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Bislang war der genaue Grund für den Untergang der Maya-Hochkultur unbekannt. Nun glauben Forscher der NASA nachgewiesen zu haben, dass die Maya einem selbstverschuldeten Klimawandel zum Opfer fielen. Ihre Zivilisation wuchs zu schnell und verursachte dabei dramatische Umweltschäden, die schließlich zu einer 30-jährigen Dürre führten, welche die Maya nicht überlebten.

Damit könnten die Maya fast symbolisch für die aktuelle Zeit stehen – umso interessanter, wenn man bedenkt, dass die Maya derzeit aufgrund des angeblichen Endes ihres Kalenders in 2012 in aller Munde sind.

Die Zivilisation der Maya wuchs enorm schnell, sie betrieben eine äußerst intensive Landwirtschaft, die zeitweise 20 Millionen Menschen ernährte – dafür rodeten sie jedoch fast alle Urwälder der Halbinsel Yucatán, was den Niederschlag drastisch reduzierte. Zusammen mit einem natürlichen Rückgang des Niederschlags führte dies laut der aktuellen Studie zum Untergang des Maya-Reiches. Selbst das ausgeklügelte Wasser-System der Maya half ihnen nicht, die Austrocknung ihrer Felder zu verhindern.

Aktuell steht die Menschheit vor sehr ähnlichen Verhältnissen und macht sehr ähnliche Fehler. Bis jetzt ist noch jede Hochkultur auf der Erde untergegangen, wenn sie die natürlichen Grenzen missachtet hat – es ist an uns, aus dieser Erfahrung zu lernen.

 

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2 Responses

  1. Mathias

    Naja…

    Vielleicht war ja gemeint, dass durch die Abholzung die wenigen Niederschläge schneller abflossen..? Das Problem kennt man ja schon – obwohl es z.B. in Deutschland eher darum geht, die reichlichen Niederschläge zurückzuhalten, statt durch „Begradigung“ von Flüssen und Bachläufen zwar Auen nutzbar zu machen, aber damit nur die Überschwemmungen an andere Stellen zu verlagern. Ein anderes Problem ist noch die Versalzung künstlich bewässerter Agrarflächen.

    Niederschlag bleibt dagegen nicht aus, wenn man Flächen rodet. Die Wolken, aus denen der Regen kommt, entstehen nämlich über den Ozeanen. (Unsere Regenwolken entstammen nach neueren Erkenntnissen dem mittleren Atlantik, obwohl die „Nebelküche“ vor Labrador auch nicht ganz „unschuldig“ für nasse Mitteleuropäer ist… ;o) )

    Die Dürre, welche zum Niedergang der Maya-Kultur führte, entstand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch Einflüsse der ENSO-Oszillation (El Nino/ La Nina). So wie die Unwetterereignisse der letzten Jahre ebenfalls nahelegen.

    Dieser Effekt ist nicht regelmäßig (und bis auf einen Erklärungsversuch durch solaren Antrieb noch nicht verstanden). So kann auch eine Häufung von Ereignissen auftreten, die schließlich zu einer 30-jährigen Dürre führen dürfte.

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