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Lange nichts mehr gehört von der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, die Medien schweigen sich derzeit aus. Nun kehrt eine U-Boot-Expedition mit traurigen Bildern zurück: Meeresbiologen haben im Umkreis der Unglücksstelle riesige Flächen toter Korallen entdeckt. Die Tiere sind mit einer braunen Schicht bedeckt und in vielen Fällen bis auf die Skelette zerfallen.

Die „Lophelia II“ genannte Expedition erforschte den Meeresboden rund elf Kilometer vom Ölleck entfernt. Die Bilder, die sie dort zu sehen bekamen, bezeichneten die Forscher gegenüber der Zeitschrift Nature als „Albtraum“: Tote Korallen, so weit das Auge reicht, die bunte Unterseewelt ist zu grauen Skeletten zerfallen.

Die Korallen waren außerdem von einer braunen Schicht bedeckt, bei der es sich aber vermutlich nicht um Öl handelt, sondern um feines Geröll. Fest steht: Die Korallen sind erst kürzlich verstorben – ein Zusammenhang mit der Öl-Katastrophe liegt daher nahe.

Fischfang wieder aufgenommen

Gleichzeitig wurde aber der Fischfang für die Region wieder freigegeben: Labortests der US-National Oceanic and Atmospheric Administration konnten in den Meeresfrüchten keine gefährlichen Konzentrationen von Corexit mehr feststellen. Auch im Wasser sind nach offiziellen Angaben weder Öl noch Corexit in nennenswerten Konzentrationen nachweisbar. Einige unabhängige Berichte hatten dies jedoch immer wieder als Falschinformation zurückgewiesen. Aber auch eine Expedition von Greenpeace kam jüngst zu dem Ergebnis, das die Auswirkungen weit weniger schlimm waren, als zunächst befürchtet.

 

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Bild: Image courtesy of Lophelia II 2010 Expedition, NOAA-OER/BOEMRE.


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