Anzeige

Unter dem Namen „Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz“ (GWWK) hat sich in der Schweiz eine Genossenschaft zum Erwerb und Betrieb von Wasserwirbelkraftwerken gebildet.

Wasserwirbelkraftwerke sind eine noch relativ unbekannte Form der Gewinnung von Energie aus Fließgewässern. Dabei wird das Wasser wird über einen Einlaufkanal zum einem runden Rotationsbecken geführt, aus dem es durch eine zentrale Abflussöffnung in der Mitte des Beckens wieder ausfließt und so einen Wasserwirbel verursacht. Ein Phänomen, das jeder wohl auch schon mal im Abfluss des Waschbeckens beobachtet hat. In die Mitte dieses Wasserwirbels wird ein Rotor gestellt, der die Rotationsenergie in elektrische Energie umwandelt.

Dass funktioniert schon bei geringen Fallhöhen (dem Höhenunterschied zwischen Rotationsbecken und Abfluss) von 0,7 m und einer durchschnittlichen Wassermenge von 1000 Litern pro Sekunde und ist damit für die Kleinwasserkraftnutzung sehr gut geeignet.

 

Strom für 100 Jahre

Auch für die Natur stellt das Kraftwerk kein Problem da, denn es werden langsam drehende Rotoren eingesetzt, die für Treibgut durchgängig sind. Auch Fische können das Kleinkraftwerk sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts gefahrlos passieren. Durch die Verwirbelung des Wassers nimmt die Sauerstoffkonzentration im Wasser zu. Dies hat positive Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Der Eingriff ins Landschaftsbild fällt durch die größtenteils unter
dem Terrain liegende Konstruktion klein aus. Wird die Umgebung mit einer geeigneten Bepflanzung versehen, ist die Anlage kaum sichtbar.

Auch in der Wartung sind Wasserwirbelkraftwerke einfach zu handhaben, dank der innovativen und einfachen Technologie sind sie für einen Dauerbetrieb von rund 50 bis 100 Jahren ausgelegt.

Ein Kraftwerk mit einem Beckendurchmesser von 5 Metern kann 25 Haushalte mit Strom versorgen und hat die Investitionskosten nach 20 Jahren wieder eingebracht.

Zwar ist die erzeugte Strommenge nicht unbedingt riesig, dafür beeinflussen die Kraftwerke die Natur aber fast gar nicht und haben sehr lange Laufzeiten. In einer Zukunft, die nicht mehr auf riesige Kraftwerke und zentralistische Strukturen setzt, sondern auf kleine dezentrale Lösungen, welche wo immer möglich die Energie der Natur im Einklang mit ihr nutzbar machen, haben die Wasserwirbelkraftwerke sicher einen Platz.

 

Mehr Artikel zum Thema auf Sein.de

Strömung, Wellen und Gezeiten: Kann Wasserkraft die ganze Welt versorgen?

Das Buch der Synergie – Eine Einführung


Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*