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Zum Thema Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom ADHS gibt es ja bereits diverse Theorien – Forscher von der University of Montreal und Kollegen von der Harvard University haben nun einen Zusammenhang gefunden, der schon öfter vermutet wurde: Bestimmte Pestizide erhöhen offenbar das Risiko, an ADHS zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer im Fachmagazin „Pediatrics“ veröffentlichten Studie.

Die Forscher untersuchten die Pestizid-Belastung von mehr als 1100 Kindern aus verschiedenen Regionen und Gesellschaftsschichten der USA. Dabei zeigte sich, dass erhöhte Pestizidspiegel das Risiko, an ADHS zu erkranken stark erhöhen.

„Frühere Experimente mit Tieren haben bereits gezeigt, dass Phosphorsäureester kognitive Störungen auslösen können“, erklärt Studienleiterin Bouchard. Die Untersuchungen an Kindern hätten nun bestätigt, dass das auch für Menschen gilt. „Phosphorsäureester können das neuronale System von Kindern in der Entwicklung beeinflussen und zu ADHS-typischen Merkmalen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen.“

Phosphorsäureester sind die verbreitetste Form von Pestiziden. Doch nicht nur für die Schädlinge sind sie gefährlich – in hohen Dosen sind sie auch für den Menschen tödlich. Noch in den 1930er-Jahren wurden verschiedene Phosphorsäureester als chemische Kampfstoffe eingesetzt, so zum Beispiel der Vorgänger von Monsantos Superwaffe „Roundup“.

 

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