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Die Universität Cambridge hat eine Energie-Studie durchgeführt, die zu überraschenden Ergebnissen kommt. Schon einfache bauliche Maßnahmen und geringe Verhaltensänderungen der Bevölkerung könnten den Energiebedarf der Menschheit um beachtliche 73 Prozent senken.

Die Lösung der Forscher wäre sofort mit heutigen Mitteln umsetzbar und sollte auch die Debatte um Erneuerbare Energien neu beleben. Atomkraftwerke wären in einer Welt, die nur noch ein Drittel der Energie verbraucht nämlich sicher nicht mehr nötig.

Die Maßnahmen (unter anderen):

– Einsetzen 3-glasiger Fenster
– 30 Zentimeter Außenisolierung an allen Gebäuden
– Passivhaus als neuer Standard
– Kochen mit geschlossenem Deckel
– Abschaffung von Warmwasser-Tanks
– Reduzierung der Waschtemperatur bei Waschmaschinen und Spülmaschinen
– Reduzierung des Fahrzeuggewichts aller PKWs auf maximal 300 Kilogramm

Hört sich eigentlich nicht unmöglich an, oder?

 

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6 Responses

  1. Systemfehler

    Die Politik und die Wirtschaft hat GAR KEIN INTERESSE, dass der Pendlerverkehr reduziert wird – im Gegenteil! Fahrgemeinschaften fehlt NOCH der finanzielle Anreiz, Firmenbusse werden NICHT GEFÖRDERT. Solaranlagen rechnen sich nicht – weil die Stromkonzerne kein Interesse an Konkurrenz haben! PKW´s leichter zu bauen will scheinbar die Öllobby verhindern. Stand by Stromfresser werden NICHT extra besteuert; Das Gefriertruhen ernergiesparender sind als Gefrierschränke weis auch niemand; Heizkörper übers Wochenende abzuschalten KEINEN Energiespareffekt bringt usw….

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  2. elisabeth bern

    wieso sagt eigentlich niemand, wieviel Energe zu sparen wäre, wenn die Klimaanlagen nicht auf 20, sondern auf 22 oder 25 grad eingestellt würden? Ich fahre nicht mehr in tropische Länder, weil es mir dort eifach zu kalt ist in öffentlichen Verkehrsmitteln (u-Bahn Bangkok) oder Hotelsn

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  3. Dieter Mayer

    Den Denkspielen stehen immer wieder zwei Faktoren gegenüber: Gier und Geiz. Sie treiben Menschen an und um, sind „Motor“ des „Fortschritts“. Und erst wenn eine ausreichende Zahl an Leuten sieht, dass der Zug in die falsche Richtung fährt, ist die Zeit reif für neue Wege (ob die aber immer besser sind?). Für Wege aus der Atomkraft ist ja bekanntlich noch keine ausreichende Zahl an Menschen zusammengekommen. Wer neue Pfade beschreitet, muß mit Stolpersteinen rechnen. Das hält die Masse auf geebneten Bahnen, und hier werden die einzelnen von denen manipuliert, die es vermeintlich leicht machen. Immer sind es faule Versprechungen wie „zahlen Sie mit Ihrem guten Namen“ (Da zahle ich doch lieber bar und kaufe nur das was ich auch zahlen kann.), die Begehrlichkeiten wecken (Gier) nach dem Motto: Was mein Nachbar hat kann ich auch…

    Da sparen unsere sogenannten Vordenker bzw. gewählten Volksvertreter (auch Politiker genannt) doch gern am Bildungssystem (Geiz), um sich oder ihre Positionen und auch die Sponsoren (Parteispender) zu sichern, damit das System beibehalten werden und „das Volk“ weiter für dumm verkauft werden kann.

    Ändern kann auch dies wiederum nur eine angemessene Zahl aufgeklärter Menschen, die sich nicht weiter dem System/den Systemen Macht/Ohnmacht ergeben – wie derzeit im Mittleren Osten.

