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Nachdem die wichtigsten Posten in US-Ministerien seit Langem schon mit Monsanto-nahen Politikern besetzt sind, scheint man nun den nächsten folgerichtigen Schritt zu gehen: Der Konzern darf sich künftig gleich selbst kontrollieren.

So sieht es zumindest ein zweijähriges Pilotprojekt vor: Konzerne sollen zukünftig die gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen ihrer Produkte selbst durchführen. Das US-Landwirtschaftsministerium ist der Meinung, es sei „schneller, effizienter und kostengünstiger“ wenn Konzerne wie Monsanto die Auswirkungen gentechnisch veränderter Saaten auf die Umwelt selbst feststellen und bewerten. Das letzte Wort hat zwar immer noch das Ministerium – muss dann aber nur noch den Stempel draufmachen.

Auch wenn die Kontrollen des US-Landwirtschaftsministeriums diesen Namen noch nie wirklich verdient hatten und von ihm zugelassene Anbau-Projekte teilweise wegen der Gefahren gerichtlich gestoppt wurden, ist die neue Wendung tatsächlich ein Novum.

Der österreichische Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich bezeichnete die Entscheidung als „absolut absurd“ – das kommt aber immer darauf an, von wo aus man es betrachtet. Für Monsanto jedenfalls ist es wahrscheinlich tatsächlich „schneller, effizienter und kostengünstiger“.

 

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