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„Avatar“ ist Realität für indigene Völker weltweit

Der als „Ökothriller“ und „Esoterik-Blockbuster“ bezeichnete Film „Avatar“ wurde mit dem Hauptpreis der Golden Globes als Bester Film ausgezeichnet. Sprecher verschiedener Indigener Völker bekundeten daraufhin, dass der Film die reale Geschichte ihres gegenwärtigen Lebens erzählt.

Alles miteinander verbunden

Ein Penan Mann aus Sarawak, dem malaysischen Teil der Insel Borneo, sagte zu Survival International: „Die Penan können nicht ohne den Regenwald leben. Der Wald sorgt für uns, und wir sorgen für ihn. Wir verstehen die Pflanzen und die Tiere, weil wir hier seit vielen, vielen Jahren leben, seit der Zeit unserer Vorfahren. […] Die Na’vi in „Avatar“ weinen, weil ihr Wald zerstört wird. Bei uns Penan ist es das Gleiche. Holzfällerunternehmen schlagen unsere großen Bäume nieder und verschmutzen unsere Flüsse. Und die Tiere, die wir jagen, sterben.“

Jumanda Gakelebone von den Buschleuten der Kalahari sagte: „Wir Buschleute sind die Erstbewohner des südlichen Afrikas. Die Rechte auf unser Land werden uns verweigert. Wir appellieren an die Welt, uns zu helfen. „Avatar“ macht mich glücklich, da der Film der Welt zeigt, was es bedeutet, ein Buschmann zu sein, und was unser Land uns bedeutet. Land und Buschleute – das ist das Gleiche.“

Davi Kopenawa Yanomami, der auch als „Dalai Lama des Regenwalds“ bekannt ist, erklärte: „Meine Yanomami haben immer in Frieden mit dem Wald gelebt. Unsere Vorfahren lehrten uns, unser Land und die Tiere zu verstehen. Wir haben dieses Wissen sorgsam verwendet, da unsere Existenz davon abhängt. In unser Yanomami-Land sind Goldgräber eingedrungen. Ein Fünftel unseres Volkes starb an Krankheiten, die wir nie gekannt hatten.“

„Avatar“-Regisseur James Cameron, sagte in seiner Dankesrede, er habe versucht mit dem Film eine zentrale Botschaft zu verbreiten:

“ ‚Avatar‘ fordert uns auf zu sehen, dass alles miteinander verbunden ist.“, sagte er in seiner Dankesrede. „Alle Menschen miteinander, und wir mit der Erde.“

 

Zum Film

Avatar erzählt die Geschichte des Kampfes zwischen ausbeuterischen Menschen und dem Urvolk, der Na’vi unter deren Heiligtum, einem riesigen Baum des Lebens, wertvolle Rohstoffe geplündert werden sollen. Der Soldat Jake Sully soll die Na’vi überzeugen, ihre Heimat zu verlassen, gerät aber immer mehr in den Bann der Philosophie der Na’vi, die ihren Planeten als ein einziges großes Wesen begreifen und zu Tieren und Pflanzen direkten Kontakt aufnehmen können. Schließlich kommt es zum Kampf und Sully wechselt die Seiten …

Avatar ist der teuerste und erfolgreichste Film aller Zeiten und hat das Kino zum einen durch die neue Animationstechnik und zugleich dadurch revolutioniert, dass er auch in einer 3-D Fassung in die Kinos kam.

 

2 Responses

  1. Christian Dieter Wilm

    Schön wenn ein Blockbuster wie Avatar als einer der neuen Welt bewegenden Filme wird der sehr deutlich das zeigt und anspricht durch James Cameron was die Eroberer der Welt angerichtet haben und weiter anrichten, ich habe die Extended nicht gesehen und weis nicht ob ich das muß weil das was ich weis als Laota interessierter und auch alles davor was ich weis über diesen Weltweiten Genozid reicht um mir den nicht ansehen zu müssen. Habe die Kinofassung gesehen und empfinde dies als gelungene Aussage.

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  2. Alice

    Survival International setzt sich für das Überleben von indigenen Völkern ein.
    Helft mit, geht zu: www.survivalinternational.de

    Antworten

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