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Ein Viertel aller Menschen wünscht neues Wirtschaftssystem

 

Mit dem Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren siegte der Kapitalismus über alle anderen existierenden Systeme und trat seinen endgültigen Siegeszug an. Heute ist er das „Betriebssystem“ des gesamten Planeten – mit allen bekannten fatalen Folgen.

 

20 Jahre später

Eine Umfrage der BBC sollte herausfinden, wie die Menschen den Kapitalismus heute, 20 Jahre später, beurteilen. Dazu wurden weltweit 29.000 Menschen in insgesamt 27 Staaten befragt.

Das Ergebnis: „weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem Kapitalismus“. Und zwar recht deutlich.

  • Nur 11 % der Gefragten sind der Ansicht, der Kapitalismus funktioniere.
  • 27 % sind der Meinung der Kapitalismus „weißt fatale Fehler auf und muss durch ein neues System ersetzt werden“.
  • 51 % glauben, er könne durch neue Gesetze noch gerettet werden.
  • 67 % sind der Meinung, es sei die Aufgabe der Regierungen Reichtum besser zu verteilen.
  • 47 % meinen, die Regierung sollte dazu die wesentlichen Industrien besitzen oder kontrollieren.

Auch wenn die Ergebnisse zeigen, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form noch immer breite Unterstützung findet – immerhin zwei Drittel aller Menschen haben offenbar erkannt, dass er fehlerhaft ist und ein Viertel wünscht sich schon ein komplett neues System.

Hier geht es zur Studie.
Hier der Bericht der BBC.

 

6 Responses

  1. Zuversicht

    Liebes Allgemeinplätzchen,

    es gibt nun einen neuen Systementwurf von mir.
    Name: Retribuoismus -> aus dem Werk „System reloaded“

    Das Ziel ist die politische Durchsetzung durch Informationsverbreitung und Gründung einer thematisch darauf ausgelegten neuen Partei oder die Zusammenarbeit mit einer bereits bestehenden PArtei, die sich ernsthaft der Thematik annehmen will.

    Darum geht es:

    Die globale Weltwirtschaft ist am Ende.
    Die Vergangenheit zeigte sehr deutlich, dass Wirtschaftssysteme, die auf Steuern beruhen, impotent sind. Das Prinzip der Besteuerung von Gütern und Einkommen führte dazu, dass es den untersten und mittlern Gesellschaftsschichten immer schlechter ging und der Mittelstand bedenklich schrumpfte, während die Armut wuchs.
    Die verschiedenen Steuersysteme sorgten zudem dafür, dass viele Missstände nicht ausgemerzt werden konnten, sondern sich in vielen Regionen drastisch verschlimmerten.
    Alle notwendigen Veränderungen, die schnell angegangen und umgesetzt werden müssten, schleppen sich dahin und alle Zustände verschlechtern sich dadurch immer mehr.
    Steuergelder in Milliardenhöhe wurden durch Fehlentscheidungen in den Sand gesetzt und sind für immer verloren. An allen Ecken und Enden fehlt es an Geld, damit die wichtigen Dinge erledigt werden können.
    Die Schulden der verschiedensten Länder schießen wie Pilze in die Höhe und ein globaler Systemzusammenbrauch von noch einem noch nie da gewesenen Ausmaß steht allen bevor.
    Die Raffgier so mancher Banker und die zukünftigen Kurse an den Börsen sind weitere Faktoren, die den globalen Zusammenbruch beschleunigen werden. Viele Währungen bewegen sich bereits zunehmend schneller in die Richtung der Inflation und ein Stop ist nicht in Aussicht.
    Hinzu kommen die Folgen der Klimakatastrophe, die in den kommenden Jahren für weitere drastische finanzielle Belastungen sorgen werden. All dies ist keine Frage des OB, sondern nur noch des WANN! Dieses WANN scheint immer schnell zur realen Gegenwart zu werden.

