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Reiche können das Leben nicht genießen

Das Reichtum und hohe Einkommen offenbar keinen großen Einfluss auf Glück oder Zufriedenheit der Menschen haben, gilt schon länger als erwiesen. Nun hat eine Studie vielleicht einen Anhaltspunkt gefunden, warum die Annehmlichkeiten des Reichtums sich nicht in durchgehend mehr Zufriedenheit niederschlagen: Reiche haben zwar mehr, können es aber nicht genießen.

Die Studie von belgischen, britischen und kanadischen Psychologen wies nach, dass finanzieller Reichtum aufgrund des Überflusses an möglichen angenehmen Erfahrungen, die Fähigkeit zu genießen schmälert. Ihre Tests ergaben: Je reicher eine Versuchsperson war, desto geringer war seine Genussfähigkeit.

Für die Wissenschaftler bestätigt dies „die provozierende und intuitiv Widerspruch weckende, aber bislang ungetestete Einsicht, dass der Zugang zu den besten Dingen im Leben die Möglichkeit untergraben kann, sich an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen“. Sie vertreten die Ansicht, dass Geld die Zufriedenheit zwar ein wenig vergrößert, die geringere Genussfähigkeit aber dafür die Freude am alltäglichen Leben mindert.

Die Studie zeigt einmal mehr, dass unsere auf die Jagd nach Reichtum ausgelegte Gesellschaft vielleicht gut daran täte, sich statt auf materielle Güter und Geldbeträge auf die wirklichen Bedingungen für Glück zu besinnen. Und sich politisch mehr an einem „Bruttonationalglück“ als an einem „Bruttoinlandsprodukt“ zu orientieren.

 

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Eine Antwort

  1. Dana

    Ich find sinnvollen Reichtum schon noch ok, wenn er mit sozialen Projekten oder anderem bestückt wird. Doch leider sind noch viele Menschen verführbar unter ihresgleichen. Wär schön, wenn es bald so weit ist, das die Mehrheit erkennt und handelt

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