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Angesichts leerer Gesundheitskassen wächst in SPD und CDU der Widerstand gegen die Homöopathie. „Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen“, sagte Karl Lauterbach, SPD-Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags gegenüber dem Spiegel.

Eine Vorlage, die von den Kollegen in der CDU gern aufgenommen wurde: Man hätte die Wahltarife für Homöopathie seinerzeit nur auf Wunsch von SPD und Grünen eingeführt und wäre gerne bereit, sofort über eine Veränderung zu reden.

Umstrittene Heilkunst

Doch nicht nur in der Politik, auch von Seiten der etablierten Wissenschaft mehrt sich die Kritik an der Homöopathie. Denn seit nunmehr 100 Jahren ist bisher kein allgemein anerkannter wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit der beliebten Heilkunde geglückt. Der künftige oberste Medizinprüfer Jürgen Windeler nannte die Homöopathie daher jüngst „spekulatives, widerlegtes Konzept“, jede weitere Forschung sei nutzlos.

Sollte nun auch in Deutschland eine ähnliche Kampagne gegen die Homöopathie bevorstehen, wie in England? Dort hatten rund hundert Ärzte eine Resolution unterschrieben, welche die vor 200 Jahren in Deutschland von Samuel Hahnemann erfundene Alternativmedizin als „Hexenzauber“ bezeichnete. Auch hier war die Forderung, Kassen dürften die Kosten für homöopathische Behandlungen nicht übernehmen, weil hierdurch die Allgemeinheit belastet würde. „In Zeiten wachsender Geldknappheit ist es unverantwortlich, den Gesundheitsetat mit Ausgaben für Quacksalberei zu belasten.“

Gute Erfahrungen

Den dünnen wissenschaftlichen Belegen für die Homöopathie stehen Millionen von überzeugten Patienten gegenüber, welche die Wirkung am eigenen Körper erlebt haben. Alles Placebo, sagen die Kritiker und daher kein Fall für die Krankenkasse. Wer heilt hat recht, sagen die genesenen Patienten. Ob die Wissenschaft noch nicht weit genug ist, um die Wirksamkeit der Homöopathie zu erklären, oder es sich bei der Heilkunst tatsächlich um reinen Aberglauben handelt, wird noch eine lange Diskussion sein. Und die wird nun auch in der Politik geführt.

 

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7 Responses

  1. Anonymous

    Das Homöopathie wirkt, ist schon an der sogenannten *Erstverschlimmerung* ersichtlich.
    Wie und warum sie wirkt, kann man nur ergründen, wenn man sich von der seit über 50 Jahren längst überholten alten mech. Vorstellung des Atommodells abwendet und sich dem neuen Weltbild der modernen QuantenPhysik zuwendet.
    Denn Alles ist Energie und wirkt durch Energie.

    Da sich Schulmedizin und Politik immer noch in der *Steinzeit* befinden, können sie die Wirkungsweisen nicht nachvollziehen.

    Aber das ist auch nicht gewollt.

    Erklärtes Ziel ist es, das erkrankte Finanzsystem der Welt durch das ersparte Geld der Bürger etwas aufzupäppeln.
    Denn es kann nicht angehen, dass nur ein Zehntel des privaten Geldbeutels für die gleiche Gesundung ausgegeben werden kann, wie für pharmazeutische Chemiebomben, deren Beipackzettel der Nebenwirkungen länger ist, als das Gesundungsversprechen.

    Es macht den Politikern Angst, wenn sich die Befölkerung aus diesem Teufelskreis der krankmachenden Pillen befreit.

    Denn dann funktioniert ihr Finanzsystem nicht mehr.

    Diese Systeme, in denen nur Wenige auf Kosten von Vielen im *Luxus* leben, drohen zu zerbrechen.

    Und diese verzweifelte politische Aktion, ist der Versuch uns Menschen weiterhin *am Tropf*, *in der Matrix* zu halten.

    Liebe Licht und Segen

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  2. Madabout

    Ich schließe mich der Wertung „Frechheit“ an. Wer Alternativen verdrängt, verdrängt das Leben. Und starke Neuroleptika dürfen mit Identitätsparolen beworben werden? „endlich wieder ich!“ Ungeachtet der nachweislichen Wirkungen und Nebenwirkungen, trägt der Glaube an die Wirksamkeit eines Medikamentes entscheidend zur Heilung bei. Wenn die Politik nicht bereit ist an die Wirksamkeit von Homöopathie zu glauben, frage ich im Gegenzug: Wer glaubt denn bitte heute noch daran, dass hier wirksam Politik gemacht wird?