    Durch die Veränderung einiger wesentlicher Parameter und Stellschrauben in der Wirtschaft stellt dieses neue System für alle Belange nachhaltig ausreichend Geld zur Verfügung. Banken und Börsen werden in dem neuen System keinen negativen Einfluss mehr haben können. Der Einsatz von neuen Energien kann dadurch flächendeckend beginnen. Flora und Fauna können optimal geschützt werden und der Wohlstand von allen Bürgern wird sich auf einem sehr angenehmen Level ansiedeln.

    Die menschliche Zivilisation wird entweder untergehen, oder sie setzt dieses System um und bewegt sich in eine glorreiche Zukunft. Sie können dazu beitragen, dass der zweite Weg realisiert wird.

    Können Sie sich vorstellen, dass ->

    – niemand mehr Miete und Unkosten bezahlen muss?
    – erziehende Elternteile und Freiberufler ein volles Einkommen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Krankenversicherung und einen hohen Rentenanspruch erhalten?
    – Existenzgründungen voll finanziert werden können und dies ohne einem Kredit im üblichen Sinne?
    – alle Betriebskosten aus einem Welttresor bezahlt werden?
    – Unternehmungen nicht mehr in harter Konkurrenz gegeneinander, sondern vielmehr miteinander arbeiten?
    – alle Unternehmenseinnahmen in einen Welttresor zurückfließen?
    – Kinder bereits im Kindergarten und in der Schule ein Einkommen erhalten?
    – Studierende nicht nur gratis studieren, sondern ein Gehalt in der Studienzeit bekommen?
    – Auszubildende weitaus bessere Einkünfte erhalten?
    – durch das neue System zig Millionen nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden?
    – sich niemand mehr kaputt schuften muss?
    – Tierheime, Hühnerbatterien usw. nur noch eine artgerechte Haltung umsetzen dürfen und dazu voll bezuschusst werden?
    – Wilderer zukünftig die Tiere behüten und Baumfäller in den tropischen Gegenden zu Förstern werden?
    – …

    Dies sind nur die Basisinfos. Das System ist noch völlig neu und derzeit arbeite ich hart und zeitintensiv an der Informationsverbreitung.

    Macht mit.

    Beste Grüße

    Zuversicht

    Antworten
  2. Steve

    Selbstverständlich wurde schon ein neues Wirtschaftssystem entwickelt. Das genialste Buch aller Zeit. Von Stefan Groß, dem Autoren des Buches „Spielgeld ein neues Wirtschaftssystem“.
    Er zeigt kurz die Ursachen der Verschuldung und der systemischen Vermögensverteilung von Arm nach Reich u n d stellt dann ein perfektes und transparentes Wirtschaftssytem vor, von dem die ganze Welt profitieren wird. Wichtig ist, dass wir uns alle auf die Lösungen, wie in diesem Buch beschrieben, konzentrieren und nich länger auf Probleme.

    Antworten
  3. Alexander Berg

    Um etwas zu schaffen, was für den Menschen „gut“ ist, muss man sich von diesem Gedanken selbst lösen.
    Um ein neues Wirtschaftssystem zu entwickeln, bedarf es des nicht unbedingt einer klassisch-nationalökonomischer Ausbildung, ist dies nur hinderlich.

    Um ein neues Wirtschaftssystem zu entwickeln, bedarf es der Erkenntnis, dass mehrheitlich vorhandenes Wissen auf einer unvollständigen Vorstellung unserer Welt beruht, dem Denken und Handeln in Dingen und scheinbar unabhängig voneinander existierender Probleme.

    Der Mensch lernte, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sensuell in Erscheinung treten, durch dieses gelernte Bedarfsdeckungsprinzip (Bdp) schuf er sich selbst die Komplexität in den Systemen, die ihm nun um die Ohren zu fliegen drohen. Anfänglich funktionelle Strukturen degenerierten zu altersschwachen Pflegefällen.

    Die Ökonomie hat im Kern die Aufgabe der Gewährleistung der Lebensgrundlage einer Gesellschaft, fußend auf der Natur und ihrer Ressourcen.

