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„Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen“ – unter diesem Titel haben mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen am Mittwoch eine gemeinsame Stellungnahme zur Finanz- und Eurokrise veröffentlicht . In dem Text kritisieren sie die aktuelle Krisenpolitik scharf und fordern die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Occupy-Bewegung aktiv zu unterstützen.

„Die öffentliche Diskussion um die „Schuldenkrise“ vor allem in Griechenland, aber auch Irland, Portugal, Spanien und Italien geht von einer falschen Diagnose aus und kommt so zu einer Therapie, die das Problem verschärft und nicht beseitigt. […]“, beklagen die Unterzeichner. Die Krise würde völlig falsch dargestellt. „Es handelt sich dabei um eine Krise des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus.“

Es sei an der Zeit, dieses Prinzip selbst in Frage zu stellen. „Europa steht vor der Wahl, in der Krise auseinander zu fallen oder Wege zu einem anderen Wirtschaftsmodell einzuschlagen.“ Die Stellungnahme kritsiert die aktuelle Krisenpolitik sei Augenwischerei und dazu demokratisch unlegitimiert, weil die Politik „die Interessen der 99% ignoriert und die Demokratie dem sog. freien Markt unterordnet. Mit der Occupy-Bewegung entsteht weltweit Widerstand gegen diese Politik. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich der Bewegung anzuschließen.“

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11 Responses

  1. Hella

    „Partei der Vernunft“ ist reiner „Neusprech“ im Orwellschen Sinne.
    Denn deren Programm versucht lediglich den alten Wein kapitalistischer Trickserei in neue Schläuche zu füllen.

    Wenn deren „Programm“ ausführt:
    „Das bedeutet eine Enteignung durch Entwertung der Sparguthaben und eine andauernde Reduzierung der Kaufkraft. Hiervon sind insbesondere
    die Schwächsten einer Gesellschaft betroffen.“

    Dann beweist dies nur den Realitätsverlust und den demagogischen Charakter dieser Lobby, denn: „die Schwächsten“ der Gesellschaft“ haben gar kein Sparguthaben, das „entwertet“ werden könnte – sie leben täglich von der Hand in den Mund und die Inflation kann ihnen egal sein: Es ist ihnen wurscht, ob sie eine Mark nicht haben, oder tausend Mark nicht haben. Nichtbesitz ist Krisensicher.

    Man bemüht die Armen als Scheinargument, um die eigene Raffgier zu bemänteln.

    Solange es auf unserem Planeten noch Hungertote gibt, ist „Eigentum“ verdächtig per sè!

    Hier wird also lediglich Augenauswischerei betrieben und gezielt Verwirrung gestiftet und all jenen, die sich Gedanken machen, wie es weitergehen soll.
    Eine Veranstaltung der Ewiggestrigen also, nicht wert, kostbare Zeit damit zu verschwenden und eine der zahllosen politischen „Nebelgranaten“ die die Habsüchtigen in diesen Monaten plazieren, weil sie ahnen, daß es mit der Fettlebe auf koten anderer langsam zu ende geht …

    meint

    Hella

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  2. WellenbeobachterHH

    Wer hier wie Jack allen Ernste die „richtige Umsetzung“ anstatt die konsequente Überwindung des Kapitalismus einfordert, ist schlichtweg noch deren Weltanschauung und Axiomen erlegen. Da kann man nichts machen. es st leichter einem Blinden Farben zu erklären, als jemandem der nicht sehen will…

    Vielleicht hilft es mal Argumente vergangener Artikel, Kommentare und weiterführende Links zur Kenntnis zu nehmen, z.B. zu diesem hier:

    http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2011/das-kapitalistische-netzwerk-das-die-welt-regiert.html

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  3. Kato

    @ Jack

    Schön gemeckert und wie üblich kommen aus dem Bereich derjenigen, die dieses Gedankengut haben keine Lösung – kam noch nie, jedesmal wenn ich nachfrage bestenfalls allgemeinplätze.

    Was soll das heißen „Das Problem ist, dass der Kapitalismus nicht konsequent umgesetzt wird.“? Mehr Wachstum, mehr Ausbeutung, mehr unregulierte Anwendung von gefährlichen Technologien zu lasten des Planeten?

