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Auch wenn sie selbst nur Gibberish reden und kein Wort verstehen, können Kleinkinder schon Gefühlsnuancen in der Stimme ihres Gegenübers unterscheiden. Eine Hirn-Studie hat jetzt ergeben, dass Kinder schon im Alter von sieben Monaten Emotionen in der Sprache erkennen.

Bei Gesprochenem zählt nicht nur, was gesagt wird, sondern vor allem wie es gesagt wird. Selbst feinste Änderungen in Satzmelodie und Betonung vermitteln uns eine ganze Menge an Informationen, die quasi zwischen den Worten stattfinden. Für die Fähigkeit diese Informationen richtig interpretieren zu können, ist der sogenannte Temporallappen im Großhirn verantwortlich.

Forscher haben nun herausgefunden, dass Kinder schon im Alter von sieben Monaten in der Lage sind, zwischen einer neutralen, einer glücklichen und einer wütenden Betonung zu unterscheiden. Schon bevor sie die Worte ihres Gesprächspartners verstehen, wissen sie damit sehr wohl, wie das Gegenüber zu ihnen steht. Erwachsene sollten also nicht glauben, Kleinkinder hinters Licht führen zu können. Je weniger diese sich auf die Wort-Ebene verlassen können, desto mehr erkennen sie die Absichten des Gesprächspartners direkt aus dem, was im Gesagten mitschwingt.

 

 

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