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Die synthetische Biologie ist ein Forschungszweig, der neue Lebewesen hervorbringen soll, die bestimmte Zwecke erfüllen . Wissenschaftler der „University of Nottingham“ arbeiten derzeit an Zellen, die sich am Computer neu programmieren lassen, ohne dabei die „Hardware“ der Zelle ändern zu müssen. Lebewesen könnte man dann einfach ‚programmieren‘, so stellt man sich vor.

 

Zellen programmieren

Ziel ist, Zellen oder ganze Lebewesen am Computer zu programmieren und das Programm dann auf die neuen reprogrammierbaren Zellen zu übertragen. Die neuen Zellen wären eine Art universeller Hardware, die dann quasi über ein Betriebssystem programmiert werden können. Hierzu sind komplexe Computerprogramme nötig, die das Verhalten von Zellen zuverlässig simulieren können.

„Wir sprechen hier über ein sehr ehrgeiziges Vorhaben, was zu einem fundamentalen Durchbruch führen wird – wir werden in der Lage sein, völlig neue Lebewesen, die nicht in der Natur vorkommen zu konstruieren, realisieren und breit zu stellen und so anzupassen, dass sie neue, nützliche Funktionen erfüllen“, erläutert Professor Natalio Krasnogor.

Mögliche Einsatzgebiete, auf welche die neuen Lebensformen angesetzt werden könnten, wären die Erzeugung von Lebensmitteln, die Umweltsäuberung, Recycling und die Medizin.

Gott spielen?

Das Programm nennt sich AudACiOuS, was tollkühn bedeutet. Erster Kandidat ist das Bakterium „Escherichia coli“ das derart verändert werden soll, dass es sich einfacher programmieren lässt.

„Die meisten Menschen stellen sich vor, dass wir lediglich die DNA der Zelle verändern müssen, um auch ihr Verhalten zu verändern. Tatsächlich ist es aber nicht ganz so einfach, da für gewöhnlich aus diesem Prozess ein falsches Verhalten der Zelle hervorgeht“, erklärt Krasnogor. „Sollte AudACiOuS erfolgreich sein, könnte unser Ziel innerhalb von fünf Jahren erreicht werden und bakterielle Zellen am Computer so programmiert werden, dass diese neuen Zellen ihre Aufgaben direkt ausführen können.“

Zu vergleichen sei dieser Prozess mit der Entwicklung eines Betriebssystems für Computer – nur dass es hier um Lebewesen geht.

 

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Eine Antwort

  1. Guido V.

    Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt, da einem solchen Organismus, wenn man ihn so bezeichnen möchte, etwas Wichtiges fehlt: die eigene Vergangenheit.
    Taucht in der Realität ein Bild ohne gemeinsame Herleitung auf, ist reaktive Unordnung die Folge. Die Gentechnik mit ihren GMOs macht es vor … nur statt Computerprogrammierung werden dort Genkanonen eingesetzt. Und die Probleme der GMOs werden immer deutlicher. Impfviren sind ein weiterer Problemfall. Fantasieworte ebenfalls. Alles, was ohne Bezug zum Umfeld plötzlich auftaucht, bringt Probleme mit sich:

    http://www.gold-dna.de/update5.html#up80

    Gruß

    Antworten

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