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  4. otto

    Bei dem Artikel wird das Gesetz der Physik vergessen, da man keine Energie sparen kann. Was man auf der eine Seite spart, muss man auf der anderen Seite wieder hinzulegen. Man muss sich einmal ueberlegen wie teuer denn so ein Haus sein soll. So muss man also noch mehr arbeiten und noch mehr Arbeitsstellen schaffen, so das man alle beschaeftigen kann die Ihre Haueser so baunen wollen und man hat ja nicht einmal Arbeit fuer die jetzige Bevoelkerung.
    Haeuser die so gebaut sind wie oben angefuehrt, verschimmeln total an der Innenseite, wenn man nicht den ganzen Tag ein Fenster offen haelt, so das die Feuchtigkeit nach aussen abzieht. Wenn man natuerlich das Fenster oeffnet, ist die Isolierung null und nichtig.

    Was die Menschheit machen muss um Energie zu sparen ist folgendes. Man muss die Arbeitstellen dort schaffen, wo die Leute wohnen, so das man nicht jeden Tag 1 bis 3 Stunden auf der Stasse ist bis man endlich auf der Arbeisstelle angekommen ist. Wenn moeglich sollte jeder eine Maschiene zu Hause haben, mit der er Ersatzteile oder sonst was machen kann, so das er seine Arbeitsstelle zu Hause ausueben kann. Dann braucht er kein Auto um zur Arbeit zu fahren. So braucht man weniger Fabriken welche Autos bauen und weniger Strasse fuer diese Autos.
    Die Bauereien mussen wieder verkleinert werden, so das es wieder Familienbetriebe werden. Dann haben viele Leute eine Arbeitsstelle als Bauer und koennen sich ihre Nahrung selber wieder anbauen. Dann brauchen die Nahrungsmittel nicht erst eine Reise von 1500 km machen, bis sie endlich beim verbraucher angelangt sind.

    Auch muss man wieder mit Pferden die Felder fluegen. Somit erzeugt der Bauer seine eigenen Treibstoff um die Felder zu bestellen. Die Bauern muessen selber ihre Erzeugnisse wenn moeglich direct verarbeiten und verkaufen und nur das ueberschuessige Erzeugniss muss weiter transportiert werden.
    Der Schlachter muss wieder ins Dorf um das Fleisch lokal zu verarbeiten und zu verkaufen, so das das Vieh garnicht erst auf eine lange Reise geschickt werden muss, bevor es geschlachtet.

    Ich koennte hier viele Sachen aufzaehlen mit denen man Energie sparen kann. Sicher kann sich niemand vorstellen, wie man denn alles wieder rueckgangig machen kann, was man in den letzten 70 Jahren verhundst hat. Man hatte damals schon den richtigen weg eingeschlagen, aber das gefiel ja einigen Leuten offensichtlich nicht. Damals wurde auch wirklich das Recylen gross geschrieben. Anstatt die Bioabfaelle zu kompostieren, verfuetterte man es an Schweinen und erzeugte so etwa 300000 extra Schweine fuer den Fleisch konsum im Jahr.
    Gruss Otto

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  5. Anonymous

    Naja naja, also man muss da schon differenziert hinschauen.

    Jedes Passivhaus, das neu gebaut wird, bedeutet, dass nicht weniger, sondern zunächst einmal mehr Energie verbraucht wird. Das ist genau wie die Produktion von dreifach verglasten Fenstern oder 30 cm Isoliermaterial zunächst eine energetische Addition und bedeutet auch mehr CO2 Verbrauch. Das ist nur dann langfristig sinnvoll, wenn die Anzahl der Gebäude begrenzt werden könnte. Dann würde tatsächlich ein nachhaltiger Effekt (je einzelnem Objekt) im fortlaufenden Verbrauch eintreten.

