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Mit zunehmendem Alter wird man gelassener und weiser, heißt es gemeinhin. Eine Studie sollte nun herausfinden, ob dem tatsächlich so ist. Aber wie misst man Weisheit?

Die Forscher entschieden, sich auf einen Teilaspekt zu konzentrieren: die Konfliktlösung. 270 Probanden aus drei Altersschichten sollten in Interviews ihre Einschätzung zu verschiedenen hypothetischen Konfliken abgeben. Ihre Antworten wurden hinterher von Wissenschaftlern, Geistlichen, Richtern und Psychotherapeuten analysiert, die jeweils das Alter der Probanden nicht kannten.

Sie alle kamen zu dem selben Ergebnis: Menschen über 60 Jahre zeigten im Vergleich mit ihren jüngeren Kollegen deutlich mehr Eigenschaften, die mit Weisheit assoziiert werden. Darunter fielen beispielsweise die Fähigkeiten, in einem Konflikt verschiedene Blickwinkel einzunehmen und Kompromisse anzustreben.

Weisheit ist unabhängig vom IQ

Interessant ist auch, dass dieses Ergebnis völlig unabhängig von IQ und Bildungsstand der einzelnen Probanden war und ältere Akademiker nicht weiser waren als ältere Ungebildete. Die Forscher vermuten, dass die Ergebnisse zum Einen natürlich mit der großen Lebenserfahrung zusammenhängt, zum Anderen aber auch dadurch bedingt ist, dass ältere Menschen eine größere Distanz zu Konflikten gewonnen haben und deshalb weniger emotional involviert sind.

Die Forscher empfahlen, Ältere Menschen verstärkt in vermittelnden Aufgaben einzusetzen, damit die Gesellschaft von deren Weisheit profitieren kann – viele indigene Völker machen das seit jeher so.

 

 

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