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500 Plastiktüten aus Polyethylen verbraucht der EU-Bürger durchschnittlich im Jahr. Er erhält sie in allen möglichen Geschäften des Einzelhandels. Meist nutzt er die Plastiktüte nur einmal, bis er sie dann einfach wegwirft. Müllberge von vielen Tausend Tonnen Plastik entstehen dabei Jahr für Jahr. Für ihre Beseitigung sind enorme finanzielle und logistische Aufwendungen notwendig.

Oft aber wird daran gespart, und die Plastiktüten verschwinden in dunklen Kanälen, bis sie irgendwo in den Weltmeeren wieder auftauchen – alleine im Mittelmeer befinden sich rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen. Fische halten Plastik für Nahrung – so kommt mit dem Fisch beim Verbraucher auch Plastik auf den Tisch. Kunststoffe enthalten Schadstoffe, wie u.a. Weichmacher, die sich erst in mehreren hundert Jahren zersetzen. Kommen Menschen auf Dauer mit den Schadstoffen in Berührung, bleiben gesundheitliche Schädigungen nicht aus – es ist höchste Zeit zu handeln.

Plastiktüten verbieten?

Die Kommission der EU befragt derzeit die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsstaaten in einer Online-Umfrage nach ihrer Meinung zur Lösung des Problems mit den Plastiktüten. Von einer Besteuerung bis zu einem Verbot werden derzeit alle Möglichkeiten geprüft.

Ob die sorglose Verwendung nur durch die Einführung von Steuern oder Vereinbarungen mit dem Einzelhandel gestoppt werden kann, bleibt fraglich. Allein Italien hat die Plastiktüte gesetzlich verboten. Österreich setzt sich ebenfalls für ein Plastiktütenverbot ein, in Deutschland sieht man bisher keinen akuten Handlungsbedarf.

Die Lösung indes wäre einfach: Man müsste schlicht seine eigene Tasche mit zum Einkauf nehmen. Das überfordert den Konsumenten derzeit aber scheinbar noch.

 

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Text mit Material von humannews.de

 

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