscheidung des Komitees irritiert den Friedensforscher gleich in mehrerer Hinsicht. „Man zeichnet einen Mann an der Spitze einer Weltmacht aus, die die Führung der Welt für sich beansprucht. Das ist ein falsches Signal.“


Wofür eigentlich?

Was hat der Mann eigentlich geleistet? Nichts! Es ist ein Politiker ausgezeichnet worden, der aufgrund seiner kurzen Amtszeit noch gar nicht in der Lage war, viel zu bewegen. Bisher gab es nur leere Versprechungen „Zugute halten muss man Obama, dass er die Schließung von Guantanamo angekündigt hat. Obwohl diese Schließung länger dauern wird als er zunächst annahm, war die Absicht in Ordnung und konkrete Schritte wurden eingeleitet.“

Derweil wird weiter aufgerüstet und auch die derzeit laufenden Programme der Modernisierung und Minituarisierung der US-Atomsprengköpfe hat Obama nicht gestoppt. Auch hat er deutlich gemacht, dass Amerika nicht auf seine Atomwaffen verzichten wird. Derzeit ist Amerika in eine Vielhzahl von kriegersichen Konfliken, wie etwa in Afghanistan und Somalia verwickelt. Friedensnobelpreis-verdächtig!

Aber die Bilanz für 8 Jahre Afghanistan-Krieg kann sich sehen lassen:

Getötete afghanische Soldaten: 5,010
Getötete Aufständische: 22,555 – 22,990
Getötete Zivilisten: 31,357+

Da kann man nur dem Scherzbold @kcpr auf Twitter zustimmen, der zur Preisvergabe lakonisch meinte:„Wenn Obama Humor hätte, würde er jetzt in Norwegen einmarschieren.“


Mehr zum Thema auf Sein.de

Obama setzt auf Monsanto

 

Eine Antwort

  1. edgard

    „Aber die Bilanz für 8 Jahre Afghanistan-Krieg kann sich sehen lassen:

    Getötete afghanische Soldaten: 5,010
    Getötete Aufständische: 22,555 – 22,990
    Getötete Zivilisten: 31,357+ “

    Dabei wird (bewußt?) unterschlagen wer all diese Menschen mehrheitlich ins Jenseits befördert hat:
    „Grausige Details im Fall der beiden von den Taliban ermordeten Helfer des Journalisten Mastrogiacamo: Das italienische Fernsehen hat ein Video von der Hinrichtung des afghanischen Fahrers ausgestrahlt.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,476716,00.html

    „14. April 2009 Radikalislamische Taliban haben in der südwestafghanischen Provinz Nimros nach offiziellen Angaben ein unverheiratetes Liebespaar öffentlich erschossen. Provinzgouverneur Gholam Dastagir Asaad sagte am Dienstag, die 19 Jahre alte Frau und der etwa 23 Jahre alte Mann seien von zu Hause weggelaufen, als ihre Eltern ihnen die Heirat verweigert hätten.“
    http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E306197CD1EDB405D95EB147D184710B8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    „Mit den Festnahmen steht fest, dass der Überfall auf den Konvoi von Dieter R. kein Raubmord war, wie zuerst von den afghanischen Behörden behauptet. Der Gouverneur der Provinz Sar-i-Pul im Norden Afghanistans sagte SPIEGEL ONLINE, dass es sich bei den Verdächtigen eindeutig um eine Taliban-Gruppe handelt, die seinen Angaben zufolge sogar Verbindungen zu al-Qaida unterhalten. „Diese Männer haben seit Monaten Anschläge verübt, zweimal auch auf mich persönlich“, sagte Said Eqbal Mounib. Ziel sei es gewesen, die Region zu destabilisieren.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,498978,00.html

    „HB KABUL/BERLIN. Die beiden Gymnasiasten im Alter von 19 und 20 Jahren hätten Soldaten eines vorbeifahrenden Konvois der Internationalen Schutztruppe ISAF gegrüßt und einige Worte Englisch mit ihnen gesprochen, sagte der Sprecher der Provinzregierung im zentralafghanischen Wardak, Adam Chan Serat, am Mittwoch. Die Taliban hätten die beiden Schüler daraufhin verschleppt und getötet. Ihre Leichen seien am vergangenen Montag in der Nähe der Häuser ihrer Familien im Distrikt Sayed Abad in Wardak abgelegt worden.

    Die Taliban teilten dagegen auf ihrer Webseite mit, die beiden seien Spione der amerikanischen Truppen gewesen. Sie seien nach einem entsprechenden Urteil eines Taliban-Gerichts hingerichtet worden.“
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/taliban-toeten-schueler-wegen-soldaten-gruss;2161263

    Über die Massaker der Taliban während ihrer Terrorherrschaft hier kein Wort – Ursache? (Aus)Wirkung? Nebensache.

    Dazu kommt – (schon verbessen?) z.B. die Initiative Obamas für eine komplette atomare Abrüstung.
    Aber das passt hier auch nicht ins Weltbild – oder?

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*