    Jetzt wird auch klar, warum alle Bauchschmerzen haben, wenn wir uns auf das gelernte Bdp beziehen. Jetzt wird klar, wenn es keine Ökonomie gäbe, der nächste Schritt zum Sattwerden über das Spalten eines Schädels stattfindet, wenn sich jemand dazwischen stellt.

    In Wirklichkeit haben wir es mit einem dynamischen System zu tun, genauer mit dynamisch vernetzten Beziehungsmustern, wechselseitigen Abhängigkeiten, kybernetischen, symbiotischen, synergetischen und kausalen Wirkmechanismen – die Hintergründe ganzheitlichen/systemischen Denkens und Handelns.

    Wird einem dies bewusst, wird schnell klar, dass mehrheitlicher Aktionismus sich lediglich mit Symptomen beschäftigt, im Glauben dort die Lösung „finden“ zu wollen.

    Wenn also von einem neuen Wirtschaftssystem gesprochen wird, und man das Denken und Handeln in dynamischen Systemen erkannt hat und auch anwenden kann, dann wird schnell klar, wo Ökonomie eigentlich „beginnt“.
    In den Teilsystemen, den Unternehmen.

    Man erkennt, dass dieses neue System nicht von oben verordnet werden kann, noch die Betroffenen selbst es implementieren können, fehlt das dazu notwendige Wissen.

    Die Veränderung kann somit nur im Kleinen und Unscheinbaren an der Basis stattfinden.

    Wenn Sie mir jetzt die folgenden Gedanken erlauben. Effekte eines so neuorientierten Teilsystems gestalten sich so:
    • fließende und effiziente Unternehmensprozesse,
    • gesteigerte Produktivität und Wirtschaftlichkeit,
    • angepasste Funktionsstrukturen für mehr Flexibilität,
    • Anpassung an künftige Anforderungen und Umfeldveränderungen,
    • mehr Handlungsfreiräume,
    • Kundenzufriedenheit und hohe Termintreue,
    • motivierte Mitarbeiter
    • und eine für alle akzeptable Unternehmenskultur.

    Wie dies vonstatten geht?
    Durch besagtes ganzheitliches/systemisches Denken und Handeln. Wir nennen es: Das Schubäus Modell.

    Grüße aus Pilgerzell
    Alexander Berg

    Antworten
  4. Don Alfredo

    Kann mich dem kommentar von Allgemeinplätzchen nur anschließen. Aber wer weiß denn noch, was eine kognitive Dissonanz ist? Die Wenigsten . . .
    Leider hat uns auch der gute Erich Fromm umsonst gewarnt: daß nämlich konfliktierende Ziele neurotisch machen (E.Fromm, die Furcht viror der Freihet, SEHR lesenswert!)

    Also ich meine : Kognitive D.issonanz PUR, inklusive absolut konfliktierender Zielparameter. Was soll uns das sagen? Nun, daß zwar nicht alle, aber doch noch viel zu viele von uns ILLUSIONEN bezüglich Wirtschaft und Politik haben. Jedoch: mit den Schergen und Schurken des Systems das System selbst ändern zu wollen ist unmöglich!
    Man kann nun mal eine Katze nicht waschen, ohne das Fell naß zu machen, und die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch nicht.
    Delegation war gestern. Wir müssen es SELBER anpacken, ohne Mittels-männer-frauen
    WIR müssen uns SELBST verändern !

    Antworten
  5. Allgemeinplätzchen

    Einerseits haben die Menschen kaum noch Vertrauen in die aktuelle Politik (erInnen) – bzw. in die parlamentarische Demokratie – aber, gleichzeitig erwartet die Mehrheit eine politische Lösung ( 67 % sind der Meinung, es sei die Aufgabe der Regierungen … )

    Immerhin :
    27 % sind der Meinung der Kapitalismus „weißt fatale Fehler auf …“

    Aber:
    51 % glauben, er könne durch neue Gesetze noch gerettet werden.

    Das ist m.E. ein offensichtlicher Fall von „kognitiver Dissonanz“ !

    Tatsache:
    Derzeit kennt keiner ein System oder eine Organisation,
    der fast alle Menschen Vertrauen könnten …

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