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Oft beschworen, nun geht es überraschend schnell. Pekings Notenbank verkündet die Revolution des weltweiten Finanzsystems: Noch dieses Jahr soll der gesamte Außenhandel in Yuan getätigt werden können.

Das wird nicht nur die weltweite Wirtschaft neu ordnen, sondern dürfte das Ende des Dollars als Weltreservewährung einläuten. Genau dieser Status ist es aber, der den Dollar bisher vor dem Absturz gerettet hat. Sollte China den angekündigten Schritt tatsächlich gehen, dürfte das hemmungslose Geldrucken für die USA ein unangenehmes Nachspiel haben.

Der Hintergrund: Seit vielen Jahren bekämpfen die USA ihre nationale Wirtschaftskrise, indem sie einfach den Markt mit frisch gedrucktem Geld fluten. „Das Problem ist aber: Der Dollar ist die Weltreservewährung“, gab Zentralbankchef Zhou Xiaochuan schon im November letzten Jahres zu bedenken. Und was die USA retten soll, ist für die Welt schon jetzt eine Katastrophe, weil die Preise weltweit steigen und steigen.

Jetzt hat China die Nase voll und wandelt die eigene Währung Yuan noch in diesem Jahr in eine frei konvertierbare Weltwährung um. Bisher verlief der gesamte chinesische Handel in Dollar. Die Loslösung vom Dollar wurde von China bisher in frühestens zehn Jahren vermutet – nun geht es wohl viel schneller. Für die USA dürfte dies der Anfang eines drastischen wirtschaftlichen Machtverlustes darstellen und die Welt langfristig neu ordnen.

 

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