    Antworten
  4. Jack

    Der Kapitalismus ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Kapitalismus nicht konsequent umgesetzt wird.
    Eine Forderung vom Ende des Kapitalismus und zur Einführung des Sozialismus oder ähnlichem wäre gravierend! Ich realisiere so langsam, dass die Occupy-Bewegung tatsächlich in die falsche Richtung geht. Denn die Elite selbst will ja selbst ein sozialistisch-ähnliches System einführen, um die Welt zu vereinen. Leider glauben viele, dass das etwas Schönes wäre. Aber leider muss ich sagen, dass es dem Nationalismus des deutschen Reiches ähnlich sein würde.
    Ein „Nationalismus auf Weltebene“, sozusagen ein „Weltnationalismus“.

    Viele Esoteriker und New Ager wollen genau diese EINE Welt. Sie sprechen immer davon, dass wir ALLE EINS SIND. Und das ist genau das, was die Elite will. Das müssen wir realisieren.

    Ich selbst war auch von der Spiritualität überzeugt und meditierte oft. Es war wunderschön. Ich war in einem ständigen SEINS-Zustand. Ich liess immer je mehr los und liess mich von meinem Gefühl leiten.
    Dies geht eine gewisse Zeit lang gut. Doch plötzlich wird man fallen gelassen und man steckt in einer Sackgasse. Ich hoffe, dass man diese Täuschung so langsam realisiert.

    Ich wünsche noch einen schönen Abend.

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  5. Sedofina

    Geld ist als eine zu verzinsende Schuld durch die Banken entstanden. Das
    bedeutet, das Geld für die zu zahlenden Zinsen ist im System nicht
    vorhanden. Permanente Neuverschuldung ist darum ein Zwang um den Zins
    zu bedienen. Ergo funktioniert das System nur solange wie die Wirtschaft
    wächst um die anfallenden Zinsen zu erwirtschaften ? mit exponentieller
    Tendenz. Ein exponentielles Wachstum ist aber auf Dauer unmöglich und
    ein Forderungszusammenbruch mathematisch zwangsläufig.

    Dieses grundlegende Wissen über unser Geldsystem ist aber weder bei der
    politischen Kaste, akademischen Ökonomen oder der Allgemeinheit
    vorhanden. Warum? Cui bono? Weise Männer haben schon vor Jahrtausenden
    den Zins verboten. Aus gutem Grund.

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  6. Selbstdenker

    Hier noch eine Ergänzung zu diesem Thema:

    http://www.kopp-online.com/hintergruende/europa/michael-morris/hyperinflation-2-12-.html

    http://www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I

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  7. EuroTanic

    Es gibt keine Kapitalismus. Was wir haben ist eher ein Corperatismus, also die Herrschaft von wenigen globalen agierenden Grossunternehmen und wenigen Privatbanken. Mit freiem Markt hat das alles gar nichts zu tun.

    Antworten
  8. Andreas

    Sebastian hat leider Recht, Attac ist dabei diese gute Idee zu übernehmen und zu kontrollieren. Das Geldsystem spielt im Machtmißbrauch die zentrale Rolle und dies muß dezentalisiert werden. Mehr Kontrolle, mehr Gesetze, mehr Zentralisierung führt in die Knechtschaft und Unterdrückung.
    Wir wollen die Freiheit. Ohne einen grundlegenden Bewußtseinwandel der Menschen wird aber auch kein noch so gutes politisches Konzept funktionieren. Die jungen Leute von Occupy gehen endlich auf die Straße, weil sie merken, daß dieses System die Menschen versklavt. Es ist gut, daß Sie dagegen demonstrieren. Sie brauchen nur eine Führung zum Wohle der Menschen, nicht zum wohle der Machteliten.
    Viele Grüße
    Andreas

    Antworten
  9. Seb

    Die Occupy-Bewegung ist eine von der Elite künstlich geschaffene Opposition, deren Forderungen bzgl. der Veränderungen im Geldsystem nicht weit genug, bzw. gänzlich in eine falsche Richtung gehen: noch mehr Steuern und noch mehr Kontrolle. Alle bisherigen Kontrollmechanismen der Politik haben bisher versagt.
    Die „Partei der Vernunft“ setzt hingegen auf einen wirklich liberalen Geldmarkt, der das Staatsmonopol der Geldschöfpung (und dadurch Inflationierung) brechen soll.
    An alle interessierte Menschen: bitte besucht die Homepage der Partei der Vernunft: www.parteidervernunft.de

    Viele Grüße,
    Sebastian

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