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  3. Matt

    Aus der einfältigen, mechanistischen Sicht auf den Menschen der Herren Lauterbach & Co. durchaus verständlicher Vorschlag. Zudem ein erneuter Hinweis darauf, dass es echt langsam mit unserem Vollkasko-Gesundheitssystem zu Ende geht.

    Sparen dort, wo es am wenigsten auffällt und am leisesten protestiert wird. Ist immer so. Genau wie der Verweis auf die „Wissenschaftlichkeit“, der Orientierung an den Fakten. Konrad Adenauer war noch ein Bundeskanzler, der Homöopathie selbst angewendet hat. Auch der Beitrag der Ehefrau von Präsident Carstens (geb. Prior) auf die Homöopathie und Naturheilkunde ist nicht zu unterschätzen.

    Heute wäre so etwas undenkbar bis unmöglich – weil gar nicht erst gewählt.

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  4. Looking

    Es ist grotesk und geisteskrank, was die Lobbyisten mithilfe ihrer politischen Handlanger anstreben.
    Dass die Politiker reine Marionetten sind steht doch wohl völlig ausserfrage.
    Dass wir schon lange nicht mehr in einem Rechtsstaat leben doch wohl auch.
    Denn in einem solchen könnten die Politiker (die Volksvertreter) nicht als reine Handlanger freigiebig schalten und walten.

    Zitat Seehofer: “ Diejenigen, die gewählt sind, entscheiden nichts, und diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt!

    Es stellt sich da nur die Frage, wie lange die (allesamt pennenden) Menschen noch bereit sind, sich verarschen zu lassen!

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  5. Guido Vobig

    Was bedeutet es denn, wenn die Wissenschaft nicht in der Lage ist, zu begreifen wie Homöopathie funktioniert ? Wenn man noch immer in Molekülen denkt und glaubt, dass nur wirkt, was messbare Substanz hat, dann kann der Beweis der Wirkung nie erbracht werden. Manches lässt sich nicht messen, mit keinem Apparat der Welt, denn jeder Apparat kann nur ein paar Parameter des Ganzen erfassen, aber niemals alle Parameter und erst recht nicht, wenn diese Parameter keine Konstanten sondern fließende Parameter sind. Eine sehr wichtige Zutat der homöopathischen Wirkung ist Wasser … und Wasser ist DAS Medium, das von allen Wissenschaften am wenigsten verstanden wird. Genau wie der Bezug von Gold zur DNA und umgekehrt. Gibt man beide Begriffe bei Google ein, dann öffnen sich neue Welten …

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  6. WellenbeobachterHH

    Herr Lauterbach, Herr Rössler & Co. dürfen ja privat gerne auf homöopathischen Mittel verzichten. Hab ich kein Problem mit. Diese Mittel jedoch nicht zu bezuschussen und als minderwertig abzuqualifizieren ist hingegen eine Frechheit, aber typisch für ignorantes Denken, zumal jahrzehntelang die Bedingungen für die Pharmaindustrie optimiert worden sind. Was diese Leute nicht verstehen oder im Weg steht wird abgelehnt.

    Vielleicht sollten wir endlich zielstrebig ins Auge fassen, die Denkweise dieser Herrschaften abzulehnen.

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  7. Bonaventura

    Es ist eine Unverschämtheit, was diese Politiker sich leisten.

    Fragen sollten wohl eher sein, wie eng das Verhältnis Pharma-Politik-Krankenkassen ist. Wer daran „verdient“ etc. Wohin aberwitzige Milliarden fliessen – und welche Auswirkungen sie wirklich haben.

    Ich selbst, meine gesamte Familie und mein Freundes- und Bekanntenkreis haben nur die besten Erfahrungen mit Homöopathie gemacht.

    Statt die Menschen immer abhängiger zu machen, sollten sich unsere Politiker, die ihren Eid aufs Volk abgelegt haben, darum kümmern, dass wir in einer gesunden Umwelt leben, uns mit gesunden Nahrungs-/Lebensmitteln versorgen und ein gesundes, erfülltes und selbstbestimmtes Leben leben können.

    Aber das ist natürlich nicht gewollt. Damit würden wir zu „stark“!

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