    Ändert sich die Logik der Kapitalverwertung jedoch nicht, so müssten durch den Wachstumszwang z.B. immer mehr Passivhäuser (oder andere Waren) neu geschaffen werden, um das Geld immer wieder aus sich selbst heraus betriebswirtschaftlich zu verwerten (Anlagenotstand, „Verwertung des Wertes“ vgl. exit-online.org).

    Da die große Masse der Bevölkerung in karnickelartigen Wohnblocks lebt, wäre das ein für Jahrzehnte fast unbegrenzt erscheinender „Wachstumsmarkt“. Dazu kommt die Produktion von Holzmöbeln, Küchengeräten, Lichtanlagen, Autos und Garagen (Flächenbedarf steigt, Wege zu den Häusern werden länger) usw. Also verpufft selbst dieser langfristige Einsparungseffekt irgendwann, weil immer mehr „Träger des Wertes“ in Warenform erzeugt werden müssen (wirkt heute als „Energiehunger“ oder „nahende Energielücke“). Das gilt analog auch für die anderen Vorschläge. Da ist die Studie scheinbar kaufmännisch betriebsblind. Außerdem fallen jede Menge Biotope dieser Ausdehnungsbewegung der Passivhäuser zum Opfer, wenn man keine riesigen Passivwohnblocks an alter Stelle erfindet.

    Das Kochen mit Deckel (mach ich eh) oder das Verringern der Waschtemperatur bringen dagegen tatsächlich was, und zwar sofort, weil aus dem bestehenden System heraus Energie gespart wird, ohne neue Herde, Töpfe oder Waschmaschinen dafür herstellen zu müssen. Man bräuchte nur die verschlissenen irgendwann ersetzen. Daran kommt man letztlich nicht vorbei. Das ist heute aber auch schon so.

    Es gäbe jedoch eine andere Möglichkeit: kapitalistische Werbung in allen Formen zu verbieten!!!

    Dann würde sich die Nachfrage nach vielleicht 60% aller Waren, die uns nur durch geschickte Promotion & Werbung aufs Auge gedrückt werden, allmählich verschwinden. Die Bedürfnisse der Menschen würden sich wieder auf das natürliche Niveau reduzieren. Das wäre dann das, was man unter einem nachhaltigen Effekt verstehen könnte und das würde langfristig das Produktionsvolumen real absenken. Dann würde tatsächlich ein drastischer Einspareffekt an Energie und stofflichen Ressourcen entstehen.

    Das lässt sich dann aber nicht mehr mit Marktwirtschaft/Kapitalismus vereinbaren, weil dann auch 60% der Menschen arbeitslos werden würden (Produktion, Werbeindustrie, Finanzbereich, Druckereien, Zeitschriften, TV-Sender, Steuerberater, Banker, Anlageberater, Versicherungen, Handel usw.). Anstelle dessen könnten diese Menschen sich den Rest an notwendiger Arbeitszeit (Arbeit gedacht als konkrete Tätigkeit – nicht als Erwerbsarbeit) teilen. Es würden zahlreiche positive Effekte entstehen. Die Arbeitszeit pro Person könnte sich drastisch absenken. Ebenso das Renteneintrittsalter (heute steigt es bekanntlich). Arbeitslosigkeit wäre nach einer Qualifizierungswelle nach wenigen Jahren unbekannt, weil die Verausgabung von Arbeit nicht mehr an abstrakte Märkte und die Kapitalverwertung gebunden wäre. Jedes Unternehmen könnte so viele Fachkräfte einstellen, wie es tatsächlich bräuchte und nicht nur so viele, wie es bezahlen kann. Die gesellschaftliche Teilhabe könnte ohne Kostenstruktur auf Basis demokratischer Prinzipien erfolgen – also etwas, was heute (noch) komplett unbekannt ist und als undenkbar gilt. Sachlich und aus energetisch-spiritueller Sicht spricht jedoch nichts dagegen, sondern alles dafür.

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